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Nächste Top-Leistung bringt drei Punkte

  • Geschrieben von Martin
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Die Grizzlys sind im Play-off Modus! Neben drei wichtigen Punkten gegen Augsburg feierten die Gäste auch die ersten DEL-Treffer von gleich zwei Akteuren, die sonst nicht für ihre Torgefährlichkeit bekannt sind. Jan Nijenhuis erzielte die frühe Führung (3.) für Wolfsburg, Julian Melchiori entschied mit seiner Premiere im Schlussabschnitt (47.) die Partie.
Da hatten die Grizzlys den verzweifelt wirkenden Panthern auch schon den Zahn gezogen und den Sieg praktisch in der Tasche. Warum das schon so früh der Fall war, hatte sich bereits im ersten Drittel abgezeichnet: Die Gäste aus Niedersachsen hatten die bittere Niederlage in München offenbar gut verdaut und knüpften nahtlos an den begeisternden Auftritt gegen den Brauseclub an. Der deutlichste Unterschied zu den Grizzlys der letzten Monate war dabei weiterhin gut zu beobachten, denn der Forecheck blieb auch gegen Augsburg eine enorm scharfe Waffe. Immer wieder mussten die Gastgeber Extrarunden in ihrem Drittel drehen, immer wieder ging der Puck an die Grizzlys, die ansonsten wie von Geisterhand wieder in voller Stärke an der eigenen blauen Linie auftauchten. Die gelungene Balance zwischen Defensive und Offensive brachte Wolfsburg deutliche Spielvorteile und noch vor der ersten Sirene das 0:2. Mathis Olimb veredelte eine robuste Vorarbeit seines Reihenkollegen Machacek (18.) und passte den Spielstand dem Kräfteverhältnis auf dem Eis an.
Im Mittelabschnitt flammte das alte Leiden der mangelnden Chancenverwertung zwar noch einmal auf, aber vor allem ließ Wolfsburg die Gastgeber nun auch wieder etwas mitspielen. Ein überragend agierender Strahlmeier sorgte allerdings dafür, dass den Panthern die ungewohnten Freiheiten nicht zu Kopf stiegen, indem er alles entschärfte, was seinen Vorderleuten durchschlüpfte. Besonders als die Grizzlys die letzten Minuten des Drittels ohne Machacek auskommen mussten (ließ sich die Hand in der Kabine nähen), wuchs der Druck der Augsburger bedrohlich an.
Kurios: Eishockey-Grobmotoriker Hafenrichter hatte in der 27.Minute Wolfsburgs Olimb mit einem hohen Stock einen Zahn abgebrochen, durfte aber entgegen den Regularien schon nach zwei Minuten wieder auf dem Eis sein Unwesen treiben. Wenn man an den Kieferbruch von Ryan Button zurückdenkt, der damals sogar komplett straflos geblieben war, scheint sich bei Deutschlands Referees offenbar das Urteil "unfähig, aber nicht bösartig" durchgesetzt zu haben.
Kaum war das Schlussdrittel angepfiffen, übernahmen die Grizzlys wieder das Kommando und setzten den hinterher hechelnden Panthern wieder mächtig zu. Wolfsburg gewann zwischenzeitlich fast jeden Zweikampf, wirkte frischer und war eindeutig die schnellere und besser organisierte Mannschaft. Nachdem Melchiori dann aus dem Slot zum 0:3 getroffen hatte, ging bei den Gastgebern fast nichts mehr. Ein Überzahlspiel (ab 51.) verpuffte wirkungslos, lediglich einmal brannte es noch vor dem Wolfsburger Tor, doch erneut hieß der Sieger Strahlmeier. Als Augsburg schließlich den Goalie zog, ahnte vermutlich jeder auf dem Eis, was das angesichts der Wolfsburger Zweikampfstärke bedeuten würde. Festerling war es schließlich, der einen Turnover aus der neutralen Zone ins leere Netz der Augsburger beförderte (58.) und den Sieg der Gäste noch einmal zementierte. Ein kleines Ärgernis gab es aus Sicht des Wolfsburger Goalies dann aber doch noch: Zwei Sekunden vor dem Abpfiff gelang den Panthern in Überzahl noch der Ehrentreffer. Doch Stielers Treffer war wenige Sekunden nach dem Ende auch beim Wolfsburger Goalie schon vergessen - mit einem breiten Grinsen feierte Strahlmeier da schon seine überragende Leistung und diesen wichtigen Erfolg im Rennen um die Play-offs.
Vier Spiele gilt es für die Grizzlys nun noch möglichst erfolgreich zu bestreiten und das Restprogramm hat es mit Ingolstadt, München und zum Abschluss zweimal Straubing in sich!
Sollten die Männer von Pat Cortina aber den Rhythmus, der sich in den letzten vier Spielen allmählich aufgebaut hat, beibehalten können, darf man wohl doch noch auf ein paar weitere Spiele in dieser besonderen Saison hoffen!

0:1 Nijenhuis (Likens - Strahlmeier) 3.Min
0:2 Olimb (Machacek - Rech) 18.Min
0:3 Melchiori (Jormakka - Fauser) 47.Min
0:4 Festerling 58.Min ENG
1:4 Stieler (Abbott - McClure) 60.Min PP 5-4

