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Stark dezimierte Grizzlys scheitern an Red Bull

  • Geschrieben von Martin
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Wolfsburg unterliegt auch im dritten Spiel den gastgebenden Münchnern mit 2:0 und verliert die Serie glatt mit 0:3. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Jordan Murray stellten sich die Grizzlys mit nur noch vier Verteidigern der Aufgabe, das frühzeitige Aus im Halbfinale zu verhindern. Leider hatte sich das mit Bittner, Wurm, Furchner und Mingoia prall gefüllte Lazarett nicht verkleinert, die Sperre gegen Archibald galt indes noch für Spiel 3. Wolfsburg startete mutig in die Partie, musste allerdings bereits in der 6. Spielminute einen weiteren, doppelten Tiefschlag verkraften. Ehliz' Führungstreffer ließen die Gastgeber, praktisch vom Anspiel weg, das 2:0 durch Ortega folgen. Erneut war Ehliz entscheidend beteiligt gewesen, dessen Rebound von Ortega aus dem hohen Slot verwertet werden konnte. Die Grizzlys kamen kaum in die Partie und waren zudem gleich zweimal in Unterzahl gefordert. Beide Strafen gegen Festerling hatten zwar den Gastgebern keinen Ertrag gebracht, ließen sie aber weiter mit reichlich Oberwasser durch die ersten zwanzig Minuten fahren. Weitere hochkarätige Chancen ließen die Hausherren allerdings ungenutzt. Dass Wolfsburg bei seinen beiden Überzahlgelegenheiten (11.+19.) nichts aufs Münchner Tor bringen konnte, sprach da schon eine eindeutige Sprache.
Im Mitteldrittel nahm sich München nun etwas zurück und agierte fortan kontrollierter, blieb aber durch ihre Topstürmer weiter gefährlich. Für Wolfsburg ergaben sich nun endlich erste Chancen, von denen Rechs Pfostentreffer dem Anschlusstreffer am nächsten kam. Zu keinem Zeitpunkt gelang es den Gästen jedoch, das Spiel deutlich zu ihren Gunsten zu gestalten. Zwei weitere Unterzahlsituationen wurden allerdings sehr souverän von der Uhr genommen, so dass es mit der unveränderten Führung für Red Bull in die zweite Unterbrechung ging.
Im Schlussabschnitt wurde es dann tatsächlich noch einmal spannend, denn die Gastgeber nahmen nun einfach zu viele Strafen. Wolfsburg hatte den Druck auf das von Haukeland gehütete Tor endlich erhöhen können und kam zu einigen Möglichkeiten, die aber allesamt beim Münchner Torhüter landeten. Gerade beim Rebound fehlte den Gästen einfach das letzte bisschen Glück, um die Scheibe aus dem Gewühl über die Linie zu drücken. So spitzte sich die Partie immer mehr auf die Schlussphase zu, die mit einer Strafe gegen Daubner (56.) eingeläutet wurde. Die Grizzlys hatten gerade die Powerplayformation aufgebaut, da bewies Wolfsburgs Gaudet leider seine mangelnde Regelkenntnis. Er räumte den verlorenen Stock eines Gegenspielers aus dem Angriffsdrittel und wanderte dafür umgehend auf die Strafbank. Da wenig später Haukeland eine weitere Strafe wegen absichtlichem Verschieben des Tors kassierte (im x-ten Versuch), konnten die Grizzlys erneut Strahlmeier für einen weiteren Feldspieler eintauschen. Ohne Goalie und mit dem Mute der Verzweiflung setzten die Gäste ein letztes Mal den Kasten der Münchner unter Beschuss - doch es sollte einfach nicht sein. Mit 0:3 in der Serie schieden die Grizzlys im Halbfinale der diesjährigen Playoffs aus und gehen nun in die wohlverdiente Sommerpause. Vielleicht wird man den einen oder anderen aber dann doch bei der Nationalmannschaft wiedersehen - je nach Entscheidung des Bundestrainers.
Ebenfalls wiedersehen wird man Sebastian Furchner, der zum Shakehands ein letztes Mal aufs Eis zurückkehrte. Dann allerdings in seiner neuen Funktion im Management der Grizzlys, die auch weiterhin auf die Dienste ihres Vorzeigeprofis zählen können!
Wir sagen "Danke, für eine tolle Saison mit vielen mitreißenden Spielen" und freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison. Im Falle einer Saisonabschlussfeier sieht man sich ja sogar noch ein weiteres Mal!
 

