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Wolfsburg vergibt ersten Matchpuck

Etwas unglücklich unterliegen die Grizzlys in Spiel 3 der Serie dem Gast aus Bremerhaven mit 1:3. Besonders der Start in die Partie sollte den Gastgeber lange das Spiel vermiesen. Nach einer frühen Strafe gegen Mingoia (2.) kam das Powerplay der Gäste zum ersten Mal in der Serie aufs Scoreboard (4.), was den Verlauf der Begegnung lange prägen sollte. Andersens Treffer gab den Pinguinen nach zwei deutlichen Klatschen das nötige Selbstvertrauen, um defensiv wie offensiv sicherer zu agieren. Zwar gelang Wolfsburg durch Archibald noch vor der ersten Pause (12.) der Ausgleich, doch Fischtown wirkte trotz 16-5 Torschüssen gegen sich besser im Spiel als noch zuletzt. Zweimal wehrten sie mit gutem Penaltykill das Wolfsburger Überzahlspiel erfolgreich ab und kamen auch im zweiten Spielabschnitt einfach besser aus der Kabine. Dabei wirkten die Hausherren von über 3900 Zuschauern keineswegs zu zahm, leisteten sich nun aber immer wieder kleinere Fehler, die den REV brandgefährlich in Szene setzten. Ausgerechnet der bisher so starke Strahlmeier im Tor der Grizzlys machte mit eben einer solchen Unsicherheit den Weg für die erneute Führung (22.) der Gäste frei. Nachdem er einen Puck hinter seinem Tor nicht entschlossen genug klären konnte, leitete Vikingstad das Spielgerät zum nachrückenden Friesen weiter. Der vollstreckte eiskalt ins kurze Eck und ließ die Gästefans wieder vom nächsten Heimspiel träumen. Dass dieser Traum in Erfüllung ging, lag einerseits am starken Auftritt der Pinguin-Defensive, andererseits präsentierten sich die Grizzlys häufig zu verspielt, suchten oder fanden dabei oft nicht den Weg in den Slot der Nordlichter. Beide Teams ließen in den folgenden Minuten je ein Überzahlspiel ungenutzt und konnten sich auch sonst nicht gegen den gegnerischen Torhüter durchsetzen.
Im Schlussabschnitt beeindruckten die Gäste weiterhin mit einer sehr souveränen Verteidigungsarbeit und hielten Wolfsburg meist erfolgreich aus dem Bereich vor ihrem Tor fern. Ein Konter nach Puckeroberung durch Bruggisser endete mit dessen feinem Pass auf Top-Torjäger Urbas, der sich diese Chance im Duell mit Wolfsburgs Goalie nicht nehmen ließ (46.) und auf 1:3 erhöhte. Die Grizzlys warfen alles in die Waagschale, um noch einmal zurück in die Partie zu kommen, aber es blieb der Abend der unglücklichen Entscheidungen. Diesmal war es Toto Rech, der bei einem 2 auf 1 Konter den Puck nicht mehr zu Nebenmann DeSousa abspielte und lieber aus wenig aussichtsreicher Position sein Glück versuchte...und wie viele vor ihm an Franzreb im Tor des REV scheiterte.
Bereits drei Minuten vor dem Ende zogen die Gastgeber ihren Goalie für einen sechsten Stürmer und tatsächlich: Es wurde noch einmal richtig heiß in der Eisarena. Allerdings auf beiden Seiten der Spielfläche! Denn während die Grizzlys sich an der Pinguinabwehr und Franzreb wundspielten, hatten die Gäste gleich dreimal die Chance auf den Schuss ins leere Netz. Am Ende schlug der Puck in keinem der beiden Gehäuse ein weiteres Mal ein und die Serie ging somit wieder an die Küste!
Am kommenden Samstag können es die Grizzlys dann wieder besser machen und den Halbfinaleinzug doch noch fix machen. Dazu muss das Team von Mike Stewart allerdings dringend wieder 60 Minuten Konzentration an den Tag legen und natürlich zurück zum direkteren Spiel finden. Insgesamt fehlte in einigen Phasen des Spiels einfach der nötige Zug zum Tor und die Bereitschaft vor selbigem Prügel zu kassieren. Wolfsburg muss im Slot einfach wieder mehr Stress verbreiten, um zu seinen Toren zu kommen. Auf eigene Sonntagsschüsse und Dummheiten der Bremerhavener Mannschaft kann man in der Serie jetzt wohl nicht mehr hoffen...      


0:1 Andersen (McGinn - Friesen) 4.Min PP 5-4
1:1 Archibald (DeSousa - Murray) 12.Min
1:2 Friesen (Vikingstad) 22.Min
1:3 Urbas (Bruggisser) 46.Min