Stark gespielt und doch verloren

  • Geschrieben von Martin
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In einem packenden Eishockeyspiel hatten die Grizzlys lange gegen München nicht nur gut mitgehalten, sondern waren auch das Team mit der Mehrzahl an gefährlichen Offensivaktionen. Ohne ihre Defensive zu sehr zu vernachlässigen praktizierten die Gäste aus Wolfsburg ein sehenswertes und schnelles Umschaltspiel und streuten auch Phasen mit aggressivem Forecheck ein. Den roten Bullen schien diese Mischung zunächst überhaupt nicht zu schmecken und so hatten diese zwar öfter Scheibenbesitz, aber die wirklichen Highlights des ersten Drittels verbuchten die Gäste. Zumindest in diesem Spielabschnitt sollte es aber wieder einmal mit der Chancenverwertung nicht zum Besten stehen: Die Grizzlys vergaben reihenweise gute Einschussmöglichkeiten, nutzten auch ihr einziges Powerplay schließlich nicht zum Torerfolg. Sogar Verteidiger Melchiori versuchte sich im coast to coast Alleingang (10.), scheiterte aber knapp mit der Rückhand am hervorragend aufgelegten aus den Birken im Tor der Gastgeber. Mit einem aus Münchner Sicht glücklichen 0:0 ging es zum ersten Mal in die Kabinen.
Der Mittelabschnitt sah dann einen noch einmal verbesserten Gast aus Wolfsburg, der die Führung der Hausherren durch Bourque (27.) ungerührt wegsteckte und das Spiel phasenweise sogar dominierte. Und dieses Mal belohnten sich die Grizzlys auch! Erst versenkte Rech ein schönes Anspiel von Olimb in die lange Ecke (33.), dann drehte Hungerecker die Partie (38.), indem er einen Fernschuss unhaltbar abfälschte. Der sonst so souveräne aus den Birken hatte einen Ausflug hinter sein Tor teuer bezahlen müssen und im Anschluss noch Torhüterbehinderung reklamiert. Die Videobilder zeigten eine eher zarte Berührung durch Hungerecker, welche dem Tor völlig zurecht nicht die Anerkennung nehmen sollte.
Als es dann wenige Augenblicke sogar das dritte Mal hinter aus den Birken einschlug (39.), währte die Freude der Grizzlys allerdings nur kurz: Garrett Festerling hatte seinen Schläger beim Abschluss eindeutig zu hoch - der Treffer zählte nicht und es ging mit einer knappen Führung für Wolfsburg in die zweite Pause.
Eine abwechslungsreiche und ausgesprochen unterhaltsame Partie ging in ihren letzten Akt. Den besseren Start gegen weiterhin sehr selbstbewusst auftretende Gäste erwischten wieder die Bullen: Langer Pass auf Ehliz, der die zum ersten Mal unvorsichtig aufgerückte Abwehr der Grizzlys komplett hinter sich lassen kann und schon steht es 2:2 - perfekt mit der Rückhand vollendet (46.). Das schien die Wolfsburger Kampfeslust aber noch zusätzlich anzustacheln. Immer wieder führte der aggressive Forecheck der Gäste zur Puckeroberung und damit zu Chancen auf die erneute Führung. Gut zwei Minuten später trug dann genau so eine Situation Früchte, als Festerling einen verlorenen Puck gleich wieder zurückholte und schnell auf gestarteten Jormakka querlegte. Durch die Beine des Münchner Goalies fand das Spielgerät zum dritten Mal (48.) seinen Weg in die Maschen und die Grizzlys durften tatsächlich von Punkten träumen. Dass es beim Traum blieb, besorgte neben einer dummen späten Strafe auch das Scheibenglück, welches den Grizzlys zumindest im ersten Spielabschnitt mal wieder nicht wirklich hold gewesen war. Erst erwischte Seidenberg einen Rebound nur mit dem Körper, aber der Puck prallte von Pickards Schoner zum Ausgleich (56.) ins Tor, dann holte sich Armin Wurm die einzige Wolfsburger Strafzeit der gesamten Begegnung ab (59.) Sechzehn Sekunden später stand es bereits 4:3 für München, die durch Roys Treffer die Partie im letzten Moment noch drehen konnten. Dass der Puck auch in den letzten 90 Sekunden trotz guter Möglichkeiten und sechstem Feldspieler nicht noch einmal ins Münchner Tor ging - irgendwie klar. 
Für die Psyche des Teams stellt der Verlauf der Begegnung sicherlich eine harte Probe dar, aber wenn man die zuletzt gezeigten Leistungen betrachtet, so darf man durchaus optimistisch sein. Das morgige Spiel in Augsburg dürfte dabei bereits eine kleine Vorentscheidung in Sachen Play-offs bringen, zumal die Grizzlys durch die unverdiente Niederlage nun auf Platz 5 zurückgefallen sind und nur noch fünf Begegnungen zu spielen sind.


1:0 Bourque (Parkes - Schütz) 27.Min
1:1 Rech (Olimb) 33.Min
1:2 Hungerecker (Likens) 38.Min
2:2 Ehliz (Redmond - aus den Birken) 46.Min
2:3 Jormakka (Festerling - Bittner) 48.Min
3:3 Seidenberg (Bourque - Parkes) 56.Min
4:3 Roy (Mauer - Gogulla) 59.Min PP 5-4