1:0 Ehliz (Smith) 6.Min
2:0 Ortega (Ehliz - Smith) 6.Min

Stark verbesserte Grizzlys unterliegen München mit 2:3

  • Geschrieben von Martin
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Mit reichlich ausgedünntem Lineup machten sich die Grizzlys daran, die Serie nach dem verkorksten Auftakt auszugleichen. Vor über 3200 Zuschauern starteten die Gastgeber ohne Mingoia, Archibald, Furchner, Wurm, Reichel und Bittner zunächst etwas wackelig in die Partie. Nachdem beide Teams sich per Pfostentreffer beim gegnerischen Goalie angemeldet hatten, landeten die Hausherren mit zwei schnellen Toren die ersten Wirkungstreffer der Begegnung. Wolfsburg hatte die Gäste vor deren Gehäuse zunächst ordentlich in die Waschmaschine gesteckt, bevor DeSousa mit einem herrlichen Anspiel seinen frei stehenden Sturmkollegen Toto Rech in Szene setzten konnte (7.). Eine Minute später war es Phil Hungerecker, der seinen ersten Play-off-Einsatz mit dem 2:0 veredeln durfte. Bemerkenswert abgezockt ließ der Wolfsburger Stürmer seinen Gegenspieler im Stand aussteigen und zirkelte den Puck ins lange Eck. Die Grizzlys atmeten sichtbar auf und hatten endlich etwas Spielfluss in ihren Aktionen, brachten sich dann - Überraschung - mit einem eigenen Powerplay (ab 12.) irgendwie aus dem Takt. Es folgte eine Strafe gegen Wolfsburgs Gaudet (15.) und fünfzehn Sekunden später der Anschlusstreffer durch Ortega. In der Entstehung wirkte der Münchner Treffer dabei eher wie ein Ausschnitt aus einem alten Slapstick-Schinken, als wie aus einem professionellen Eishockeyspiel. Wolfsburgs Krupp war zum Block aus der Position geeilt und rannte dabei den bereits blockenden DeSousa über den Haufen. Die Münchner Stürmer nahmen den freiwerdenden Platz vor dem Gehäuse dankend in Anspruch und lochten ohne viele Umstände zum 2:1 ein. Wolfsburg geriet, wie aus Spiel 1 bekannt, ins Schwimmen, rettete das knappe Ergebnis jedoch in die Pause.
Im Mitteldrittel betrieben die Grizzlys dann leider wieder Eigensabotage vom Feinsten. Wieder verpuffte ein Überzahlspiel (ab 23.) ohne Schaden für die Gäste, dann stolperte Mallet im Vorwärtsgang über die eigenen Füße und leitete somit den schnellen Konter der Münchner ein. Smith schloss den zackig vorgetragenen Angriff zum Ausgleich (25.) für die Bullen ab - Wolfsburg war sichtbar geknickt. Die Grizzlys brauchten nun einige Minuten, um sich wieder in die Partie zu arbeiten und hatten dann tatsächlich wieder gefährliche Szenen vor dem Gehäuse von Haukeland. Das Tor fiel indes wieder auf der anderen Seite. Maximilian Kastner hatte einen Schuss von Abeltshauser (36.) unhaltbar abgefälscht und somit die Partie endgültig gedreht. Wieder ließen die Gastgeber in der Folgezeit ein Überzahlspiel ungenutzt und gingen mit einem Tor Rückstand in die Kabinen.
Wolfsburg schmiss nun alles nach vorne, schrammte dank leichtsinniger Abspiele im eigenen Drittel aber immer wieder am entscheidenden vierten Gegentreffer vorbei. Während zwei eigene Unterzahlspiele vorbildlich von der Uhr genommen werden konnten, gelang den Hausherren auch ohne Torhüter einfach kein weiterer Treffer. Rechs verdeckter Schuss hatte noch vor der dramatischen Schlussphase nur das Lattenkreuz getroffen, ansonsten verwaltete München den knappen Vorsprung meist recht souverän. Da die zweite Strafe (selten dämlich: Mallet) gegen Wolfsburg spät im Spiel verhängt worden war (55.), fiel der finale Sturmlauf der Grizzlys entsprechend kurz aus. Fast hätte es im letzten Moment noch in Sachen Verlängerung geklappt, doch die druckvoll agierenden Wolfsburger konnten die Rebounds vor Haukeland einfach nicht sauber verwerten.
Somit endete das Spiel mit dem 0:2 Rückstand in der Serie und der Frage: "War's das schon?"
Insgesamt konnten die Grizzlys ihren personellen Aderlass nicht gut kompensieren. Einzig Phil Hungerecker lieferte überzeugende Argumente für einen weiteren Einsatz, während vor allem Mallet mehr Schaden als Nutzen für die Wolfsburger anrichtete.
Der eher maue Auftritt der (gesprengten) Topreihe um Gaudet machte es dann noch schwieriger, die hochkarätig besetzten Gäste in Schach zu halten. Sollten am Sonntag nicht zumindest Mingoia und Bittner in den Kader zurückkehren, dürfte es für die Grizzlys sehr schwer werden, ihren Fans noch ein weiteres Heimspiel zu schenken...

1:0 Rech (DeSousa - Möser) 7.Min
2:0 Hungerecker (DeSousa - Murray) 8.Min
2:1 Ortega (Blum - Ehliz) 16.Min PP 5-4
2:2 Smith (Ehliz - Ortega) 25.Min
2:3 Kastner (Abeltshauser - Gogulla) 36.Min

Schwache Grizzlys ohne Chance in München

  • Geschrieben von Martin
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Mit einer schallenden 5:1 Klatsche aus dem ersten Spiel der Halbfinalserie kehren die Grizzlys zurück an die Aller. Nach einer von gegenseitigem Abtasten geprägten ersten Spielphase kamen die Hausherren durch Patrick Hager (13.) zum ersten Treffer der Partie. Dieses etwas glückliche erste Tor brachte den Bullen offenbar die nötige Extraportion Selbstbewusstsein und in der Folgezeit spielte nur noch München. Dass es am Ende der ersten zwanzig Minuten nur 2:0 stand, war aus Sicht der Gäste mehr als schmeichelhaft. Streets Direktabnahme (17.) in den Winkel war nur eine von vielen hundertprozentigen Chancen, die sich nun im Münchner Dauerdruck auftaten. Zweimal der Pfosten und einige schnelle Reaktionen des Wolfsburger Schlussmanns verhinderten ein frühes Debakel in diesem ersten Spiel der Best-of-Five Serie.
Doch auch die erste Pause sollte die komplett abwesend und kraftlos agierenden Wolfsburger nicht zurück in die Spur bringen. Den Grizzlys fehlte streckenweise jeglicher Zugriff auf das Spielgeschehen. Hatten die Gäste dann doch einmal die Gelegenheit offensiv in Erscheinung zu treten, kam kaum ein Pass sauber beim Nebenmann an bzw. München war meist einen Schritt schneller in den entscheidenden Zweikämpfen.
Erneut Hager im Powerplay (23.) und Abeltshauser mit einem abgefälschten Distanzschuss (36.) machten die Sache noch vor dem zweiten Pausentee klar. Von Wolfsburg waren bestenfalls Einzelaktionen durch Gaudet zu verzeichnen, Archibald meldete sich zudem in der 38.Min nach einer großen Strafe komplett vom Geschehen auf dem Eis ab.
München nutzte die Überzahl zum Beginn des Schlussabschnitts noch zum 5:0 durch Smith, dann hatte auch Grizzly-Goalie Strahlmeier Feierabend. Während Strahli hinter der Bande seine Maske büßen ließ, blieb Kollege Pickard im weiteren Verlauf der Partie ohne weiteren Gegentreffer. Vielleicht das einzig positive an diesem verkorksten Abend. Weniger positiv hatte sich der Ausfall Mingoia bemerkbar gemacht. Der in den Playoffs bisher überzeugende Luis Schinko rückte neben Gaudet und Machacek, doch die Reihe blieb, wie der Rest des Teams, ungewohnt blass.
Red Bull schaltete nun einige Gänge runter, ließ die vierte Reihe ein wenig Eiszeit sammeln und leistete sich noch die eine oder andere überflüssige Strafe. Bei doppelter Überzahl war es dann Murray (53.), der mit einem Schuss in den Winkel noch den Ehrentreffer besorgen konnte. Zuvor hatte Melchiori zweimal den One-Timer nicht versenken können. Deprimierend: Mehr als das eine Tor war beim besten Willen nicht drin und wäre auch nicht gerechtfertigt gewesen. Zu schwach und harmlos hatten die Gäste aus der Volkswagenstadt das Spiel über sich ergehen lassen. Einzig Archibald und Machacek hatten so etwas wie Körperspiel erahnen lassen, der Rest tat sich mit der nötigen Intensität reichlich schwer.
Ob Wolfsburg einfach zu müde war, oder ob das unglückliche erste Tor (Hager schoss Strahli von der Seite an den Schläger) so einen großen psychischen Effekt hatte - am Ende ist es egal. Wenn Wolfsburg gegen diesen starken Gegner irgendetwas zu melden haben möchte, müssen am Freitag wieder die Grizzlys auf dem Eis stehen. Das Team aus diesem Spiel wirkte weitgehend unbekannt... 
 

