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Gegen Iserlohn: Wieder nur ein Tor und ein Punkt!

  • Geschrieben von Martin
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Ganze 33 Sekunden dauerte es, da schienen die guten Vorsätze schon wieder Schnee von gestern zu sein. Der zuvor von den Wolfsburger Offiziellen geehrte Brent Aubin hatte auf Sutter quergelegt und dessen Schuss war zur frühen Gästeführung im Netz gelandet. Wer nun dachte, die Grizzlys würden in den Chaosmodus schalten und abgeschossen werden, der sah sich allerdings getäuscht. Wolfsburg antwortete nach kurzer Schockphase mit stark erhöhter Konzentration und agierte im eigenen Drittel fortan griffig und schnell entschlossen. Doch wenn das eigene Drittel mal verlassen war...verließen die Wolfsburger Spieler scheinbar ebenso alle Ideen, wie man nun weiter zu verfahren hätte.
So wühlten die Männer von Pat Cortina in den folgenden 59 Minuten zwar mit untadeligem Einsatz das Eis um, brachten außer Distanz- und Verlegenheitsschüssen aber nicht viel Gefährliches zustande. Kein Wunder, denn die Angriffsbemühungen der Grizzlys waren derart durchsichtig, dass selbst Iserlohns eher zweitklassige Defensivabteilung kaum in Schwierigkeiten zu bringen war.
Zum Glück stimmte zumindest im ersten Spielabschnitt für kurze Zeit der Druck auf das Gehäuse der Gäste, so dass Phil Hungerecker einen Abpraller (14.) zum verdienten Ausgleich über die Linie bringen konnte.
Dann folgte zwei Drittel lang allerdings wieder das seit fast anderthalb Jahren bekannte Prinzip: "Hinten nichts zulassen und vorne hilft der liebe Gott." Eine Qual für Tier (Grizzly) und Mensch - Eishockey zum Abgewöhnen.
Iserlohn verzeichnete bis zur (noch nicht erlösenden) Schluss-Sirene einen Pfostentreffer durch Johnston (29.), Wolfsburg verbuchte ein zurecht wegen Torraumabseits aberkanntes Tor durch Boucher (35.) und eine von Nijenhuis (48.) vergebene Großchance vor dem fast leeren Tor. Das wars. Es folgte die Verlängerung einer Partie, die man wohl am treffendsten mit "beherztem Rumgestocher" beschreiben konnte.
Die Overtime wirkte bekannt: Wolfsburg mit der ersten Chance, Iserlohn mit dem verdeckten Schuss (63.) zum Zusatzpunkt. So weit, so ernüchternd.
Bei Wolfsburg fehlten mit Bittner und Möser weiterhin zwei Abwehrexperten, im Sturm fiel mit Fauser lediglich ein zusätzlicher Akteur aus. Weder die zwei unveränderten, noch die zwei neu zusammengestellten Angriffsreihen wussten dabei zu überzeugen. Das gesamte Offensivspiel wirkte wie auf Sicht gespielt und war damit zu fehlerhaft und vor allem zu langsam. Von den Kontingentspielern überzeugen weiterhin nur Machacek, Melchiori und Likens (!!!) mit leichten Abstrichen. Der Rest scheint streckenweise gar nicht mitzuspielen, strahlt 0,0 Dominanz aus. Was Hr. Bruggisser während der Spiele immer so lustig findet, bleibt wohl sein Geheimnis - ich tippe auf sein eigenes Stellungsspiel.
Es bleibt abzuwarten, wie lange die Wolfsburger Führungsetage sich mit immer mehr vom Gleichen zufrieden gibt. 

0:1 Sutter (Aubin - Jentzsch) 1.Min
1:1 Hungerecker (Furchner - Järvinen) 14.Min
1:2 Johnston (Bailey) 63.Min