Grizzlys ringen Schwenningen mit 5:3 nieder

  • Geschrieben von Martin
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Einen überaus wichtigen Sieg konnten die Grizzlys am Ende dieser hart umkämpften Partie feiern und hielten sich somit weiter die Tür in die Play-offs offen. Ohne Busch (verletzt) und Boucher (disziplinarische Gründe/überzählig) rückte bei den Gastgebern wieder einmal Maxi Adam in die Offensive und Steven Raabe nahm den Platz als siebter Verteidiger ein.
Den Start in die Begegnung durfte man wohl zurecht als gelungen bezeichnen, denn schon in der 2. Minute hatte Garrett Festerling zur 1:0 Führung eingenetzt. Der vorbildlich im gegnerischen Drittel herausgekämpfte Treffer bewirkte aber keinen Energieschub bei den Grizzlys. Im Gegenteil: Die Gäste aus Schwenningen diktierten fortan das Geschehen auf dem Eis und Wolfsburgs Defensive kam ordentlich ins Schwitzen. Unglücklich dann der Ausgleich durch Ex-Grizzly Möchel (10.), der direkt vor Strahlmeier den Puck nicht richtig traf, was selbigen völlig unberechenbar durch die Schoner rutschen ließ.
Doch auch wenn Wolfsburg im ersten Spielabschnitt keinen wirklichen Zugriff auf die Partie bekommen sollte, die Effizienz stimmte bis dahin. Toto Rech per Bauerntrick (16.) besorgte mit einer der wenigen Chancen der Hausherren die erneute Führung. Fünfzehn Sekunden später wanderte Wolfsburgs Machacek wegen einer äußerst diskutablen Entscheidung der Referees in die Kühlbox, weitere drei Sekunden später kam er wieder heraus. Robak hatte von der blauen Linie knochentrocken den ersten Überzahlspielzug der Gäste zum 2:2 veredelt - ein wildes, ungewohnt unterhaltsames Spiel nahm seinen Lauf.
Im Mitteldrittel dann das umgekehrte Bild. Die Grizzlys agierten nun wesentlich aktiver und aggressiver, erarbeiteten sich Chance um Chance...nur um wieder mit der Verwertung selbiger zu hadern. Lediglich einmal konnten die Gastgeber schließlich Profit aus ihrer ansehnlichen Überlegenheit ziehen (25.), als Jormakkas Pass direkt beim vor dem Tor parkenden Furchner ankam. Per Rückhand stellte der Wolfsburger Routinier mit seinem 450.Tor in orange die verdiente Führung der Grizzlys sicher. Doch mehr sollte bis zur nächsten Sirene nicht gelingen, immer wieder spielten sich turbulente Szenen vor dem Schwenninger Gehäuse ab, an deren Ende der Puck trotzdem irgendwie nicht seinen Weg in den Kasten der Gäste fand.
Wieder wandelte sich das Geschehen auf dem Eis, wieder wechselte der aktive Part zu den Gästen. Auch wenn Möchels zweiter Treffer des Abends (47.) sich im Spielverlauf abgezeichnet hatte, so fiel er doch erneut äußerst unglücklich aus Sicht der Grizzlys. Strahlmeier hatte Hadrascheks Schuss unter der Achsel eingeklemmt, der Puck fiel heraus, der Nachschuss von Möchel landete am Pfosten...und Strahlmeier drückte die Scheibe in der Rückwärtsbewegung nur wenige Millimeter über die Linie, bevor er sie zu fassen bekam.
Jetzt drehte wieder Wolfsburg auf, zeigte sich mit nur selten in dieser Spielzeit zu bewunderndem Offensivdrang wild entschlossen, die drei Punkte allen Widrigkeiten zum Trotz in der Eisarena zu behalten. Schwenningen hielt ebenso beherzt dagegen und das Spiel machte mittlerweile fast so viel Spaß, wie die Begegnungen mit den Eisbären!
Lange stand die Partie auf Messers Schneide und beide Teams, die im Kampf um den 4.Platz in ihrer Gruppe sich kaum noch Fehler erlauben dürfen, zeigten ihr bestes Hockey. Dem ersten Fehler (55./Strafe gegen Weber) ließen die Gäste dann allerdings noch zwei weitere folgen, so dass Wolfsburg die Schlussphase der Partie durchgängig in Überzahl gestalten konnte. Besonders dumm aus Gästesicht: Weber war nach Ablauf seiner Strafe gerade 19 Sekunden wieder auf freiem Fuß, da schickten ihn die Referees mit 2+10 erneut vom Eis, dieses Mal gleich in die Kabine zum Duschen. Pekka Jormakka war der Leidtragende gewesen, der einen deftigen Check zum Kopf hatte einstecken müssen und den Rest der Begegnung mit Brummschädel von der Bank aus beobachtete. Seine Kollegen ließen ihn, wie ihre Fans, erst einmal zittern, denn bei doppelter Überzahl gelang zunächst nicht allzu viel. Powerplaymonster Machacek setzte dem Treiben vor dem Schwenningen Tor dann aber abrupt ein Ende und versenkte die Scheibe aus seinem Office in den Maschen (59.). Kaum hatte der Gast seinen Torhüter in Richtung Bank beordert, da schlug es auch schon im leeren Gehäuse ein! Garrett Festerling sicherte sich nach Puckeroberung durch Machacek den zweiten Treffer und seinen Grizzlys die drei Punkte. 
Man kann es nicht so oft schreiben, deswegen an dieser Stelle einmal ein ausdrückliches Lob für die erfrischende Offensive der Grizzlys! Der Forecheck mit mehr als einem Spieler im gegnerischen Drittel und die ein oder andere gelungene Kombination taten wirklich gut. Mehr davon! Meinetwegen nicht gegen jeden Gegner und nur in speziellen Situationen, aber bitte mehr davon!


1:0 Festerling (Fauser) 2.Min
1:1 Möchel (Huss - Hadraschek) 10.Min
2:1 Rech (Olimb) 16.Min
2:2 Robak (Thuresson -  Tylor Spink) 17.Min PP 5-4
3:2 Furchner (Jormakka - Festerling) 25.Min
3:3 Möchel (Hadraschek - Pfaffengut) 47.Min
4:3 Machacek (Järvinen - Görtz) 59.Min PP 5-4
5:3 Festerling (Machacek) 60.Min ENG