1:0 Hager (Varejcka - Redmond) 13.Min
2:0 Street (Parkes - Tiffels) 17.Min
3:0 Hager (Smith - Ortega) 23.Min PP 5-4
4:0 Abeltshauser (Hager) 36.Min
5:0 Smtih (Ortega - Blum) 42.Min PP 5-4
5:1 Murray (Enlund - Gaudet) 53.Min PP 5-3

Gaudet und Machacek schießen Grizzlys ins Halbfinale!

  • Geschrieben von Martin
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Was für ein Kraftakt! Im entscheidenden fünften Spiel gelingt den Grizzlys doch noch der dritte Sieg gegen Bremerhaven. 
Dank eines sehr konzentrierten und vor allem defensiv überragenden Auftritts sichert sich Wolfsburg das letzte Halbfinalticket und trifft dort nun auf Red Bull München. Wie schon in allen vier Spielen zuvor war es der Treffer zum 1:0, der die Richtung für den weiteren Spielverlauf vorgeben sollte. Zur Freude der Grizzlyfans unter den knapp 3600 Zuschauern war mit Tyler Gaudet es endlich wieder ein Wolfsburger, der als Erster den gegnerischen Goalie überwinden konnte. Trickreich ließ der Center der Grizzlys seinen Gegenspieler aussteigen (6.) und schob den Puck durch dessen Beine flach an Franzreb vorbei. Jubel und Erleichterung kannten bei den Wolfsburgern erst einmal keine Grenzen, denn: Jeder wusste um die Bedeutung dieses Tors. Dass es am Ende das einzige reguläre (mit Torhüter) bleiben sollte, grenzte angesichts des Spielverlaufs dann eher an ein Wunder.
Wolfsburg nahm den Schwung zunächst gut mit, kam wenig später auch durch das einzige Unterzahlspiel des ersten Drittels kaum aus dem Takt. Aggressiv, aber immer mit dem nötigen Augenmerk auf die Defensive setzten die Grizzlys den Gästen ordentlich zu. Zweimal Festerling und einmal DeSousa fanden jedoch wie so oft in Franzreb ihren Meister, die Pinguine setzten ihrerseits über die Topreihe erste Akzente vor dem Tor der Gastgeber. 
Wie schon in den letzten beiden Spielen zu beobachten, setzte der REV ab dem Mitteldrittel wieder stärker auf den eigenen Forecheck anstatt auf Konter zu lauern. Entsprechend mehrten sich nun die Chancen für die Gäste, die durch Verlic und Urbas immer wieder zu vorzeigbaren Gelegenheiten kamen. Auf der anderen Seite führte Wolfsburgs DeSousa sein Privatduell mit Pinguin-Goalie Franzreb fort - mit dem bereits gewohnten Ende. Gleich zweimal wurde es dann richtig kritisch für die Grizzlys. Nach einem krachenden Bandencheck an Phillip Bruggisser (32.) wanderte zunächst Wolfsburgs Murray auf die Strafbank, was den Gästen ihre nächste Überzahl bescherte. Doch die Grizzlys legten einen bärenstarken Auftritt gegen die um Jeglic dezimierte Powerplayformation der Pinguine hin und ließen dabei praktisch keinen nennenswerten Schuss auf das Gehäuse von Strahli zu. In der 37.Minute dann ein weiterer Schock für die Hausherren: Nach einem Hechtsprung im eigenen Abwehrdrittel wurde Wolfsburgs DeSousa von einem kreuzenden Gegenspieler unglücklich am Kopf getroffen und musste benommen in die Kabine. Die Grizzlys, die kurz zuvor durch Festerling fast den zweiten Treffer verbucht hatten, sammelten sich und gingen sogar mit einer Überzahl in die zweite Pause.
Zum Auftakt des Schlussabschnitts dann das große Durchatmen bei den Wolfsburger Fans. DeSousa kehrte aufs Eis zurück und konnte auch gleich bei der folgenden Abwehrschlacht eingreifen. Denn kaum waren die restlichen Sekunden des eigenen Powerplays abgelaufen (41.), durften sich die Gäste zum dritten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis versuchen. Kapitän Machacek saß derweil wegen Beinstellens in der Kühlbox, während seine Teamkollegen auch diese Situation äußerst bissig verteidigten. 
Bremerhaven blieb aber auch in der Folgezeit am Drücker und drängte mit aller Macht auf den Ausgleich. Wolfsburg verlegte sich aufs Verteidigen und hoffte auf Konter, kam durch Festerling, Murray und DeSousa zu weiteren ungenutzten Chancen. Am Ende sollte sich der Einsatz der Grizzlys auszahlen: Als Bremerhaven den Goalie für einen sechsten Feldspieler zog (59.), dauerte es exakt 10 Sekunden und Spencer Machacek verwandelte die Eisarena in ein Tollhaus! Nach Puckeroberung durch Bittner lupfte der Warrior, ganz sanft, das Spielgerät aus dem eigenen Drittel. Der Puck fand von dort aus sein Ziel und erlöste die Grizzlys schon knappe zwei Minuten vor dem Ende von der schlimmsten Nervosität. Fast wäre den Gästen noch der Anschluss gelungen, doch durch das Gewühl vor Strahlmeier gab es heute keinen Weg vorbei. Unter riesigem Jubel feierten Spieler und Fans den hart erkämpften Sieg und tankten noch einmal kräftig Endorphine für den weiteren Weg in den Playoffs!
Aber auch die zahlreich mitgereisten Fans von der Küste feierten ihr tapferes Team gebührend. Lange nach dem Schlusspfiff riefen die Pinguine ihr Team noch einmal zurück aufs Eis und zollten ihren Helden lautstark Tribut.
Für Wolfsburg geht es indes schon am Mittwoch nach München, wo der Puck zum ersten Halbfinalspiel eingeworfen wird. Ob die gastgebenden Bullen dann einen Vorteil aus ihrer längeren Regeneration (nur 4 Spiele gegen die DEG) ziehen können, bleibt abzuwarten. Auch in diesem Duell werden wohl Kleinigkeiten am Ende den Ausschlag geben. Die Zeiten, in denen München der alles überragende Favorit war, sind auf jeden Fall schon eine Weile her.  