Wolfsburg verliert nach Verlängerung

  • Geschrieben von Martin
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Im zweiten Aufeinandertreffen mit der DEG rettet Toto Rechs Premierentreffer am Ende einen Punkt. Wolfsburg konnte dabei mit Furchner und Olimb auf die volle Besetzung im Angriff zurückgreifen, mit Bittner und Möser fehlten weiterhin zwei Defensivakteure. Das sollte den Gastgebern aber nicht viel nützen: Über die gesamte Spielzeit betrachtet mangelte es erneut an offensiven Ideen und klarem Spielfluss, defensiv offenbarten die Gastgeber immer wieder haarsträubende Stellungsfehler. Da auch die DEG offensiv keine Bäume ausriss, ging es in einer höhepunkt- und torarmen Partie schließlich in die Verlängerung. 
Zuvor waren die Gäste früh (6.) durch Alex Barta in Führung gegangen und hatten somit aus gerade einmal zwei Großchancen nach zwanzig Minuten eine 0:1 Führung mit in die Kabine nehmen können. Wolfsburg schoss zwar öfter aufs Tor der Gäste, blieb aber zu harmlos in seinen Aktionen. Ein Pfostentreffer war das Aufregendste, was die Grizzlys bis dahin zu bieten hatten.
Es sollte nicht viel besser werden. Während in Sachen Schüsse ans Gestänge beide Teams noch einmal "zuschlagen" konnten, hatte die DEG in diesem zerfahrenen Spiel die insgesamt klareren Chancen vorzuweisen. Nicht zuletzt aufgrund schlimmer Zuordnungsfehler in der Grizzlydefensive kamen mehrfach Düsseldorfer Spieler völlig freistehend zum Abschluss. Eine Mischung aus Unvermögen der Gäste im Abschluss und einem gut aufgelegten Chet Pickard verhinderte schließlich weitere Gegentore für das Wolfsburger Team. 
Auch im Powerplay zeichnete sich zum Spiel in Bremerhaven kein positiver Trend bei den Grizzlys ab: Erneut verstrichen die drei sich bietenden Gelegenheiten fast ereignislos. Zum Glück bekam Wolfsburg gegen Ende des Mittelabschnitts endlich wieder etwas mehr Zug in die eigenen Angriffsbemühungen, so dass ein Ausgleich zumindest theoretisch wieder möglich schien. In der 50.Minute war es dann tatsächlich soweit! Toto Rech erzielte mit seinem ersten Saisontreffer den mittlerweile verdienten Ausgleich (51.) und sicherte seinen Farben damit den ersten Punkt. Denn bis zum Abpfiff holperte dieses Spiel eher wenig ansehnlich vor sich hin. Das allgemein leicht hektische Hin und Her wurde immer wieder von Distanzschüssen aufgelockert, selten mal eine gefährliche Aktion direkt vor dem Tor, geschweige denn ein sehenswerter Spielzug - das wars.
In der Verlängerung galt es für die Grizzlys dann den Rest einer späten Strafe (59.) zu überstehen. Kaum war dies gelungen und es ging nach der ersten Unterbrechung mit 3 gegen 3 weiter, war das Spiel auch schon vorbei. Liga-Topscorer Fischbuch spazierte zwischen den Wolfsburger Spielern umher (63.) und vollstreckte aus Halbdistanz zum 1:2 Endstand. Wolfsburgs bis dahin so starker Goalie zeigte keinerlei Reaktion - offenbar war ihm die Schussbewegung durch einen eigenen Spieler verborgen geblieben. Am Ende waren es mit Barta und Fischbuch die "Big Guns" der Gäste, die den Unterschied machten. Auf Wolfsburger Seite blieben mit Järvinen, Görtz und (bis zu seinem Treffer) Rech erneut viele Leistungsträger meilenweit hinter ihren Ansprüchen zurück.
Wenn man aus den bisherigen Spielen etwas Positives ziehen möchte, dann die Tatsache, dass Wolfsburg das Eis fast immer mit etwas Zählbarem verlassen kann. Nur einmal drei Punkte aus sieben Spielen (gegen den punktlosen Tabellenletzten aus Krefeld) ist in der Gesamtbetrachtung allerdings recht erbärmlich und war leider auch immer wieder extrem anstrengend anzuschauen. Gegen Tabellenführer (!) Iserlohn bekommen die Männer von Pat Cortina schon in zwei Tage die nächste Chance zu zeigen, dass es mit den Grizzlys irgendwie vorwärts geht. 

0:1 Barta (Flaake - Karachun) 6.Min
1:1 Rech (Busch) 51.Min
1:2 Fischbuch (Jensen - Carey) 63.Min

Keine Lust auf 60 Minuten Arbeit?

  • Geschrieben von Martin
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Diese Frage müssen sich die Grizzlys nach ihrem Auftritt beim REV durchaus gefallen lassen. Denn was mit bemerkenswerter Spielkontrolle und einer absolut verdienten Führung durch Spencer Machacek (9.) hoffnungsvoll begann, endete in einer bodenlosen Frechheit gegen Ende der Partie.
Zunächst sah es so aus, als ob die Gäste aus Niedersachsen an ihre gute Leistung aus dem Jahresauftakt anknüpfen könnten. Klarer Spielaufbau, gute Raumaufteilung und ordentliche Laufarbeit ließen den gastgebenden Pinguins kaum Luft zum Atmen. Wolfsburg hatte das Geschehen in den ersten zwanzig Minuten gut im Griff und durfte höchstens über die Ausbeute von nur einem Treffer etwas enttäuscht gewesen sein. Den glücklichen Ausgleich durch Krogsgaards Distanzschuss (17.), der von Bruggissers Kufen unhaltbar ins Tor prallte, schien das Team dabei ebenfalls gut wegzustecken.
Dieser Eindruck sollte sich im Mitteldrittel allerdings deutlich eintrüben. Zugegeben: Wenn es um die Strafzeiten ging, hatten die Gäste nicht viel Glück mit den Schiedsrichtern und das starke Bremerhavener Powerplay tat ein übriges. Aber was das Team von Pat Cortina nach den beiden Treffern in Unterzahl (26./35.) streckenweise aufs Eis zauberte, war gegen Ende des Spiels an Lustlosigkeit kaum zu überbieten. Schon beim schnell folgenden 4:1 durch Andersen (36.) umwehte das Verhalten der Grizzlys ein Hauch von Aufgabe, was an diesem Punkt der Begegnung einfach nicht zu akzeptieren ist.
Eine kurze Phase der Konzentration brachte dann noch vor der zweiten Sirene den zweiten Wolfsburger Treffer - Adams Pfostenknaller (39.) verwertete mit Button ausgerechnet ein Verteidiger vor dem gegnerischen Gehäuse. Bezeichnend für die Harmlosigkeit der Wolfsburger im Angriffsdrittel. Dass man am Ende deutlich häufiger auf das Tor der Gastgeber geschossen hatte als umgekehrt, untermauert diese These leider noch weiter, da die Anzahl an gefährlichen Schüssen sich an einer Hand abzählen ließ.
Am Ende stand dann ein Drittel, das für reichlich Frust in Wolfsburg sorgen dürfte. Bremerhaven verlegte sich fast komplett auf Verwaltung und bettelte eigentlich um den Anschluss, den Grizzlys fiel aber offenkundig nichts zum Thema Aufholjagd ein. Drei Überzahlspiele verstrichen fast ohne Schuss auf das gegnerische Tor, Wolfsburg kam teilweise nicht einmal ins Drittel der Gastgeber. Der REV blieb konzentriert, die Grizzlys ließen jeglichen Biss vermissen, verloren reihenweise ihre Zweikämpfe und Laufduelle und konnten nicht einmal ansatzweise irgendeinen sinnvollen Spielfluss vorweisen.
So spielt normalerweise ein Team, das etwas mitteilen möchte.
Wer sich das Gewürge bis zum Ende antat, der bekam noch den letzten Treffer ins leere Tor der Gäste mit. Der Puck war wieder nach einer völlig kopflosen Aktion an den Gegner gegangen und durch Uher (59.) zur endgültigen Endscheidung versenkt worden. 
Zunächst unglücklich, dann aber völlig verdient unterliegen die Grizzlys damit zum dritten Mal dem "Nachbarn" von der Küste. Ein Schritt nach vorne, zwei zurück. 