Zwei Punkte gegen Nürnberg

  • Geschrieben von Martin
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Im zweiten Anlauf erbeuten die Grizzlys auch gegen Nürnberg Zählbares. Dass es am Ende nur zwei statt der möglichen drei Punkte waren, lag erneut an der unbefriedigenden Chancenverwertung des Wolfsburger Teams.
Nach schwungvollem Beginn sorgten zunächst zwei volle Minuten in doppelter Überzahl dafür (ab 12.), dass die Grizzlys nicht schon wieder über ihre Ineffizienz stolperten. Max Görtz fackelte nicht lange und hämmerte das Spielgerät nach 13 Sekunden Powerplay zum ersten Mal in die Maschen. Doch der Treffer schien keine zusätzliche Energie bei den Gastgebern freizusetzen - im Gegenteil: Bis zum Ende des Drittels, sogar schon in der verbliebenen Strafe gegen Nürnberg, gerieten die Männer von Pat Cortina schon wieder ins Stolpern. Es sollte ein reichlich seltsames Drittel folgen.
Das zweite Drittel war gerade 67 Sekunden alt, da lagen die Gastgeber nach einem schnellen Konter über die Reihe um Mathis Olimb mit 2:0 vorne! Was ein dominanter Sturmlauf, oder zumindest ein kontrolliertes Verwalten hätte werden können, war wenige Augenblicke später schon wieder Makulatur. McLellan hatte einen Distanzschuss unhaltbar aus der Luft abgefälscht (23.) und die Ice Tigers umgehend wieder ins Geschäft gebracht. Es folgte ein munteres Potpourri aus ausgelassenen Chancen und auch einer ordentlichen Portion Pech, wie man sie in den Wolfsburger Angriffsbemühungen schon so oft zu sehen bekam. Nürnberg ließ sich nicht anstecken und vollstreckte in Person von Cornel (39.) eiskalt einen schnell und klar vorgetragenen Spielzug von hinter dem Wolfsburger Tor. Wenige Momente später gab es noch die nächste Strafe gegen den EHC obendrauf - ein Drittel, das so gut begonnen hatte, drohte zum kompletten Desaster zu werden. 
Wolfsburg spielte die ersten Sekunden der Unterzahl zunächst erfolgreich von der Uhr, dann ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.
Und wieder legten die Grizzlys einen bemerkenswerten Start hin! Die Strafe gegen Melchiori war schon fast abgelaufen, da schnappte sich Festerling einen geklärten Puck vom Nürnberger Gegenspieler und leitete das Spielgerät direkt an den durchstartenden Fauser weiter. Humorlos schloss der enteilte Wolfsburger Stürmer knallhart zum 3:2 ab und sorgte für reichlich Auftrieb in seinen Reihen. Eigentlich unglaublich, dass es trotz folgender Überlegenheit und zwei weiterer Powerplay-Gelegenheiten wieder nicht zu drei Punkten reichen sollte. Wolfsburg ließ beste Gelegenheiten ungenutzt, nur um sich in der 56.Minute den erneuten Ausgleich durch Patrick Reimer einzufangen. Aus Nahdistanz konnte der Nürnberger Kapitän die Scheibe im zweiten Anlauf über die Linie stochern, das ungenaue Zuspiel war ihm zuvor vom Schlittschuh direkt auf die Kelle gesprungen. Es war zum Verrücktwerden. Dustin Strahlmeier verhinderte im Anschluss sogar den kompletten Punktverlust...
Erneut ein Überzahlspiel brachte die Begegnung dann in der Verlängerung doch noch zu einem halbwegs versöhnlichen Ende für die gastgebenden Grizzlys. Bittners Hammer von der blauen Linie (64.) konnte von Fauser unhaltbar abgefälscht werden - die zweite Blamage gegen Nürnberg war im letzten Moment abgewendet. Es herrscht aber offenbar weiter ein wenig Ratlosigkeit angesichts der immer wieder auftretenden Wolfsburger Ineffizienz vor dem gegnerischen Tor. Schüsse abzufälschen oder per Rebound zu versenken bleibt wohl weiterhin ein eher unsicheres Modell bei den Grizzlys. Zug zum Tor oder gar einen Treffer herauszuspielen, wie beim 2:0 gesehen, bleibt hingegen meistens eine Randerscheinung der Wolfsburger Spielanlage. 
Spannend geht es in den nächsten Tagen weiter, denn die aktuelle Tabellensituation macht im Prinzip jedes Spiel zu einem Endspiel um die Play-offs. 


1:0 Görtz (Järvinen - Machacek) 12.Min PP 5-3 
2:0 Machacek (Rech - Olimb) 22.Min
2:1 McLellan (Fox - Trinkberger) 23.Min
2:2 Cornel (Reimer - Kechter) 39.Min
3:2 Fauser (Festerling) 42.Min SH 4-5
3:3 Reimer (Cornel - Weber) 56.Min
4:3 Fauser (Bittner - Jormakka) 64.Min PP 4-3

Lauwarmer Auftritt in Nürnberg

  • Geschrieben von Martin
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Ohne Punkte ging es am Ende für die Grizzlys auf die lange Heimfahrt vom Tabellenletzten der Gruppe Süd. Gewohnt abwartend gestalteten die Gäste aus Wolfsburg dabei vor allem die ersten 30 Minuten der Begegnung und ließen fast keine nennenswerten Chancen der Ice Tigers zu. Im Gegenzug verwandelte Matti Järvinen einen von fünf (!) Wolfsburger Torschüssen im ersten Drittel zur 0:1 Führung (11.), was dem allseits gefürchteten game plan der Grizzlys natürlich sehr entgegen kam. Nürnberg, zuletzt mit ansteigender Form, nutzte die eher passive Spielanlage der Gäste, um sich zusehends mehr Spielanteile zu sichern. Ein erstes Powerplay ließen die Grizzlys liegen, die Gastgeber hingegen schlugen ihrerseits sofort zu. Das 1:1 durch Browns Nachschuss (30.) konnte zu diesem Zeitpunkt getrost als verdient bezeichnet werden, denn Wolfsburg tat einfach viel zu wenig für das Spiel. Checks, Zweikampfhärte, Zug zum Tor - durchgängig auf zu mäßigem Niveau wie das gesamte Offensivspiel der Grizzlys. Der Ausgleich schien die Gäste jedoch etwas aus der Reserve zu locken, wobei die Betonung eindeutig auf "etwas" liegt. Zweimal Fauser und einmal Hungerecker scheiterten mit ihren aussichtsreichen Versuchen am blendend aufgelegten Gästekeeper, ansonsten wollte kein wirkliches Feuer ins Spiel kommen.
Am Ende sprang lediglich ein weiteres Überzahlspiel für eines der Teams heraus, was in Sachen Intensität eine deutliche Sprache spricht. Auch wenn Wolfsburg im Schlussabschnitt endlich deutlich aktiver wurde, die Qualität der Chancen und Abschlüsse blieb bedenklich schwach. Nachdem die Referees das 2:1 im ersten Anlauf durch einen frühen Pfiff verhindert hatten (der Puck rutschte noch durch Pickards Schoner), war es kurz vor Schluss dann doch soweit: Daniel Schmölz hieß der Matchwinner, der eine der seltenen Konfusionen im Abwehrverhalten der Grizzlys mit dem 2:1 Endstand bestrafte (59.) und den Gästen kaum Zeit für eine Reaktion ließ.
Dass die folgenden 78 Sekunden ohne Torhüter zu den unterhaltsamsten der gesamten Begegnung gehörten, stimmt ebenfalls nachdenklich, ist aber angesichts der starren Wolfsburger Spielanlage nicht wirklich etwas Neues.
Und mal ehrlich: Selbst mit drei Punkten im Gepäck, was mit etwas mehr Glück absolut möglich gewesen wäre, bliebe das Spiel ein Sinnbild für die quälende Spielanlage unter Pat Cortina. Sollte Wolfsburg wieder zu mehr Effizienz finden, ist ein Verteidigen des 4.Platzes natürlich weiterhin möglich...was man dann damit will, bleibt allerdings diskutabel.
Einziger Lichtblick des Abends: Chuck Likens hat die Erschütterung aus seinem Gehirn gekickt und spielt schon wieder, als wäre nichts gewesen. Unglaublich, der Mann!  