1:0 Gaudet (Festerling - Schinko) 6.Min
2:0 Machacek (Bittner) 59.Min ENG

Katastrophenauftakt bringt Spiel 5

  • Geschrieben von Martin
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Fast hätten die Grizzlys ihre atemberaubend schlechte Anfangsphase noch repariert bekommen. Doch gegen die schnellen Treffer durch Uher (1.) und Verlic (4.) gelang ihnen lediglich der hart erkämpfte Ausgleich in der regulären Spielzeit. In der 92.Minute, also der zweiten Verlängerung, wurde dann mit Phillip Bruggisser ein alter Bekannter zum Matchwinner - dieses Mal allerdings für die Gegenseite. 
Wolfsburg war mit unverändertem Personal in diese vierte Begegnung gestartet und das geriet auch umgehend unter die Räder. Nach gerade einmal 18 Sekunden staubte Uher nach einer 2 auf 1 Situation zur frühen Führung für die Pinguine ab. Beim REV griff zunächst jedes Rädchen ins andere und so hieß nach dem nächsten Konter (4.) sogar 2:0. Der Treffer war fast eine Kopie des ersten, denn wieder nutzte der nachgerückte Nebenmann den Rebound zum Torerfolg. Wolfsburg brauchte einige Minuten, um sich zu sammeln, kam nach Archibalds schnellem Anschlusstreffer (6.) dann aber besser ins Spiel.
Zwar störte das erste Unterzahlspiel (ab 14.) den neuen Schwung der Grizzlys empfindlich, insgesamt ging es für die Gäste trotzdem gefestigt in die erste Unterbrechung. Die Schlussminuten hatten eindeutig Wolfsburg gehört.
Genau so kamen die Grizzlys auch wieder aus den Kabinen und setzten die Hausherren teils sehenswert unter Druck. Großer Minuspunkt auf Seiten der Gäste blieb allerdings weiter die Effizienz, vor allem im Powerplay. Gleich zweimal durfte Wolfsburg sich in Überzahl versuchen, konnte den Puck aber nicht am erneut glänzend aufgelegten Franzreb vorbeibringen. Besonders Wolfsburgs DeSousa und der Bremerhavener Goalie lieferten sich dabei ein Privatduell, das der Keeper der Gastgeber am Ende eindeutig für sich entscheiden konnte. In der 37.Minute war es dann aber soweit: Nach energischer Puckeroberung zog Archibald unwiderstehlich in Richtung Gästetor und legte für den nachgerückten Fauser mustergültig auf. Fausers Treffer durch die Schoner von Franzreb sollte für lange Zeit der letzte Treffer in dieser extrem spannenden Partie bleiben.
Im Schlussabschnitt gaben die Pinguine ihre bis dahin eher auf Konter ausgelegte Spielweise auf und setzten nun vermehrt auf den eigenen Forecheck. Strahlmeier rückte nun wieder mehr und mehr in den Mittelpunkt des Geschehens, konnte seine Kiste aber bis zur Schlusssirene sauber halten. Auf der anderen Seite hatten die Grizzlys Pech, denn Murrays abgefälschter Schuss fand lediglich den Pfosten des Pinguingehäuses. Eine Wolfsburger Führung sollte es auch in diesem Spiel einfach nicht geben.
Die Verlängerung, im 20 Minutenformat und mit 5 gegen 5 gespielt, startete mit rund 80 Sekunden verbliebener Überzahl für die Gäste. Doch auch der insgesamt vierte Versuch der Wolfsburger Powerplayformationen sollte zu keinem erfreulichen Ergebnis führen. Im Gegenteil. Direkt im Anschluss musste Murray Kopf und Kragen riskieren, um den einschussbereiten Urbas am Abschluss zu hindern. Es entwickelte sich ein nervenaufreibendes Hin und Her, bei dem erneut DeSousa und Murray die größten Wolfsburger Chancen im Fanghandschuh versenkten.
Das glücklichere Ende sollte den Pinguinen beschieden sein, die durch Bruggissers Distanzschuss in der 92.Spielminute das entscheidende 3:2 verbuchen konnten. Besonders frustrierend: Bruggissers Schuss wäre deutlich neben dem Wolfsburger Kasten gelandet, traf aber Gaudet am Schlittschuh und landete unhaltbar in den Maschen des Gästetors!
Am kommenden Montag folgt nun der finale Showdown in Spiel 5. Vor heimischer Kulisse wollen die Grizzlys dann den Traum vom ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte am Leben halten und nach Möglichkeit an die Leistungen aus den ersten beiden Spielen anknüpfen. Betrachtet man den bisherigen Verlauf der Spiele, so sollte vor allem einmal wieder das erste Tor gelingen. Wer 1:0 führte, gewann die bisherigen Partien dann auch - im Fall von Wolfsburg sogar deutlich.
 

1:0 Uher (Vikingstad) 1.Min
2:0 Verlic (McGinn - Urbas) 4.Min
2:1 Archibald (Pfohl - Fauser) 7.Min
2:2 Fauser (Archibald) 37.Min
3:2 Bruggisser (McGinn - Urbas) 92.Min