0:1 Machacek (Pfohl - Hungerecker) 9.Min
1:1 Krogsgaard (McMillan - Gläser) 17.Min
2:1 Urbas (Dietz - Jeglic) 26.Min PP 5-4
3:1 Verlic (Jeglic - Dietz) 35.Min PP 5-4
4:1 Andersen (Quirk) 36.Min
4:2 Button (Adam - Boucher) 39.Min
5:2 Uher (McMillan) 59.Min ENG

Sieg nach Verlängerung gegen Düsseldorf

  • Geschrieben von Martin
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Hellwach ging es für die Grizzlys ins neue Jahr. Schon nach 19 Sekunden jubelten die Gäste aus Niedersachsen, die einen wahren Raketenstart hinlegten, das erste Mal. Der erneut starke Valentin Busch hatte gleich den ersten Wolfsburger Angriff mit einem Treffer aus der Drehung veredelt und somit für den nötigen Anfangsschwung in Reihen seines Teams gesorgt. Wenig später scheiterte er nur knapp an Gästegoalie Hane. Wolfsburg, das sich immer wieder aus dem intensiven Forecheck der DEG lösen konnten, blieb über das gesamte erste Drittel gefährlich und kam noch vor der ersten Sirene durch Boucher (17.) zum zweiten Treffer. So effizient ging es leider nicht weiter.
Die sichtbar angefressenen Gastgeber erhöhten zum Mitteldrittel noch einmal zusätzlich den Druck auf die Wolfsburger Verteidigungszone - und sollten Erfolg haben. Was den Männern von Pat Cortina im ersten Spielabschnitt noch gut gelang, sollte nun nicht mehr so souverän über die Bühne gehen. Nach zweieinhalb Minuten zollten die Grizzlys bereits dem Durcheinander vor ihrem Tor Tribut und kassierten das 1:2 durch Düsseldorfs Nowak. Der verdeckte Schlenzer von der blauen Linie fand ungehindert seinen Weg in die Maschen des Wolfsburger Gehäuses. Noch einfacher machten es die Gäste ihrem Gegner dann weitere zwei Minuten später (25.): Wurm holte sich die erste Strafe der gesamten Begegnung ab, Wolfsburg ließ sich aus der Formation locken und Ex-Grizzly Karachun schob in aller Seelenruhe am langen Pfosten ein. Der Vorsprung war dahin. Die DEG blieb fortan die spielbestimmende Mannschaft, während Wolfsburg sich um Stabilität und geordneten Spielaufbau bemühte. Als der Torschütze zum Ausgleich sich schließlich auch die erste Strafe für die Gastgeber abholte (38.), ließen die Grizzlys sich ebenfalls kein zweites Mal bitten. Phillip Bruggisser hämmerte das Spielgerät unerbittlich zur erneuten Führung (40.) ins Düsseldorfer Gehäuse und schickte die DEG zum zweiten Mal mit einem Rückstand in die Pause.
Wolfsburg fand nun wieder etwas besser in die Partie, musste aber zur Mitte des Drittels den nächsten Ausgleichtreffer quittieren. Eugen Alanov hatte einen Distanzschuss ebenso artistisch wie unhaltbar abgefälscht (50.) und den Gastgebern somit neuen Rückenwind verschafft. Die Grizzlys gerieten wieder unter Dauerdruck, Entlastung wurde streckenweise zur absoluten Mangelware. Gerade, als wohl so mancher in orange anfing über die Rettung eines Punkts nachzudenken, schlugen die Gäste dann doch noch einmal zu! Nach einem herrlichen Spielzug über Busch und Festerling (57.) vollstreckte Neuzugang Hungerecker mit seinem zweiten Saisontreffer zur späten 3:4 Führung. Doch die Freude darüber sollte nur bis kurz vor dem vermeintlichen Schlusspfiff halten. Ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler schnürte die DEG den Gast in seinem Drittel ein und nahm deren Gehäuse unter Dauerfeuer. 22 Sekunden vor der erlösenden Sirene schlug der nächste Distanzschuss von Düsseldorfs Fischbuch, dieses Mal ohne Abfälschung, im Tor der Wolfsburger ein. Es ging in die Verlängerung - mit Vorteil Wolfsburg, da neun Sekunden vor Schluss noch ein Düsseldorfer Spieler den Weg auf die Strafbank angetreten hatte. 
Im vier gegen drei fackelten die Grizzlys dann nicht lange und entschieden gleich in der ersten Minute die Begegnung für sich. Garrett Festerlings Fackel in den Winkel (61.) sicherte Wolfsburg somit den Extra-Punkt und sorgte für zufriedene Gesichter auf der Bank der Grizzlys.