0:1 Järvinen (Görtz) 11.Min
1:1 Brown (Schmölz - Pollock) 30.Min PP 5-4 
2:1 Schmölz 59.Min

1:4 Pleite gegen Augsburg - Grizzlys zu unkonzentriert

  • Geschrieben von Martin
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Die einzige Konstante im Spiel der Grizzlys scheint die magere Torausbeute zu bleiben. Während die Gastgeber, entgegen ihren Gewohnheiten, in der Defensive reihenweise Fehler einbauten, wirkte Wolfsburgs Angriffsspiel streckenweise überraschend munter. Ohne ihren Ironman Jeff Likens am Start, fanden die Grizzlys zu Beginn nur schwer in ihren kontrollierten Spielaufbau. Der als absolut unkaputtbar geltende Abwehrrecke laboriert vorläufig noch an den Folgen eines üblen Checks durch Ingolstadts Aubry, der den Wolfsburger heftig am Kopf erwischt hatte. So waren es zu Beginn die Gäste, die sich reihenweise hochkarätige Chancen herausspielten, u.a. durch Stieler (7.) nur den Pfosten trafen.
Als Wolfsburg langsam ins Geschehen zu finden schien, fiel dann doch der durchaus verdiente erste Treffer für die Panther: Nach einem Fehler im Angriffsdrittel spielten die Augsburger einen 2 auf 1 Konter bilderbuchmäßig aus (14.) und wiederum David Stieler zielte dieses Mal genauer. Dann zeigten die Grizzlys ihr ungewohnt offensives Gesicht, ließen ihre Chancen aber zunächst ungenutzt. Bei 4 gegen 4 (Hungerecker und Haase hatten Freundlichkeiten ausgetauscht) dann eine der wenigen erfreulichen Ausnahmen des Abends: Mathis Olimb erzielte aus der Drehung den Ausgleich (20.) für seine Farben und damit auch sein erstes Saisontor.
Doch der späte, eigentlich zum idealen Zeitpunkt erzielte Treffer sollte dem Spiel nicht die erwünschte Richtung geben können. Wieder ein haarsträubender Fehler, dieses Mal von Järvinen, zwang die Grizzlys zum Foul durch Melchiori vor dem eigenen Tor (25.). Das schlechteste Powerplay der Liga benötigte 32 Sekunden, da war der Puck aus dem Gewühl schon wieder im Wolfsburger Tor gelandet. Strahlmeier hatte Schuss und Nachschuss noch abwehren können, Abbott drückte die Scheibe dann im zweiten Versuch endgültig über die Linie.
Die Grizzlys reagierten für ihre Verhältnisse durchaus dynamisch, erhöhten den Druck auf Keller im AEV-Gehäuse nun massiv, scheiterten in der Folgezeit aber immer wieder am überragenden Augsburger Schlussmann. Nachdem Phillip Bruggisser dem am Boden liegenden Goalie sogar in die Fanghand geschossen hatte, waren wieder die Gäste dran. Ein Fehler an der gegnerischen blauen Linie und eine zu weit aufgerückte Abwehr bedeuteten umgehend das 1:3 durch Augsburgs Kristo (31.), der Strahlmeier eiskalt zwischen den Schonern erwischte. Wolfsburg machte weiter das Spiel, doch die Panther hielten kühl dagegen, überstanden auch ihre erste Unterzahl ohne Schaden zu nehmen.
Dasselbe Bild im Schlussabschnitt. Die Grizzlys rannten weiter an, entwickelten zum Teil beachtlichen Spielfluss in der Offensive und zwangen die Gäste mit ungewohnt aggressivem Forecheck zu Puckverlusten in der eigenen Zone.
Doch die Belohnung in Form von Toren sollte, wie so oft, ausbleiben. Görtz und Wurm platzte beim Blueliner der Schläger, die Panther räumten im Slot meist ordentlich auf und ansonsten war da immer wieder Keller im Gehäuse der Gäste. Als Järvinen dann im nächsten Powerplay die Scheibe auch im blank gespielten Tor nicht unterbringen konnte, schien der Drops gelutscht zu sein. Stielers zweiter Treffer (50.), abgefälscht und praktisch aus dem Nichts, machte dann endgültig alles klar. Gästekeeper Keller fischte weiterhin alles weg, bis diese aus Grizzlysicht äußerst unglückliche Begegnung ihr Ende fand.
Festzuhalten bleibt, dass Wolfsburg an einem Tag ohne ideale Abwehrvorstellung wohl gegen kaum einen Gegner Punkte holen kann. Offensiv fehlen dabei weiterhin einige Knipser: Gemessen an den Vorjahresleistungen werden hier besonders die Tore von Toto Rech und dem momentan verletzten Garrett Festerling schmerzlich vermisst, aber auch Gerrit Fauser kommt nach seiner Verletzung immer noch nicht regelmäßig aufs Scoreboard. 
Durch die zuletzt mäßige Punkteausbeute geht es in den kommenden Partien gegen das Süd-Schlusslicht aus Nürnberg nun schon um alles. Ein Ausrutscher, oder noch schlimmer zwei, könnten bereits das Aus für die Wolfsburger Play-off Träume bedeuten. Ohne die beiden Abwehr-Asse Button und Likens, der aktuell seine defensiv beste Grizzlysaison hinlegt, ist diese Aufgabe sicherlich nicht leichter geworden...