Wolfsburg vergibt ersten Matchpuck

  • Geschrieben von Martin
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Etwas unglücklich unterliegen die Grizzlys in Spiel 3 der Serie dem Gast aus Bremerhaven mit 1:3. Besonders der Start in die Partie sollte den Gastgeber lange das Spiel vermiesen. Nach einer frühen Strafe gegen Mingoia (2.) kam das Powerplay der Gäste zum ersten Mal in der Serie aufs Scoreboard (4.), was den Verlauf der Begegnung lange prägen sollte. Andersens Treffer gab den Pinguinen nach zwei deutlichen Klatschen das nötige Selbstvertrauen, um defensiv wie offensiv sicherer zu agieren. Zwar gelang Wolfsburg durch Archibald noch vor der ersten Pause (12.) der Ausgleich, doch Fischtown wirkte trotz 16-5 Torschüssen gegen sich besser im Spiel als noch zuletzt. Zweimal wehrten sie mit gutem Penaltykill das Wolfsburger Überzahlspiel erfolgreich ab und kamen auch im zweiten Spielabschnitt einfach besser aus der Kabine. Dabei wirkten die Hausherren von über 3900 Zuschauern keineswegs zu zahm, leisteten sich nun aber immer wieder kleinere Fehler, die den REV brandgefährlich in Szene setzten. Ausgerechnet der bisher so starke Strahlmeier im Tor der Grizzlys machte mit eben einer solchen Unsicherheit den Weg für die erneute Führung (22.) der Gäste frei. Nachdem er einen Puck hinter seinem Tor nicht entschlossen genug klären konnte, leitete Vikingstad das Spielgerät zum nachrückenden Friesen weiter. Der vollstreckte eiskalt ins kurze Eck und ließ die Gästefans wieder vom nächsten Heimspiel träumen. Dass dieser Traum in Erfüllung ging, lag einerseits am starken Auftritt der Pinguin-Defensive, andererseits präsentierten sich die Grizzlys häufig zu verspielt, suchten oder fanden dabei oft nicht den Weg in den Slot der Nordlichter. Beide Teams ließen in den folgenden Minuten je ein Überzahlspiel ungenutzt und konnten sich auch sonst nicht gegen den gegnerischen Torhüter durchsetzen.
Im Schlussabschnitt beeindruckten die Gäste weiterhin mit einer sehr souveränen Verteidigungsarbeit und hielten Wolfsburg meist erfolgreich aus dem Bereich vor ihrem Tor fern. Ein Konter nach Puckeroberung durch Bruggisser endete mit dessen feinem Pass auf Top-Torjäger Urbas, der sich diese Chance im Duell mit Wolfsburgs Goalie nicht nehmen ließ (46.) und auf 1:3 erhöhte. Die Grizzlys warfen alles in die Waagschale, um noch einmal zurück in die Partie zu kommen, aber es blieb der Abend der unglücklichen Entscheidungen. Diesmal war es Toto Rech, der bei einem 2 auf 1 Konter den Puck nicht mehr zu Nebenmann DeSousa abspielte und lieber aus wenig aussichtsreicher Position sein Glück versuchte...und wie viele vor ihm an Franzreb im Tor des REV scheiterte.
Bereits drei Minuten vor dem Ende zogen die Gastgeber ihren Goalie für einen sechsten Stürmer und tatsächlich: Es wurde noch einmal richtig heiß in der Eisarena. Allerdings auf beiden Seiten der Spielfläche! Denn während die Grizzlys sich an der Pinguinabwehr und Franzreb wundspielten, hatten die Gäste gleich dreimal die Chance auf den Schuss ins leere Netz. Am Ende schlug der Puck in keinem der beiden Gehäuse ein weiteres Mal ein und die Serie ging somit wieder an die Küste!
Am kommenden Samstag können es die Grizzlys dann wieder besser machen und den Halbfinaleinzug doch noch fix machen. Dazu muss das Team von Mike Stewart allerdings dringend wieder 60 Minuten Konzentration an den Tag legen und natürlich zurück zum direkteren Spiel finden. Insgesamt fehlte in einigen Phasen des Spiels einfach der nötige Zug zum Tor und die Bereitschaft vor selbigem Prügel zu kassieren. Wolfsburg muss im Slot einfach wieder mehr Stress verbreiten, um zu seinen Toren zu kommen. Auf eigene Sonntagsschüsse und Dummheiten der Bremerhavener Mannschaft kann man in der Serie jetzt wohl nicht mehr hoffen...      


0:1 Andersen (McGinn - Friesen) 4.Min PP 5-4
1:1 Archibald (DeSousa - Murray) 12.Min
1:2 Friesen (Vikingstad) 22.Min
1:3 Urbas (Bruggisser) 46.Min

Zweiter Sieg im Viertelfinale - Grizzlys weiter bärenstark!