0:1 Busch (Festerling - Likens) 1.Min
0:2 Boucher (Görtz - Wurm) 17.Min
2:1 Nowak (Buzas) 23.Min
2:2 Karachun (Fischbuch - From) 25.Min PP 5-4
2:3 Bruggisser (Festerling - Görtz) 40.Min PP 5-4
3:3 Alanov (Fischbuch - Jensen) 50.Min
3:4 Hungerecker (Festerling - Busch) 57.Min
4:4 Fischbuch (Nowak - Kammerer) 60. Min EA
4:5 Festerling (Melchiori - Rech) 61. Min PP 4-3

Grizzlys unterliegen Köln nach Shoot-out

  • Geschrieben von Martin
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In einem unterhaltsamen und von viel Laufarbeit geprägten Spiel gelingt den Grizzlys zumindest ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Nach dem teils haarsträubenden Auftritt in Iserlohn hatten die Wolfsburger sich das Vermeiden von unnötigen Strafen und individuellen Fehlern auf die Fahnen geschrieben und sollten dies in den ersten zwanzig Minuten der Begegnung auch recht gut umsetzen können. Zwar wirkten die Gastgeber noch etwas verhalten in ihren Aktionen, konnten aber trotzdem eine ihrer wenigen Chancen zum 1:0 durch Spencer Machacek nutzen. Nachdem Wolfsburg zunächst nahtlos an die schwachen Überzahlspiele am Seilersee angeknüpft hatte, nahm sich der Wolfsburger Stürmer ein Herz (12.) und knallte den Puck aus der Halbdistanz humorlos in den Giebel. Die Haie, die bis dahin etwas mehr vom Spiel hatten, versuchten umgehend auszugleichen, kamen durch Freddy Tiffels allerdings lediglich zu einem Treffer ans Gestänge. 
Was sich im Auftaktdrittel schon abgezeichnet hatte, nahm im Mittelabschnitt zusätzlich Fahrt auf: Das Körperspiel der Gäste und ihre insgesamt sehr aktive Spielgestaltung. Wurms Puckverlust im Aufbauspiel, nach eben solch einem aggressiven Forecheck der Gäste, leitete dann mit Matsumotos Ausgleich (22.) die stärkste Phase der Gäste ein.
Nun bekam man wieder die Grizzlys von der Reise ins Sauerland zu sehen. Wolfsburg schien minutenlang von allen guten Geistern verlassen und drohte heftig unter die Räder zu kommen. Strafe Boucher - Tor Tiffels (25.), Strafe Likens - Tor Sheppard (28.)...die Partie kippte nun vollständig und die Grizzlys machten auch in Unterzahl keinen guten Eindruck mehr, ließen die Haie fast gemütlich ihre Treffer zum 1:2 und 1:3 erzielen.
Doch zur allgemeinen Erleichterung berappelte sich das Team von Pat Cortina und schaffte tatsächlich die Rückkehr ins Spiel! Kaum ließen die Gäste - wenn auch nur ganz kurz - in der Intensität ihrer Bemühungen etwas nach, schon waren die Grizzlys da, um wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen. Gleich im nächsten Powerplay der Hausherren gelang diesen sogar der Anschluss durch Busch (31.), der einen gut getimten Schlagpass von Fabio Pfohl unhaltbar abfälschen konnte.
Gut drei Minuten später dann sogar der Ausgleich durch den insgesamt sehr aktiven Jordan Boucher, der den Abpraller eines Fauser-Schuss mit der Rückhand über die Linie lupfte. Köln schüttelte sich kurz, nahm dann aber seinerseits wieder Fahrt auf und kam noch vor der zweiten Sirene durch Akeson (40.) zum dritten (!) Powerplaytor im Mittelabschnitt.
Das Spiel blieb ein wildes Hin und Her, in dem die körperlich überlegenen Haie immer wieder deutliche Vorteile in den Zweikämpfen für sich verbuchen konnten. Wolfsburg blieb über fleißige Laufarbeit im Spiel und vor allem der Strafbank fern und konnte so die Begegnung weiter offen gestalten. Kaum hatten die Gastgeber in einer ihrer besseren Phasen tatsächlich den Ausgleich durch Machacek markieren können (48.), kippte das Geschehen schon wieder in Richtung Köln und ein gut aufgelegter Strahlmeier im Tor und der Pfosten des selbigen (55.) mussten Schlimmeres verhindern. Kurz vor dem Ende der reguläre Spielzeit hatten dann wiederum Valentin Busch die große Gelegenheit, die drei Punkte in den Allerpark zu holen. Allein vor dem Tor der Haie schloss der Wolfsburger Youngster leider nur in den Handschuh von Goalie Pogge ab. Die Verlängerung musste den Sieger bestimmen.
Abwechslungsreich und dramatisch ging es weiter. Beide Teams hatten hierbei eine Unterzahl zu überstehen (werden 4 gegen 3 gespielt) und gerade der dezimierte Kader der Grizzly konnten dies nur mit allerletzter Kraft schadlos überstehen.
Im abschließenden Penaltyschießen bedurfte es dann, passend zum bisherigen Spielverlauf, gleich sieben Anläufe bis ein Team einen entscheidenden Treffer vermelden konnte. Nachdem zuvor nur Festerling und Barinka für ihre Farben getroffen hatten, war dies zum Leidwesen der Grizzlyfans mit Freddy Tiffels erneut ein Hai. Der zweite Punkt ging somit an den Rhein.     