0:1 Stieler (Trevelyan) 14.Min
1:1 Olimb (Adam - Bittner) 20.Min 4-4
1:2 Abbott (Stieler - McClure) 25.Min PP 5-4
1:3 Kristo (Hafenrichter) 31.Min
1:4 Stieler (Viveiros - Haase) 50.Min

Ist das Powerplay gesund, freut sich der Grizzly!

  • Geschrieben von Martin
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Mit beeindruckender Effizienz melden sich die Grizzlys im Play-off Rennen zurück. Gegen die Gastgeber aus Ingolstadt war Wolfsburg zunächst das wachere Team und hatte den ersten Spielabschnitt souverän unter Kontrolle. Doch was noch wichtiger war: Das Powerplay der Grizzlys schlug gleich im ersten Anlauf (3.) zu! Panthergoalie Garteig war durch Furchner die Sicht genommen, als Görtz' Hammer satt im Winkel einschlug - beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auswärtspartie also. Wolfsburg präsentierte sich extrem lauffreudig und bissig, die Panther hingegen kamen irgendwie nicht in die Zweikämpfe und mussten so ständig unterbrochene Spielzüge reparieren. In der 16.Minute sollte die Wolfsburger Überlegenheit dann ein zweites Mal Früchte tragen: Machaceks klugen Schuss (flach aufs lange Eck) konnte Garteig nur prallen lassen, den folgenden Rebound versenkte der gut nachgerückte Möser im Gehäuse. Die Hausherren wirkten reichlich bedient, als es zum ersten Mal in die Kabinen ging.
Mit reichlich Wut im Bauch kehrten die Panther aufs Eis zurück und setzten die Gäste nun besser unter Druck. Begünstigt durch eine frühe Strafe gegen Wolfsburgs Likens (22.) nahm Ingolstadt nun richtig Fahrt, konnte aber den Vorteil nicht in Zählbares verwandeln. Doch die Gäste beeindruckten nicht nur mit hervorragender Disziplin vor dem eigenen Tor! Nach einem reichlich dummen Foul von Aubry nutzten die Grizzlys auch das zweite Überzahlspiel prompt zum Torerfolg. Als Pekka Jormakka ein paar Meter unbedrängt ins gegnerische Drittel fahren durfte, fasste sich der finnische Stürmer ein Herz und knallte das Spielgerät über die Schulter des Goalies in den Winkel (27.). Es passte einfach fast alles zusammen bei den Gästen, was die Gastgeber nun Schritt für Schritt in den roten Bereich zu bringen schien. Ellis Crosscheck in Buschs Rippen ging dabei völlig straflos über die Bühne - gegen Ende des Drittels lag dann mit Jeff Likens der nächste Grizzlys angeschlagen auf dem Eis. Übeltäter Aubry hatte sich an der Bande einen Check gegen den Kopf des Wolfsburgers erlaubt (40.), der von den Referees mit 2+10 Minuten reichlich zahm bewertet wurde. 
Wolfsburg startete also mit einem Mann mehr ins Schlussdrittel und konnte diesen Vorteil zum ersten Mal nicht in Zählbares verwandeln. Auch die Spielanteile sollten sich nun deutlich zu Gunsten der Hausherren verschieben, die sichtbar alles daran setzten Versäumtes nachzuholen. Als Simpson in der 48.Minute den Ingolstädter Dauerdruck mit dem 1:3 belohnen konnte, kam tatsächlich noch einmal richtig Spannung in Sache. Vor allem Dustin Strahlmeier, der immer wieder den Überblick im Chaos vor seinem Tor behielt und den herausragenden Rettungsaktionen von Likens und Järvinen war es zu verdanken, dass Wolfsburg den Vorsprung schließlich über die Zeit bringen konnte. Auch zweieinhalb Minuten mit sechstem Feldspieler sollte die Gastgeber nicht näher an den Anschluss, als die Grizzlys an ihren vierten Treffer bringen.
Fazit: Wenn Wolfsburgs Powerplay funktioniert, dann wird es für den Gegner sehr, sehr schwer. Gleiches gilt allerdings andersherum leider auch.
Heißt also Daumendrücken für eine Rückkehr von Garrett Festerling und dass die gewohnten Formationen nicht weitere Ausfälle zu verzeichnen haben!        


0:1 Görtz (Bittner - Järvinen) 3.Min PP 5-4
0:2 Möser (Machacek - Olimb) 16.Min
0:3 Jormakka (Olimb - Melchiori) 27.Min PP 5-4
1:3 Simpson (Schütz - Wagner) 48.Min