  • Geschrieben von Martin
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Das Team von Mike Stewart bleibt weiter im Power-Modus! Mit einem deutlichen 2:6 Auswärtssieg beim REV sorgten die Grizzlys beim mit über 350 Fans mitgereisten Anhang für reichlich gute Laune und führen in der Serie nun mit 2:0.
Während bei Wolfsburg Fabio Pfohl und Armin Wurm für den verletzten Kapitän Furchner und Janik Möser in die Aufstellung rückten, mussten die Gastgeber mit Ziga Jeglic auf ihren Topscorer verzichten.
Bremerhaven startete erwartet druckvoll in die Partie, konnte die energisch dagegenhaltenden Gäste aber nur selten in Bedrängnis bringen. Auch das gefürchtete Überzahlspiel der Pinguine kam ohne seinen Lenker nicht wirklich in Schwung (ab 8.), was die eher defensiv orientierten Grizzlys im Anschluss wieder angriffslustiger agieren ließ. Ein Stockbruch der Gäste an der Wolfsburger blauen Linie leitete dann den ersten Treffer des Abends ein: Toto Rech schnappte sich das freiliegende Spielgerät und scheiterte zunächst noch an Maxwell. Die mitgelaufenen Festerling und Mingoia erkämpften jedoch die zweite Chance (10.) für den französischen Torjäger der Grizzlys, der zur verdienten 0:1 Führung vollstrecken konnte. Das sich nun aufbauende Momentum für die Gäste erhielt keine zwei Minuten später allerdings den ersten Dämpfer. Mauermanns Abschluss aus der Drehung (12.) fand glücklich den Weg am erneut hervorragend aufgelegten Strahlmeier vorbei - der Puck prallte vom Pfosten an den Arm des Wolfsburger Goalies und von dort ins Tor. Sichtbar verärgert drängten die Gäste auf die erneute Führung, doch bis dahin schien es ein ganz anderes Spiel als noch am Sonntag zu werden.
Nach der ersten Pausen erwischten die Hausherren den klar besseren Start und durften ab der 24.Minute erneut im Powerplay ran. Die beste Chance auf einen weiteren Treffer hatte mit Tyler Gaudet jedoch ein Akteur der Unterzahl-Einheit.
Dass der Abend sich doch noch in Richtung letzte Begegnung entwickelte, lag schließlich an zwei Umständen: Dem deutlich verbesserten Überzahlspiel der Gäste und der mangelnden Disziplin von Tye McGinn in Diensten der Pinguine. Nach DeSousas 2:1 in Überzahl (34.) kehrten die Spieler zum Anspiel an den Mittelkreis zurück. Dann brannten bei McGinn die Sicherungen durch. Den Auftakt bildete ein Stockcheck gegen Nebenmann Pfohl, dann stellte Youngster Schinko den Übeltäter zur Rede und bezog ordentlich Schläge vom völlig überdrehten McGinn. Offenbar knabberte der kanadische Stürmer noch an einer harten Rechten, die er von seinem Landsmann DeSousa einige Minuten zuvor kassiert hatte. Dass DeSousa daraufhin alleine auf die Strafbank musste, hatte den Heißsporn offenbar nicht besänftigen können.
Dank der verhängten 5-Minuten Strafe und einer weiteren Strafe (35.) gegen Maxwell spielten die Grizzlys zwei Minuten in doppelter Überzahl. Fast wäre es nichts mit der Vorentscheidung geworden, denn gleich zweimal zauberte Gästegoalie die Scheibe noch aus dem Tor, machte seine eigene Dummheit dabei fast wieder wett. Doch kurz vor Ablauf der 2-Minuten-Strafe schlug es dann doch noch im Bremerhavener Gehäuse ein. Melchioris Direktabnahme aus der Distanz (37.) brachte das unhaltbare 1:3 und läutete den Untergang der Gastgeber ein. Noch vor der zweiten Pause ließen die Grizzlys das 1:4 durch Archibald folgen, der einen No-Look-Pass von Desousa im Slot vollstrecken konnte. 
Sehr zum Leidwesen von Thomas Popiesch und den Anhängern der Pinguine sollte es nach der Unterbrechung genau so weitergehen! Kaum war das Spiel wieder angepfiffen (41.), da zappelte der Puck schon wieder im Netz der Hausherren. Gaudets Treffer saugte förmlich die Kraft aus den gegnerischen Reihen. Als Dominik Bittner von der Blauen schließlich das 1:6 besorgte (45.), verlor auch der sonst so gefasste Bremerhavener Coach die Geduld mit seinem Team und rief seine Männer lautstark zur Ordnung. Kontrolliert spielten die Grizzlys die Minuten von der Uhr, Bremerhaven nutzte die reduzierte Drehzahl der Gäste noch zur Ergebniskosmetik. Friesens schön herausgespieltes 2:6 sollte das letzte Tor der Partie (52.) bleiben, niemand auf oder neben dem Eis glaubte noch ernsthaft an eine Wende.
Auch im folgenden Interview mit dem REV-Kapitän merkte man deutlich, dass diese beiden Spiele erste Spuren beim Team von der Küste hinterlassen haben. Der sonst so smarte Moore wirkte reichlich konfus und konnte sich kaum zu einer optimistischen Äußerung bezüglich der Serie überreden lassen.
Diesen Eindruck gilt es für die Grizzlys nun am Gründonnerstag noch einmal zu vertiefen, wenn es mit dem Halbfinal-Einzug und jeder Menge gesparter Energie klappen soll.
     

0:1 Rech (Mingoia - Festerling) 10.Min
1:1 Mauermann (Wejse - Krogsgaard) 12.Min
1:2 DeSousa (Rech - Fauser) 34.Min PP 5-4
1:3 Melchiori (Rech - Festerling) 37.Min PP 5-3
1:4 Archibald (DeSousa - Bittner) 39.Min
1:5 Gaudet (Mingoia - Melchiori) 41.Min
1:6 Bittner (DeSousa - Rech) 45.Min
2:6 Friesen (Vikingstad - Bruggisser) 52.Min

Starker 5:0 Auftakt gegen Bremerhaven - große Sorge um Furchi

  • Geschrieben von Martin
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Für die Grizzlys hätte es der perfekte Auftakt in die Serie sein können: Druckvoll und effizient präsentierten sich die Hausherren den über 3500 Zuschauern in der Eisarena, die zur Feier der "geilsten Zeit des Jahres" mit beeindruckenden Grizzly-Folien im Eingangsbereich hergerichtet worden war. Bis weit ins letzte Drittel lief es für die Gastgeber dabei in Sachen Spielgestaltung vorzüglich, aber dann nahte diese bittere 51.Minute. Im Wettlauf um einen Weitschuss seines Teams wurde Kapitän Furchner vom Ex-Grizzly Bruggisser seitlich abgeräumt und schlug als Folge ausgesprochen unglücklich in der Bande ein. Sofort waren Spieler beider Teams und das medizinische Personal beim Wolfsburger Sympathieträger, der nach dieser Saison in den wohlverdienten Ruhestand gehen möchte. Furchner war zunächst nicht ansprechbar und wurde umgehend ins Wolfsburger Krankenhaus transportiert. Mittlerweile gibt es zum Glück erste Entwarnung: Der Kapitän ist bei Bewusstsein und kann sich bewegen! Wir wünschen ihm, wie alle Eishockeyfans, alles Gute und drücken die Daumen für einen glimpflichen Ausgang.
Das Spiel, das beim Stand von 4:0 eigentlich bereits entschieden war, sah in der anschließenden Wolfsburger Überzahl mit Archibalds 5:0 noch ein weiteres Highlight (52.). Das weitere Geschehen war aber vor allem von Härte und dem Austausch von "Denkanstößen" geprägt. Wolfsburg verteidigte seine Unterzahlsituationen bis zum Schlusspfiff vorbildlich, Bremerhaven schwächte sich mit zu vielen Spielern auf dem Eis. Es blieb beim, auch in der Höhe verdienten Sieg für die Grizzlys.
Wolfsburg war mit Strahlmeier im Tor und Rech im Sturm auf zwei Positionen verändert in den nächsten Schlagabtausch mit den Pinguinen gegangen. In Sachen Reihenzusammenstellung war lediglich die Paradereihe um Gaudet unverändert geblieben, ansonsten versuchte es Coach Stewart mit neuen Variationen.
Und schon zu Beginn merkte man, dass Trainer und Team ihre Konsequenzen aus dem letzten Spieltag gezogen hatten. Während die Gäste am Ende der ersten zwanzig Minuten lediglich einen abgefälschten Schuss und einen vergebenen One-Timer durch Verlic vorzuweisen hatten, rollte der offensive Grizzly-Express fast durchgängig in Richtung Franzreb.
In der 9.Minute war es schließlich der wie entfesselt aufspielende DeSousa, der mit seinem energischen Nachsetzen zum 1:0 den Torreigen der Grizzlys eröffnete. Keine anderthalb Minuten später befreiten sich die Hausherren, mal wieder, zielgenau aus der eigenen Zone. Der Puck landete beim nachrückenden Krupp, der das Spielgerät per Alleingang in den Winkel schweißte (11.). Die Halle lupfte kurz ihr Dach im Jubelorkan der Grizzlyfans, die ihr Team in Bestform bewundern durften. 
Bremerhaven ließ im einzigen Überzahlspiel des ersten Drittels (ab 14.) zwar seine Klasse aufblitzen, doch Wolfsburg blockte einfach alles weg. Allen voran Topscorer DeSousa, dem in Unterzahlspielen offenbar eine zusätzliche Energiequelle zur Verfügung steht. Überhaupt hatten die Gäste in den ersten zwanzig Minuten der Wolfsburger Power einfach nicht genug entgegenzusetzen. Das sollte sich im Mittelabschnitt vorübergehend ändern!
Pech für die Gäste, dass dieser Phase erst einmal das 3:0 durch Trevor Mingoia (27.) vorangehen musste. Danach ließ Wolfsburg es zusehends lockerer angehen und verdaddelte direkt im Anschluss die kompletten zwei Minuten einer Überzahl.
Dass es nun keine Aufholjagd der Pinguine zu Bestaunen gab, lag vor allem am gut aufgelegten Strahlmeier und am stark verbesserten Penaltykill der Grizzlys. So ging das gefürchtete Powerplay der Gäste zum dritten Mal leer aus und die Pinguine reichlich angesäuert in die zweite Unterbrechung.
Bremerhaven drängte zum Auftakt des Schlussdrittels zunächst stark auf den ersten Treffer in der Serie, während Wolfsburg sich eher um Spielkontrolle bemühte. Als sich Wolfsburgs Topreihe dann zum 4:0 durch Mingoia (47.) zauberte, flogen auf Seiten der Gäste offenbar die ersten Sicherungen raus. Kurze Zeit später hielt es zunächst Pinguin Wejse für klug, sich mit Spencer Machacek in einen Faustkampf zu begeben. In einem erstaunlich langen Fight kassierte der Deutschdäne dann reichlich Backenfutter und durfte sich natürlich auch als erster aufs Eis legen. So weit, so lustig.
Das übermotivierte, aber keinesfalls bösartige Einsteigen von Bruggisser beendete dann diese völlig überdreht wirkende Phase des Spiels auf maximal unangenehme Weise. Immer noch recht aggressiv, aber mit dem nötigen Rest an Rücksicht ging es dann in die letzten Minuten der Partie, die neben Archibalds Powerplaytreffer den Shut-out für Strahli bringen sollten. 
Schon am Dienstag geht es nun an der Küste in die zweite Runde dieser Auseinandersetzung, die sicherlich wesentlich enger ausfallen wird als die heutige Partie!