1:0 Machacek (Bruggisser - Festerling) 12.Min PP 5-4
1:1 Matsumoto (Barinka - Akeson) 22.Min
1:2 Tiffels (Sheppard - Edwards) 25.Min PP 5-4
1:3 Sheppard (Edwards - Akeson) 28.Min PP 5-4
2:3 Busch (Pfohl - Melchiori) 31.Min PP 5-4
3:3 Boucher (Fauser - Button) 34.Min
3:4 Akeson (Oblinger - Tiffels) 40.Min PP 5-4
4:4 Machacek (Görtz - Bruggisser) 48.Min PP 5-4
4:5 Tiffels 65.Min PEN

Schwacher Auftritt am Seilersee

  • Geschrieben von Martin
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Die Grizzlys scheinen das eine oder andere Weihnachtsmahl noch nicht ganz verdaut zu haben. In einer von vielen Strafzeiten und äußerst mäßigem Niveau geprägten Partie verließen am Ende die Roosters das heimische Eis mit 5:3 als Sieger. Wolfsburg konnte dabei in keiner Phase der Partie irgendwie spielerisch überzeugen und brachte kaum einen schnellen oder gar gefährlichen Spielzug zustande. 
Im Auftaktdrittel überhäufte das Schiedsrichterduo die beiden Kontrahenten geradezu mit Strafzeiten (IEC:8 Min./ WOB:10 Min.), wobei keines der Teams benachteiligt wurde: Es galt, sich auf Basketball-Regeln einzustellen! Der Spielfluss verabschiedete sich jedenfalls auf beiden Seiten sofort und man konnte nun ausgiebig das jeweilige Unvermögen im Powerplay darlegen. Während Iserlohn wenigstens seinen einzigen brauchbaren und präzise vorgetragenen Angriff zum Führungstreffer nutzen konnte (4.), beließen es die Gäste bei zwei Halbchancen und jeder Menge Alibi-Schüsse.
Wer dachte, dass die erste Drittelpause den Teams Gelegenheit bieten müsste, um sich zu sammeln und nun sortierter aufzutreten, der sah sich im Irrtum. Das heillose Gestocher auf beiden Seiten ging weiter, wobei Wolfsburg nun dank drei weiterer Strafen gegen die Roosters erneut das Überzahlspiel üben konnte. Doch was dann auf dem Eis passierte, tat schon beim Zuschauen weh: Selbst mit zwei Leuten mehr gelang es den Grizzlys kaum geordnet ins Drittel der Gastgeber zu kommen, geschweige denn einmal aufs Tor der Roosters zu schießen. Es war ein Trauerspiel.
Kurz nach Ablauf der Strafzeiten (31.) aber das erste positive Ausrufezeichen auf Seiten der Gäste: Garett Festerling gelang es einen Schuss von Gerrit Fauser in die Maschen zu lenken und somit den Spielstand dem Geschehen auf dem Eis anzupassen. Bei allem Unvermögen im Powerplay hatten die Gäste im zweiten Drittel zumindest die größeren Spielanteile und die deutlich höhere Schussanzahl für sich verbuchen können. Danach ging es wieder für zwei Grizzlys, dann für einen Rooster (40.Min, Baxmann 2+2) in die Kühlbox - Ertrag auf beiden Seiten: Null.
Im Schlussabschnitt durften die Grizzlys noch die verbliebenen 3,5 Minuten Überzahl aus der Baxmann-Strafe mit erwähntem Ergebnis zu Ende spielen, dann klingelte es zum zweiten Mal hinter Pickard (46.). Lautenschlager hatte mit seinem Treffer zum 2:1 der Entwicklung des Spiels praktisch die Narrenkappe aufgesetzt und verpasste den Roosters damit natürlich neuen Schwung.
Doch erneut zeigte sich die Partie von ihrer seltsamen Seite: Nachdem Wolfsburg sich im Anschluss erneut in einer eigenen Überzahl vergeblich abgemüht hatte, gelang tatsächlich der vermeintliche Turnaround.
Per Doppelschlag (50.) drehten die Grizzlys die Begegnung und ließen zwischen Pfohls Einzelleistung aus spitzem Winkel und Hungereckers Backhander ganze 13 Sekunden von der Uhr!
Zunächst sah es so aus, als ob der Gast die drei Punkte entführen könnte, hatte die Defensive der Grizzlys doch bis dahin einen durchaus stabilen Eindruck hinterlassen. Mit einer weiteren Strafe (54.), dieses Mal gegen Maxi Adam, der einen Rooster hinter dem eigenen Tor nur noch mit dem Stock stoppen konnte, nahm das Unheil dann aber seinen Lauf.
Mit einer strammen Direktabnahme in den Winkel (55.) gelang den Gastgebern tatsächlich das erste Powerplaytor dieser Partie und somit der erneute Ausgleich zum 3:3.
Wolfsburg intensivierte nun wieder den Forecheck, verlor dabei aber zum Teil jeden Rest an Ordnung und wurde gleich zweimal eiskalt bestraft. Die Treffer durch O'Connor (59.) und Bailey (59.) fielen im Abstand von 21 Sekunden - das Spiel war entschieden, Wolfsburgs abschließende Bemühungen ohne Torhüter blieben fruchtlos.
Der Jubel in Reihen der Roosters und beim MagentaSport Kommentator fiel entsprechend euphorisch aus.
Insgesamt war das Team von Pat Cortina nach dem hervorragenden Auftritt gegen Berlin nicht wiederzuerkennen. Die Grizzlys, die ohne Furchner, Olimb, Bittner, Möser und ihre beiden WM-Fahrer auskommen mussten, entwickelten keinerlei Spielfluss und wirkten schlapp und wenig intuitiv in ihrem Zusammenspiel. Gegen alles andere als überragend agierende Roosters jedenfalls eine herbe Enttäuschung für Mannschaft und Fans der Grizzlys, wobei vor allem die Leistung der Kontingentspieler an diesem Nachmittag wohl den Ausschlag gab. 