Grizzlys verteidigen sich zur 0:1 Niederlage

  • Geschrieben von Martin
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Wieder unterliegen die Grizzlys Mannheim mit einem Tor Unterschied, wieder fehlte nicht viel zum Punktgewinn gegen das punktbeste Team der DEL. Der größte Unterschied zur Abwehrschlacht vom Montag war die Verfassung, in der die Adler zum Gastspiel in Wolfsburg angetreten waren. Mannheim wirkte nach der gestrigen Klatsche in Bremerhaven angeschlagen, legte über die gesamte Spieldauer betrachtet nicht annähernd die Überlegenheit aus der ersten Begegnung an den Tag und wirkte absolut schlagbar.
Während Körpersprache, Zweikampfverhalten und defensive Disziplin bei den Gastgebern klar zum Ausdruck brachten, dass man etwas bewegen wollte, blieb die Offensive erneut ein lauer Furz. Rückkehrer Machacek (bei Magenta Sport auch als Machaschak bekannt) konnte seine Fähigkeiten vor dem gegnerischen Tor nur selten einbringen, im Gegenzug mussten die Grizzlys mit Festerling den nächsten kurzfristigen Ausfall kompensieren. 
Während das Auftaktdrittel noch mehr oder weniger aussichtsreiche Chancen auf beiden Seiten bereit hielt, versagte Wolfsburg in der Folgezeit gleich viermal im Überzahlspiel und brachte kaum einen gefährlichen Schuss auf das von Felix Brückmann bestens gehütete Adlertor. Im Gegenzug hatte Mannheim im Verlauf der Begegnung immer weniger aussichtsreiche Gelegenheiten zu verzeichnen, ließ sich dabei zunehmend auf das körperbetonte und destruktiv geprägte Spiel der Hausherren ein. Diese hatten in ihrem letzten der vier Powerplays sogar schon einmal die Hände zum Jubel in der Luft - doch der Referee hatte den Puck im Gewühl aus den Augen verloren (42.) und zuvor abgepfiffen! Wenn man an den Zweikämpfen und der Grundeinstellung der Akteure sicherlich seinen Spaß haben konnte, so bot das Spiel darüber hinaus kaum Sehenswertes in Sachen Spielkultur oder gar rasantem Eishockey. Beide Teams bremsten und zerstörten alles was über die rote Linie kam, um im Gegenzug ebenso gestoppt zu werden. Bandenkämpfe, Fernschüsse und Gewühl vor dem Tor waren die auserkorenen Rezepte, um am Ende das Eis als Sieger zu verlassen. Eben so ein Fernschuss durch den völlig freistehenden Ex-Grizzly Björn Krupp entschied dann vorzeitig diese mäßig unterhaltsame Partie (45.). In den Folgeminuten wirkte es fast, als ob Wolfsburg statt einem 0:0 nun ein 0:1 über die Zeit verteidigen wollte. Das offenbarte nicht nur die Schattenseiten des haarsträubend starren und eindimensionalen Wolfsburger Systems, sondern war - wie so oft - einfach nur nervraubend und ätzend anzuschauen. Da sich dieser Zustand mit der Herausnahme des hervorragend haltenden Strahlmeiers leicht besserte, hier mein Vorschlag: In Zukunft starten wir mit sechstem Feldspieler in die Begegnung, um nach dem ersten Tor oder Gegentor genau diesen Spielstand wieder mit Goalie zu verteidigen. Wäre auch nicht sinnvoller als das in den letzten Spielen Gesehene, hätte aber einen wesentlich höheren Unterhaltungswert und man wäre kurzfristig in allen Medien vertreten...
Halten wir fest: Humor ist, wenn man trotzdem guckt und Hoffen auf offensive Ideen unseres Trainerteams.

0:1 Krupp (Schütz - Elias) 45.Min

Grizzlys ohne Durchschlagskraft - 4:1 Pleite im Schwarzwald

  • Geschrieben von Martin
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Nach der Defensivschlacht in Mannheim folgte nur 24 Stunden später das Aufeinandertreffen mit der Überraschungsmannschaft aus Schwenningen. Die Wild Wings sollten dabei auf einen weiterhin entschlossen verteidigenden Gast treffen, der im Vergleich zum Mannheimspiel allerdings noch einmal an Harmlosigkeit vor des Gegners Tor zulegen konnte. Wolfsburg, zuletzt fast ausschließlich mit Konterchancen torgefährlich, bekam von den Schwänen vergleichsweise reichlich Gelegenheit sich im Angriffsdrittel zu probieren - und scheiterte auf ganzer Linie. Völlig uninspiriert und durch das Fehlen von Machacek ihres wichtigsten Slotspielers beraubt, hämmerten die Grizzlys die Scheibe fast ausschließlich von außen auf das von Eriksson hervorragend gehütete Gästegehäuse. Stolze 13 Prozent Schussquote aus dem Bereich vor dem Tor stellten am Ende einen echten Tiefpunkt in Sachen Zug zum Tor dar. 
Schwenningen hingegen nutzte den Heimvorteil seiner NHL-Eisfläche und kombinierte sich flott zum 1:0 durch Bourke (5.), wirkte zudem in Überzahl extrem gut eingespielt und wusste die kleine Eisfläche bestens zu bespielen.
Wolfsburg hielt engagiert dagegen, ließ kaum Müdigkeit aus dem Mannheimspiel erkennen und versuchte sich im Laufe der Partie irgendwie zu steigern. Doch gleich drei Powerplay-Gelegenheiten brachten bis zum Beginn des Schlussabschnitts kaum Gefahr für das Tor der Hausherren. Wolfsburg schaffte es einfach weder einen Mann frei zu spielen, noch genügend Unruhe vor dem Kasten der Schwäne stiften. Rechs Treffer an die Maske des Schwenninger Goalies stellte somit das Highlight einer fast einminütigen doppelten Überzahl dar...
Die Wild Wings hatten da schon längst zum zweiten Mal zugeschlagen: Huss' leicht abgefälschter Schuss hatte in der 33.Minute sein Ziel gefunden und mit dem 2:0 den Gästen den nächsten Nackenschlag verpasst.
Wolfsburg gab nie auf, kämpfte verbissen, aber irgendwie hoffnungslos, denn es fehlten offensiv einfach die Mittel. Als dann relativ früh (58.) Pickard für einen sechsten Feldspieler Platz machte, klingelte es schon wieder im Wolfsburger Kasten. Und es sollte nicht der letzte Schuss ins leere Tor der Wolfsburger bleiben! Nach Strafe gegen Ex-Grizzly Fischer gelang den Gästen tatsächlich noch der Ehrentreffer durch Jordan Boucher (60.), der 20 Sekunden später mit dem zweiten Empty Net Goal der Gastgeber nochmals beantwortet wurde. Mit einer am Ende viel zu hohen zweiten Niederlage im Gepäck geht es für die Grizzlys nun wieder in heimische Gefilde, wo am Donnerstag erneut ein Kräftemessen mit den Adlern ansteht.
Harte Zeiten für die Cracks von der Aller, die nach einer weiteren Partie gegen Mannheim das gegnerische Tor wohl nur noch von Fotos kennen dürften.