1:0 DeSousa (Enlund - Murray) 9.Min
2:0 Krupp (Archibald - Button) 11.Min
3:0 Mingoia (Gaudet) 27.Min
4:0 Mingoia (Machacek - Gaudet) 47.Min
5:0 Archibald (DeSousa - Button) 52.Min PP 5-4



Wolfsburg verliert auch gegen Bremerhaven mit 1:4

  • Geschrieben von Martin
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Die Grizzlys beenden die Hauptrunde mit einer weiteren Niederlage und treffen nun im Viertelfinale erneut auf den heutigen Gast. Wie schon gegen Mannheim zu beobachten, klemmte es bei den Niedersachsen vor allem in der Offensive inklusive Powerplay. Vor allem das erste Drittel erinnerte stark an das Spiel in der Kurpfalz, wo es der EHC trotz spielerischer Überlegenheit und gutem Forecheck nicht aufs Scoreboard geschafft hatte. Außer einer guten Einschussgelegenheit kurz vor Ende des ersten Drittels kamen die Hausherren kaum zu gefährlichen Szenen vor Bremerhavens Franzreb, der nach zwei Shut-outs in Folge wieder in der Startformation der Nordlichter zu finden war. Ein anderes Bild bot sich auf der Gegenseite: Entgegen den Erwartungen befand sich Nr.1-Goalie Strahlmeier nicht einmal im Line-up und beobachtete das Geschehen von der Tribüne aus. Fragen nach den Gründen blieben von Vereinsseite aus unbeantwortet. Für ihn stand Chet Pickard zwischen den Pfosten, als Backup nahm Jared Coreau auf der Bank Platz - die zusätzliche Ausländerlizenz hierfür beförderte mit Toto Rech einen weiteren Stürmer aus dem Kader. Da fehlten allerdings mit Pfohl, Mallet, Reichel und Nijenhuis (beide in Diensten der Scorpions) bereits vier Akteure!  
Kaum war das bis dahin hart und schnell geführte Spiel wieder angepfiffen, da stand es auch schon 0:1 für die Gäste.
Mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie (21.) hatte Krogsgaard den Wolfsburger Goalie völlig ohne Sicht erwischt.
Wolfsburgs wütenden Bemühungen fanden in der 26.Minute dann ein jähes Ende: Noch während eine (reichlich dämliche) Strafe gegen Schinko wegen Behinderung vor dem gegnerischen Tor angezeigt war, konnte Kollege Enlund den Bremerhavener Konter nur per Foul entscheidend stören. Beim folgende 5 gegen 3 ließ sich das drittbeste Powerplay der Liga nicht lange bitten und netzte schon nach 29 Sekunden durch McGinn das zweite Mal (27.) ein. Mit etwas Glück und viel Einsatz überstanden die Hausherren die andauernde Drangphase der Gäste und kamen, doch etwas überraschend, durch Tyler Gaudet zum 1:2 Anschluss! Doch die Freude über den Treffer (32.) währte nicht allzu lange. Mauermann stellte drei Minuten später den alten Abstand wieder her, kurz zuvor hatte erneut Mingoia den Ausgleich für die Grizzlys auf der Kelle gehabt.
Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Fischtown hielt die eigene Zone souverän dicht, den Grizzlys fiel nicht allzu viel ein. Wenn es mal gefährlich wurde, dann meistens durch die Paradereihe um Tyler Gaudet, die restlichen Reihen blieben komplett ineffektiv. Kinders Schuss ins leere Tor (59.) setzte dem verkorksten Spiel schließlich die Krone auf.
Bleibt festzuhalten, dass die Grizzlys sich mit dieser Niederlage auf den ersten Blick ein riesen Ei ins eigene Nest gelegt haben. Als eines der Teams mit den meisten Strafen in der ganzen Liga sich einen Gegner mit exzellentem Powerplay anzulachen, ist alles andere als geschickt. Zudem hat man momentan lediglich eine funktionierende Offensivreihe und kein nennenswertes Überzahlspiel vorzuweisen. Jede Menge Arbeit für Mike Stewart und sein Team also, um am Sonntag den Start in die Serie etwas freundlicher zu gestalten!
 

