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Stark dezimierte Grizzlys scheitern an Red Bull

Wolfsburg unterliegt auch im dritten Spiel den gastgebenden Münchnern mit 2:0 und verliert die Serie glatt mit 0:3. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Jordan Murray stellten sich die Grizzlys mit nur noch vier Verteidigern der Aufgabe, das frühzeitige Aus im Halbfinale zu verhindern. Leider hatte sich das mit Bittner, Wurm, Furchner und Mingoia prall gefüllte Lazarett nicht verkleinert, die Sperre gegen Archibald galt indes noch für Spiel 3. Wolfsburg startete mutig in die Partie, musste allerdings bereits in der 6. Spielminute einen weiteren, doppelten Tiefschlag verkraften. Ehliz' Führungstreffer ließen die Gastgeber, praktisch vom Anspiel weg, das 2:0 durch Ortega folgen. Erneut war Ehliz entscheidend beteiligt gewesen, dessen Rebound von Ortega aus dem hohen Slot verwertet werden konnte. Die Grizzlys kamen kaum in die Partie und waren zudem gleich zweimal in Unterzahl gefordert. Beide Strafen gegen Festerling hatten zwar den Gastgebern keinen Ertrag gebracht, ließen sie aber weiter mit reichlich Oberwasser durch die ersten zwanzig Minuten fahren. Weitere hochkarätige Chancen ließen die Hausherren allerdings ungenutzt. Dass Wolfsburg bei seinen beiden Überzahlgelegenheiten (11.+19.) nichts aufs Münchner Tor bringen konnte, sprach da schon eine eindeutige Sprache.
Im Mitteldrittel nahm sich München nun etwas zurück und agierte fortan kontrollierter, blieb aber durch ihre Topstürmer weiter gefährlich. Für Wolfsburg ergaben sich nun endlich erste Chancen, von denen Rechs Pfostentreffer dem Anschlusstreffer am nächsten kam. Zu keinem Zeitpunkt gelang es den Gästen jedoch, das Spiel deutlich zu ihren Gunsten zu gestalten. Zwei weitere Unterzahlsituationen wurden allerdings sehr souverän von der Uhr genommen, so dass es mit der unveränderten Führung für Red Bull in die zweite Unterbrechung ging.
Im Schlussabschnitt wurde es dann tatsächlich noch einmal spannend, denn die Gastgeber nahmen nun einfach zu viele Strafen. Wolfsburg hatte den Druck auf das von Haukeland gehütete Tor endlich erhöhen können und kam zu einigen Möglichkeiten, die aber allesamt beim Münchner Torhüter landeten. Gerade beim Rebound fehlte den Gästen einfach das letzte bisschen Glück, um die Scheibe aus dem Gewühl über die Linie zu drücken. So spitzte sich die Partie immer mehr auf die Schlussphase zu, die mit einer Strafe gegen Daubner (56.) eingeläutet wurde. Die Grizzlys hatten gerade die Powerplayformation aufgebaut, da bewies Wolfsburgs Gaudet leider seine mangelnde Regelkenntnis. Er räumte den verlorenen Stock eines Gegenspielers aus dem Angriffsdrittel und wanderte dafür umgehend auf die Strafbank. Da wenig später Haukeland eine weitere Strafe wegen absichtlichem Verschieben des Tors kassierte (im x-ten Versuch), konnten die Grizzlys erneut Strahlmeier für einen weiteren Feldspieler eintauschen. Ohne Goalie und mit dem Mute der Verzweiflung setzten die Gäste ein letztes Mal den Kasten der Münchner unter Beschuss - doch es sollte einfach nicht sein. Mit 0:3 in der Serie schieden die Grizzlys im Halbfinale der diesjährigen Playoffs aus und gehen nun in die wohlverdiente Sommerpause. Vielleicht wird man den einen oder anderen aber dann doch bei der Nationalmannschaft wiedersehen - je nach Entscheidung des Bundestrainers.
Ebenfalls wiedersehen wird man Sebastian Furchner, der zum Shakehands ein letztes Mal aufs Eis zurückkehrte. Dann allerdings in seiner neuen Funktion im Management der Grizzlys, die auch weiterhin auf die Dienste ihres Vorzeigeprofis zählen können!
Wir sagen "Danke, für eine tolle Saison mit vielen mitreißenden Spielen" und freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison. Im Falle einer Saisonabschlussfeier sieht man sich ja sogar noch ein weiteres Mal!
 

1:0 Ehliz (Smith) 6.Min
2:0 Ortega (Ehliz - Smith) 6.Min