1:0 Bourke (Yeo - Hadraschek) 5.Min
2:0 Huss (Thuresson) 33.Min
3:0 Tyson Spink (Möchel - Tylor Spink) 58.Min ENG
3:1 Boucher (Furchner - Görtz) 60.Min PP 5-4 EA
4:1 Thuresson (Robak) 60.Min ENG


   

Defensivstarke Grizzlys verlieren im letzten Moment

  • Geschrieben von Martin
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Trotz einer extrem beeindruckenden Defensivleistung standen die Gäste aus Wolfsburg am Ende doch mit leeren Händen da. Dabei hatte das Gastspiel beim Ligaprimus aus Mannheim so gut begonnen! Schon in der dritten Minute hatten die Grizzlys einen Konter über Jordan Boucher mit dem Nachschuss durch Phil Hungerecker veredeln können und den Gastgebern die erste Denksportaufgabe gestellt: "Wie knackt man die Abwehr der Grizzlys, die auch noch 0:1 führen?"
Die erste Antwort war: "Keine Ahnung!" Wolfsburg verteidigte mit viel Biss und Disziplin und setzte dabei ganz auf Konter. Wäre Järvinens Pfostenknaller (11.) bei Wolfsburger Überzahl auch noch ins Gehäuse gegangen, wer weiß, wie das Spiel sich entwickelt hätte. So entwickelte sich ab Mitte des ersten Spielabschnitts eine einseitige, aber durchaus spannende Partie, in der die Adler eindeutig die spielbestimmende Mannschaft waren. Bis kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts zermürbten die Gäste Mannheim mit ihrer komplett kompromisslosen Art der Verteidigung und konnten dabei immer wieder gefährliche Schussoptionen der Kurstädter unterbinden. Ab der Mittellinie "begrüßten" die Grizzlys ihren Kontrahenten und verteidigten die blaue Linie ihres Abwehrdrittels nicht nur in Unterzahl absolut vorbildlich. Wenn die Adler dann endlich im Drittels der Gäste waren, machte Wolfsburg die Mitte komplett dicht, nur um sich mit zwei, manchmal sogar drei Spielern auf den puckführenden Spieler an der Bande zu stürzen. Nach zwei schwachen Überzahlspielen (28./35.) nagte der Frust schon sichtbar an den Gastgebern, als dann doch einmal ein Adler etwas Zeit bekam, um sich den Puck zurechtzulegen. Sinan Akdag hieß der Glückliche, der ohne einen lästigen Wolfsburger am Hals dann den Ausgleich (39.) für seine Farben markieren konnte. Angesichts der erdrückenden Mannheimer Spielanteile natürlich immer noch ein Spielstand, der den Grizzlys durchaus schmeckte. Dann kamen die Schiedsrichter ins Spiel.
Nach Abpfiff des zweiten Drittels kassierte Wolfsburgs Görtz, offenbar unbeobachtet von den Kameras, eine 2+2 Strafe für hohen Stock mit Verletzungsfolge. Gästetrainer Cortina schien alles andere als einverstanden mit der Strafe zu sein und diskutierte zu Beginn des Schlussabschnitts intensiv mit dem Schiedsrichtergespann. Seinen Gesten nach zu urteilen hatte er wohl eher einen Sticklift gesehen, bei dem der Mannheimer die eigene Krücke ins Gesicht bekommen haben soll. Ohne Fernsehbilder bleibt die Angemessenheit der Strafe wohl zunächst im Dunkeln. Gar nicht im Dunkeln tappte das Penaltykilling der Grizzlys: Bärenstark zerstörten die Gäste das ohnehin nicht sonderlich berühmte Überzahlspiel der Adler, nur um 10 Sekunden nach Ablauf der doppelten Strafe gleich wieder zwei Minuten wegzuarbeiten. Mannheim, das im Mitteldrittel immerhin gleich dreimal das Gestänge getroffen hatte, schien mit zunehmender Dauer des Spiels immer weniger einzufallen.
Nun bekam sogar das Eis im Mannheimer Drittel wieder mehr Gästeschlittschuhe zu sehen, als immer nur die eines einsamen Forecheckers - Wolfsburg witterte seine Chance auf Punkte! Gleich zweimal wussten sich in der Folgezeit auch Mannheimer nicht anders zu helfen, als die stets wuseligen Wolfsburger per Foul zu stoppen. Die beiden Überzahlspiele (47./52.) fielen allerdings eher in die Kategorie "ganz okay"- Zu schwer wogen der Ausfall von Top-Torjäger und Rebound-Monster Machacek und offenbar auch die Beine einiger besonders fleißiger Akteure.
Dass es trotz überragender Abwehrarbeit für die Gäste ohne Punkt in den Bus ging, lag dann an der einen Strafe, die am Ende wohl zu viel war. Im sechsten Anlauf schlugen die Gastgeber schlussendlich doch noch zu. Nach einem schnellen Spielzug kam Eisenschmid am langen Pfosten völlig frei zum Schuss und versenkte das Spielgerät zum späten 2:1.
Stolze 32 Sekunden vor dem Ende war das natürlich der Genickbruch für die so aufopferungsvoll kämpfenden Grizzlys.
Dass es dann auch noch eine äußerst umstrittene Strafzeit war, die das Spiel letztlich entschied, machte die Niederlage dann umso bitterer. Bittner hatte seinen Kontrahenten mit beiden Händen am Stock weggedrückt - die Referees legten dies als Beinstellen aus. Eine Entscheidung, wie man sie im Spiel nicht oft sieht, in der Crunchtime eigentlich so gut wie nie. Entsprechend wütend reagierte Wolfsburgs Abwehrrecke auch auf den Pfiff der Streifenträger...
Es half alles nichts: Viel Kraft investiert, gut dagegengehalten - keine Punkte erbeutet. Bleibt zu hoffen, dass den Grizzlys diese Energieleistung nicht morgen in Schwenningen mit Karacho auf die Füße fällt.
Trotzdem: Danke für diese beeindruckende Mannschaftsleistung!

0:1 Hungerecker (Boucher) 3.Min
1:1 Akdag (Plachta - Reul) 39.Min
2:1 Eisenschmid (Krämmer - Plachta) 60.Min PP 5-4

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