0:1 Krogsgaard (Jeglic - Verlic) 21.Min
0:2 McGinn (Jeglic - Urbas) 27.Min PP 5-3
1:2 Gaudet (Murray - Möser) 32.Min
1:3 Mauermann (Wejse - Andersen) 35.Min
1:4 Kinder (Mauermann - Krogsgaard) 59.Min ENG

Starke Grizzlys unterliegen 4:1 in Mannheim

  • Geschrieben von Martin
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In einer hart umkämpften Partie versäumten es die Gäste aus Wolfsburg zunächst, aus ihrer klaren Überlegenheit Tore zu machen. Erst gegen Mitte des Auftaktdrittels brachten die Adler ihren ersten Schuss auf das von Dustin Strahlmeier gehütete Gästetor zustande. Wie so oft, wenn ein Team trotz Dauerdruck den Puck einfach nicht versenken kann, gingen die Gastgeber gleich mit ihrem zweiten Schuss (12.) mit 1:0 in Führung. Der Treffer von Korbinian Holzer gab den Adler sichtbar das Quäntchen Extra-Energie, die umgehend in viel Defensivarbeit investiert werden musste. Entgegen allen Bemühungen der weiter dominant agierenden Grizzlys führte bis zur ersten Sirene kein Weg am gut aufgelegten Endras vorbei. Mit 3 zu 15 Schüssen, aber 1:0 Toren ging es somit in die erste Pause. 
Der Mittelabschnitt sollte sich vom ersten Drittel insofern unterscheiden, dass Mannheim nun gleichwertig auftrat. Begünstigt durch eine frühe Strafe gegen Wolfsburg (22.) fand das Team von Gross-Nachfolger Bill Stewart wesentlich besser ins Spiel und überzeugte durch intensive Zweikämpfe und brandgefährliche Konter. Einen zweiten Treffer gab es für die rund 8300 Fans der Adler jedoch vorerst nicht zu bejubeln - nicht zuletzt aufgrund eines überragenden Strahlmeiers im Tor der Gäste, der mit seinem Monstersave (26.) gegen Wohlgemuth ein dickes Ausrufezeichen setzten konnte. In der 35. Spielminute machten es die Grizzlys dann ihrem Kontrahenten nach und scorten aus der Halbdistanz. Der seit Wochen überragende Tyler Gaudet hatte das Spielgerät ansatzlos im Winkel des Mannheimer Gehäuses versenkt und im Anschluss den hochverdienten Ausgleich mit seinen Mannschaftskollegen sichtbar erleichtert gefeiert. Doch Effizienz, besonders im Powerplay, wollte sich weiterhin gegen energisch verteidigende Adler nicht einstellen. Während Wolfsburg die in homöopathischen Dosen verteilten Strafen (eine pro Drittel) gegen die Gastgeber einfach nicht zu nutzen wusste, brach im Schlussabschnitt eine wahre Flut von Strafen über die Grizzlys herein. Ärgerlich, denn die Begegnung war bis dahin hart, schnell, aber vor allem recht fair abgelaufen.
Krupp (51.), Enlund (52.) und Melchiori (53.) wanderten im Minutentakt in die Kühlbox. Mannheim bedankte sich binnen 13 Sekunden (53.) für die lustige Regelauslegung der Referees mit dem 2:1 durch Iskhakov und dem 3:1 durch Rendulic - die Partie fand ein jähes Ende. Von dieser seltsamen Phase erholten sich die Gäste zu keinem Zeitpunkt mehr. Selbst Gaudet ließ sich von der allgemeinen Enttäuschung und Konfusion anstecken und spielte bei 6 gegen 5 einen derart blinden Querpass an der blauen Linie, dass Plachta den Puck schon fast lässig abfangen konnte...und in Ruhe quer über die Eisfläche zum 4:1 einnetzen konnte. Strahlmeier kehrte in sein Gehäuse zurück, Wolfsburg holte sich noch zwei Strafen plus 10er Diszi gegen Archibald ab und verließ das Eis mit hängenden Köpfen.
Man kann Wolfsburgs Coach in der Rückschau eigentlich nur Recht geben: Schade, dass ein von beiden Seiten so beherzt und konzentriert geführtes Spiel auf diese Weise entschieden wurde. Wie fast immer, wenn in dieser Saison der Name Rantala auf dem Spielberichtsbogen auftaucht, weiß man: Es wird ärgerlich. Erst wandert statt Krupp der unbeteiligte Button auf die Strafbank, dann übersieht das Duo den hohen Stock mit Verletzungsfolge von Jordan Murray, pfeift in der Crunch-Time aber komplettes Eisballett mit dem Höhepunkt der Strafe gegen Jonas Enlund, die Wolfsburg eindeutig auf die Verliererstraße bringt. Zweimal am Knie des Gegners anklopfen ist jetzt also Stockschlag - liebe Ligenleitung: Sperren, den Mann. Wenn nicht Fans und sportlich Aktiven zuliebe, dann zum Schutz des in dieser Saison völlig neben sich stehenden Finnen selbst.
So müssen die Grizzlys nun im abschließenden Spiel gegen Bremerhaven die vollen drei Punkte einfahren, wenn sie den 2.Platz über die Ziellinie retten wollen. Auf einen Punktverlust der derzeit bockstarken Münchner gegen Iserlohn, sollte man da wohl besser nicht spekulieren. Verliert Wolfsburg gegen die Nordlichter, ist die Wahrscheinlichkeit übrigens recht hoch, dass man sich im Viertelfinale gleich erneut gegenübersteht! 
Überzahl und Torausbeute müssen dann allerdings deutlich überzeugender ausfallen, denn Bremerhavens Special-Teams gehören zum Besten, was die Liga zu bieten hat.


0:1 Holzer (Szwarz - Plachta) 12.Min
1:1 Gaudet (Machacek - Mingoia) 35.Min
2:1 Iskhakov (Desjardins - Lehtivuori) 53.Min PP 5-3
3:1 Rendulic (Melart - Dawes) 53.Min PP 5-3
4:1 Plachta 58.Min ENG

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