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Spielberichte 19/20

EHC - ERC Ingolstadt 1:7

  • Geschrieben von Martin
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Auf der Suche nach etwas Positivem

Wird man leider nicht fündig. Schlapp, langsam, ja fast schon willenlos ließ sich Wolfsburgs Erstligist von den Gästen aus Ingolstadt vor eigenem Publikum vorführen.
Nach einigen zaghaften Versuchen so etwas wie Körperspiel zu etablieren, liefen die Grizzlys ab der 3. Spielminute nur noch hinterher. Nach einer trotteligen Strafe gegen Rech versenkte Ex-Grizzly Foucault das Spielgerät, irgendwie beiläufig, im Wolfsburger Gehäuse. Dieser Powerplaytreffer läutete eine der peinlichsten Vorstellung ein, die ein Heimteam in dieser Halle jemals abgeliefert hat. Schon zwei Minuten später konnte sich Ingolstadts Bailey zum ersten Mal in die Torschützenliste eintragen, nachdem sich Casto und Machacek hinter ihrem Tor irgendwie nicht einig geworden waren. So brachte Machacek den Puck vor das eigene Gehäuse, wo ihn Bailey dankbar entgegennahm und an Brückmann vorbei versenken konnte. Schwer zu beschreiben - man muss es gesehen haben, um es zu glauben.
Die Grizzlys taumelten schon zu diesem frühen Zeitpunkt nur noch über das Eis, fuhren sich gegenseitig über den Haufen, konnten einfachste Zuspiele nicht an der Kelle halten und hätten bei eigener Überzahl (14.) beinahe noch den zur Szenerie passenden Shorthander kassiert. Felix Brückmann verhinderte gegen den enteilten Olson Schlimmeres.
Auch im Mittelabschnitt hatte es für ein bis zwei Minuten den Anschein, als wolle man es nun besser machen. Es blieb beim Schein.
Ganze viermal durfte Wolfsburgs Goalie das Spielgerät aus den Maschen holen, die Grizzlys (?) liefen weiterhin hinterher, wirkten streckenweise wie Zuschauer. Nach Toren von Bailey (24.), Elsner (28.), Edwards (33.) und Findlay (36.) war die Mehrzahl der Zuschauer dann auch reichlich bedient, während die rund 50 mitgereisten Gäste die Leichtigkeit dieses Siegs kaum fassen konnten. Mit einfachsten Mitteln, etwas Schussglück, aber auch gütiger Hilfe der Wolfsburger Mannschaft (Bergmans No-look-Ablage hinter dem eigenen Tor zum 0:6) zerlegten die Panther die Gastgeber eindrucksvoll in ihre Einzelteile.
Dass im Anschluss ausgerechnet Pechvogel Möchel den einzigen Treffer für Wolfsburg erzielen konnte (36.), zählte zu den wenigen schmerzfreien Momenten der Begegnung. Von einem Ehrentreffer konnte angesichts des willenlosen Auftritts der Grizzlys allerdings nicht mehr die Rede sein...
Auch im Schlussabschnitt bekamen die Hausherren nichts geschenkt, so dass die schlappen Grizzlys keine weitere Ergebniskorrektur betreiben konnten.
Ingolstadt behielt auch weiterhin die uneingeschränkte Kontrolle über die Begegnung und war neun Sekunden vor dem Ende durch David Elsner und dessen zweiten Treffer erneut erfolgreich. Unter lauten Pfiffen und Buhrufen - eine absolute Seltenheit in Wolfsburg - schlich das, was eine Eishockeymannschaft darstellen wollte, vom Eis.
Hatte man beim letzten Heimspiel noch darüber spekuliert, was eine treffsichere Mannschaft mit einem derart schwachen EHC machen würde, so bekam man an diesem Abend die Antwort. Vergleicht man die Partie z.B. mit dem ersten Heimspiel gegen Ingolstadt (2:0 Sieg), so wirft dies drängende Fragen auf. Während andere Mannschaften sich im Laufe der Saison verbessern, schien Wolfsburg zunächst eher die andere Richtung einzuschlagen. Der Aufschwung nach der beispiellosen Niederlagenserie scheint jedenfalls allmählich zum Erliegen zu kommen und es zeichnet sich ein sehr ernüchterndes Bild vom Leistungsstand der Grizzlys.

Teamcheck

Die vierte Reihe mit Höhi, Latta und Möchel rief eine konzentrierte und vor allem engagierte Leistung ab. Felix erwischte nicht unbedingt seinen besten Tag, während Pickard im letzten Drittel kaum geprüft wurde.

Für sämtliche Verteidiger, die übrigen Stürmer und natürlich unseren kongenialen Trainer gilt allerdings:

Setzen, sechs!

Personelle Konsequenzen schließe ich nach dem bisherigen (Nicht)Auftreten des Aufsichtsrats aus.
Und bei Charly gilt ja ohnehin:

KLICK MICH

Schöne Restsaison noch. mb