1:0 Whitney (Jentzsch - Grenier) 4.Min
1:1 Festerling (Fauser - Busch) 31.Min
2:1 Lautenschlager (Bailey - O'Connor) 46.Min
2:2 Pfohl (Rech - Järvinen) 50.Min
2:3 Hungerecker (Fauser - Boucher) 50.Min
3:3 Bailey (Raymond - Jentzsch) 55.Min PP 5-4
4:3 O'Connor (Bailey - Raymond) 59.Min
5:3 Bailey (Sutter) 59.Min

Wolfsburg siegt gegen Berlin nach Penalties

  • Geschrieben von Martin
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In einem mitreißenden Kampfspiel ringen die Grizzlys auch im zweiten Spiel ihren Gegner nieder. Im Mittelpunkt dieser schnell und intensiv geführten Begegnung standen dabei vor allem die Goalies beider Teams, die weder in der regulären Spielzeit, noch in der Verlängerung hinter sich greifen mussten.
Vom Anpfiff weg versäumte es keine der beiden Mannschaften, absolute Bereitschaft zu zeigen und extrem gute Defensivarbeit anzubieten. Offensiv konnten zunächst die Gastgeber die Mehrzahl an Chancen für sich verbuchen, kamen dabei durch einen Alleingang von Max Görtz und einen schwierig unter Kontrolle zu bringenden One-Timer von Phil Hungerecker zu zwei echten Großchancen. Endstation war jedes Mal Gästekeeper Ancicka, der bei seinem DEL-Debüt eine hervorragende Figur abgab. Auf der Gegenseite kam mit Kris Foucault ein frisch zu den Eisbären gewechselter Ex-Grizzly zu zwei Hochkarätern, der aber ebenfalls im Torhüter seinen Meister fand. Dort stand bei den Niedersachsen dieses Mal Neuzugang Dustin Strahlmeier zwischen den Pfosten, der bei seinem ersten Saisoneinsatz gleich einen absoluten Sahnetag erwischte.
Das war auch dringend nötig, denn im Mitteldrittel erhöhten die Eisbären zusehends den Druck auf das Gehäuse der Grizzlys. So sehr, dass das eigentlich vorbildliche Lauf- und Stellungsspiel der Gastgeber immer wieder nicht reichte, um Großchancen der Gäste zu unterbinden. Besonders während einer knapp zweiminütigen doppelten Unterzahl (ab 31.) rettete der Wolfsburger Schlussmann ein ums anderer Mal das torlose Remis. Zwar durften die Grizzlys sich zum Ende des zweiten Spielabschnitts ebenfalls an einer, nicht ganz so langen, doppelten Überzahl versuchen, doch diese Situation bildete eher den einzigen wirklichen Tiefpunkt des Abends aus Wolfsburger Sicht. Ansonsten wogte das Geschehen rasant hin und her. Berlin traf dabei gleich zweimal, Wolfsburg durch Boucher immerhin einmal das Gestänge. Doch Tore blieben in dieser Partie, die sonst alles zu bieten hatte, weiter Mangelware.
Das sollte sich auch im Schlussabschnitt nicht ändern - trotzdem wusste das Geschehen auf dem Eis weiterhin bestens zu unterhalten. Wolfsburg hatte schon im Mitteldrittel auf drei Reihen umgestellt (Furchner und Fauser pausierten) und stellte sich dem Druck der Gäste jetzt wieder erfolgreicher entgegen. Spielanteile und Einschussgelegenheiten hielten sich weitgehend die Waage, wobei die Qualität der Wolfsburger Chancen immer geringer wurde. 
Schließlich sollte bei 3 gegen 3 auf dem Eis die Overtime die Entscheidung bringen. Doch egal wie klar die angreifende Mannschaft auch einen ihrer Stürmer freispielte, stets hieß es: Endstation Torhüter! Selbst als Berlins Pföderl den Kontrahenten enteilt schien (64.), schaffte es Wolfsburgs Melchiori noch, ihn ohne Foul per Check aus der Bahn zu bringen!
Erst im Penaltyschießen war es dann soweit: Der erste Torjubel sollte durch die Eisarena schallen! Ausgelöst hatte ihn Matti Järvinen, der gleich den ersten Penalty sehenswert an Ancicka vorbeimanövriert hatte. Während Foucault und Noebels an Strahlmeier scheiterten, konnte auch Pfohl den Puck im Gehäuse der Eisbären versenken - ebenfalls sehr elegant mit der Rückhand in den Giebel. Der zweite Punkt und der zweite Sieg in Folge waren gesichert!
Während sich die gesamte Mannschaft der Grizzlys (vielleicht mit Ausnahme der Kategorie Torgefahr) Bestnoten ans Revers heften durfte, stachen doch zwei Akteure noch einmal heraus:
Dustin Strahlmeier mit einer überragenden Leistung zwischen den Pfosten und Neuzugang Melchiori, der neben der schon fast unmenschlichen Eiszeit (31:20) auch noch in allen anderen Belangen zu glänzen wusste. Selten durfte man auf Wolfsburger Eis einen Verteidiger bewundern, der eine derart hochklassige Verbindung aus Körperspiel, Beweglichkeit und Spielintelligenz in die Waageschale werfen kann. Hut ab, Herr Fliegauf!

1:0 Järvinen 65.Min PEN

DEL-Start geglückt - Grizzlys beißen spät!

  • Geschrieben von Martin
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Zum Auftakt der Saison 20/21 traf Wolfsburg dabei mit Krefeld auf einen mittlerweile bekannten Gegner. Noch im Rahmen des enttäuschend verlaufenen Magenta Sport Cups hatte es zwei knappe Niederlagen gegen den von reichlich Veränderungen und Chaos heimgesuchten Gast gegeben.
Auch im dritten Anlauf schien es zunächst wieder ein zähes Ringen um Spielfluss und brauchbare Torchancen zu werden. Beide Teams produzierten in den ersten zwanzig Minuten wenig Vorzeigbares vor dem gegnerischen Gehäuse, wobei Wolfsburg die spielbestimmende Mannschaft mit der Mehrzahl an offensiven Aktionen war. Das einzige Tor des ersten Drittels schossen trotzdem die Pinguine...irgendwie. Ein Querpass von Krefelds Tianulin fand über die Kufe von Button den Weg über die Linie, was zum insgesamt murksigen Spielverlauf des ersten Drittels hervorragend passte. 
Defensiv hatten sich die Grizzlys bis dahin eigentlich nichts vorzuwerfen, was die Sache wohl noch ein bisschen frustrierender machte. 
Doch Wolfsburg fand schließlich den Weg in diese Partie. Die Schlüsselmomente dieser bis dahin etwas blutleeren Partie spielten sich dabei zwischen der 26. und 30.Minute ab, als die Gastgeber dem guten läuferischen Einsatz endlich mehr Körperspiel hinzufügten. Etwas skurril startete das Ganze mit einer Verletzung von Mathis Olimb, der über einen gecheckten Krefelder stolperte (26.) und sich eine blutende Gesichtsverletzung zuzog - das Spiel war für den Wolfsburger Center damit beendet. Ebenso in die Kabine ging es eine Minute später für Laurin Braun, der nach einem krachenden Check durch Jeff Likens unsanft auf dem Eis aufgeschlagen war. Das schien nicht nur den großen Bruder des Krefelder Stürmers aufzuwecken, auch die Wolfsburger Mannschaft wirkte in der Folge einfach wesentlich präsenter. Als es den Grizzlys auch noch gelang eine doppelte Unterzahl (28.-30.) schadlos zu überstehen, zeigten sie endlich wieder den so lange vermissten Biss.
Noch vor der zweiten Pause drehten sie durch Powerplaytreffer von Machacek (36.) und Neuzugang Görtz (37.) die Begegnung und zeigten sich dabei im Angriffsspiel deutlich verbessert.
Das letzte Drittel war gerade 45 Sekunden alt, da löste der überragend aufspielende Max Görtz mit seinem zweiten Treffer auch die letzte Bremse im Spiel der Grizzlys. Jetzt rollten die Angriffswellen der Gastgeber ohne Unterbrechung auf den von Belov gehüteten Kasten des KEV. Nach zuletzt viel Eishockey-Magerkost ging da den Fans vor den Bildschirmen wohl tüchtig das Herz auf - das machte mal so richtig Spaß!
Zwar gelang Wolfsburg nur noch ein weiterer sehenswerter Treffer durch Järvinen (45.), doch der Gesamteindruck der letzten zwanzig Minuten stimmte einfach durchweg positiv. Besonders erfreulich auch, dass die Verteidigung der Grizzlys den Ausfall eines ihrer Besten (Bittner) gut wegzustecken vermochte. Die neu gebildeten Verteidigerpaare Melchiori-Likens, Adam-Button und Wurm-Bruggisser hinterließen einen überzeugenden Eindruck und leisteten sich keinerlei gröbere Aussetzer. Vermutlich neben der beschriebenen Schlüsselmomente der wichtigste Faktor, um dieses eigentlich enge Spiel doch noch in den Griff zu bekommen.
Am Dienstag kommt es nun zum Aufeinandertreffen mit den Eisbären. Die haben in ihrer Auftaktpartie ebenfalls ihre zuletzt schwachen Auftritte nicht fortgesetzt und konnten dabei tatsächlich den so stark aufspielenden REV irgendwie niederringen. Das dürfte nun eine echte Standortbestimmung für das Team der Grizzlys werden!
   

0:1 Tianulin (Postel - Bull) 15.Min
1:1 Machacek (Bruggisser - Görtz) 36.Min PP 5-4
2:1 Görtz (Festerling - Bruggisser) 37.Min PP 5-4
3:1 Görtz (Melchiori - Järvinen) 41.Min
4:1 Järvinen (Busch - Machacek) 45.Min

Geht das bald mal los?

  • Geschrieben von Stephanie
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Nach dem für die Grizzlys leider etwas zu kurz geratenen Vorbereitungsturnier beginnt in wenigen Tagen endlich die Hauptrunde. Oder wie auch immer man den saisonähnlichen Zustand mit zwei Gruppen in diesem Jahr bezeichnen will. Aber es wird zumindest Eishockey gespielt.
Ich werde in den nächsten Tagen versuchen, die Webseite wieder auf einen neuen Stand zu bringen. Leider wird die saisonale Berichterstattung dieses Jahr eher knapp gehalten werden müssen. Nicht nur dass ich als Hobbyfotograf wegen Corona keine Fotos bei den Spielen machen darf, und es momentan sowieso nicht kann, es wird uns einfach wegen einer Erkrankung meinerseits die Zeit fehlen, um die seit über 18 Jahren gewohnte Qualität der Webseite beizubehalten. 

Zusammengefasst wird das bedeuten:

- Das Tippspiel wird dieses Jahr leider ausfallen. Mit zwei Gruppen und mit Sicherheit vielen verschobenen Spielen ist es technisch einfach nicht machbar.
- Bis auf weiteres gibt es keine Fotos von Heimspielen. Vielleicht werde ich welche vom letzten Jahr für die Berichte nehmen, damit sie etwas hübscher und gewohnter aussehen.
- Wir werden weiterhin von den Spielen berichten, allerdings nicht in der gewohnten Form von ausführlichen Spielberichten. Dafür werden die Kurzberichte etwas länger gehalten. Es ist einfach schwerer etwas genauer zu beschreiben, was man nur am TV sehen kann. Und wir brauchen die benötigte Zeit und Energie momentan einfach für andere Dinge.

Wir hoffen dass sich die Zeiten in jeder Hinsicht wieder bessern, bis dahin muss man das tun, was man in den letzten Monaten schon bis zum Erbrechen praktiziert hat: Durchhalten. 
Irgendwann ist hoffentlich alles wieder halbwegs normal. 

Bis dahin und passt auf Euch auf,

Stephanie vom Webteam

Fünfte Niederlage in Folge - Grizzlys sind raus!

  • Geschrieben von Martin
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Die Grizzlys haben einen Lauf - leider keinen guten. Am Ende hatten die Niedersachsen doppelt so oft auf das gegnerische Tor geschossen wie die gastgebenden Pinguins aus Bremerhaven, eine positive Bully-Bilanz vorzuweisen und sich auch in Sachen Einsatz und Laufbereitschaft nichts zu Schulden kommen lassen. Die Tore hingegen schossen, wie so oft in den letzten Spielen, die anderen. Wolfsburg hatte dabei über weite Strecken der Partie die Gastgeber von der Küste gut im Griff und konnte zunächst nur in doppelter Unterzahl bezwungen werden (19.). Wolfsburgs Olimb hatte zuvor eine extrem seltene Strafe wegen unsportlichem Verhalten (snowing the goalie) kassiert, eine zweite ebenfalls nicht ganz unumstrittene Strafe gegen Armin Wurm sollte folgen. Das Tor durch REV-Stürmer Wahl sollte lange eine der wenigen nennenswerten Offensivaktionen der Gastgeber bleiben, während die Grizzlys ihre Überlegenheit irgendwie nicht in hundertprozentige Chancen umwandeln konnten. Wolfsburg brachte alles, egal wie aussichtslos, aufs gegnerische Tor ohne dabei vor selbigem wirklich zu überzeugen. Bremerhavens Goalie blieb dank guter Sicht meist der Sieger, Versuche, den Puck abzufälschen, endeten stets ungefährlich.
Während die Grizzlys sich quasi wund spielten, nutze Bremerhaven einen der wenigen gröberen Fehler der Gäste gleich eiskalt aus. Dabei gelang es dem völlig außer Form spielenden Toto Rech gleich im zweiten Spiel in Folge einen Gegentreffer direkt einzuleiten. Dieses Mal per Rückhandpass hinter dem eigenen Tor, der dankend vom Pinguins-Forecheck aufgenommen und zum 2:0 durch Andersen (36.) veredelt wurde. Es war zum Verrücktwerden.
Die Moral der Grizzlys indes blieb intakt. Als die erste Fassungslosigkeit verflogen war, machte sich Wolfsburg im Schlussabschnitt noch einmal daran, das Spiel zu drehen. In der 44.Minute dann endlich das ersehnte Erfolgserlebnis: In Unterzahl gelang Boucher der entscheidende Puckgewinn, nach Doppelpass mit Fabio Pfohl drückte der Neuzugang das Spielgerät zum hochverdienten Anschluss in die Maschen.
Doch Wolfsburgs Offensivbemühungen blieben ein zähes Unterfangen. Als Mitchell Wahl dann sogar etwas glücklich auf 3:1 erhöhen konnte (53.), machten sich erste Abnutzungserscheinungen bei den Gästen bemerkbar. Auch wenn die Schlussoffensive bereits vier Minuten vor dem Ende mit dem Ziehen des Goalies eingeläutet wurde...es fehlte neben der Durchschlagskraft nun auch sichtbar der Glaube an ein gutes Ende.
Zusätzlich deprimierend: Dominik Bittner musste im Schlussabschnitt mit einer Handverletzung vom Eis und könnte den Grizzlys nun länger fehlen. Wir wünschen gute und schnelle Genesung und hoffen auf baldige Entwarnung!
Wolfsburg bleiben nun zwei Wochen ohne Wettkampf, um die chronische Abschluss-Schwäche in den Griff zu bekommen. Den sieben Treffern gegen die DEG-Rumpftruppe hatten die Männer von Pat Cortina noch einmal so viele folgen lassen - leider auf fünf Spiele verteilt.
Wirklich überzeugt hatten dabei (neben dem Torwart-Duo) im Angriff nur Pfohl und Järvienen, in der Verteidigung Bittner und mit etwas Anlaufzeit auch Neuzugang Melchiori.  
       

1:0 Wahl (Verlic - Jeglic) 19.Min PP 5-3
2:0 Andersen (Mauermann - Quirk) 36.Min
2:1 Boucher (Pfohl) 44.Min SH 4-5
3:1 Wahl (Mauermann - Dietz) 53.Min