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Grizzlys vergeigen 4:1 Führung und retten einen Punkt

Und wieder gerät ein Bärenduell zur absoluten Achterbahnfahrt - dieses Mal mit dem besseren Ende für Berlin!
Nach einem furiosen Auftaktdrittel, das mit 4:1 auch in dieser Höhe völlig verdient an die Gastgeber gegangen war, verloren die Grizzlys irgendwie die richtige Einstellung. Zunächst hatten Bittner (6.), Olimb (7.) in Unterzahl, Festerling (9.) und Busch (19.) ein wahres Torgewitter über die mit rund 500 Fans im Gepäck angereisten Eisbären hereinbrechen lassen. Ortegas zwischenzeitlicher Anschlusstreffer (8.) geriet da lediglich zur Randnotiz, die Grizzlys überrannten die Gäste förmlich und übten dabei ungeheuren Druck auf das Tor der Gäste aus. Ausgerechnet eine eigene doppelte Überzahl sollte dann zu Beginn des Mittelabschnitts die unrühmliche Wende in dieser Partie bringen. Schlitzohr Likens hatte sich von Berlins Lapierre nicht provozieren lassen und schickte am Ende sogar Wissmann mit in die Kühlbox. Doch anstatt diese Dummheit der Gäste zu bestrafen, spielten die Gastgeber plötzlich wie verwandelt und schienen nur noch die Zeit von der Uhr nehmen zu wollen. So konnte der frisch eingewechselte Franzreb im Tor der Eisbären in aller Ruhe in die Partie finden und den Grizzlys entstand ein immer größer werdendes Problem: Die Energie war nun fast völlig weg - wegen einer eigenen Überzahl?!
Als zur Mitte des Drittels dann zwei echte Spaßstrafen gegen Wolfsburg verhängt wurden, zeigten die Gäste dann mal, wie das mit dem Powerplay richtig funktioniert: Erst Noebels (30.) bei 5 gegen 3, dann Kettemer (30.) bei einfacher Überzahl stellten den mittlerweile verdienten Anschluss für die Eisbären her.
Auch im Schlussabschnitt blieb es ein heißer Tanz, bei dem die Gäste zwar nicht mehr derart dominant auftraten, ihre Torchancen aber weitaus besser nutzten als Wolfsburg. Die Grizzlys kämpften nun wieder, doch brachten die Scheibe einfach nicht an Franzreb vorbei. Im Gegenteil: Einem gefährlichen Angriff der Hausherren folgte meist der direkte Konter der Gäste, die durch Noebels (46.) und Labrie (48.) zweimal eine ausgelassene Wolfsburger Chance mit einem Gegentor beantworteten. Das Spiel war nun endgültig gekippt. Allein Toto Rech hatte zuvor gleich zweimal den Puck vom Aufbauspieler der Eisbären gestohlen und allein vor dem Torhüter nicht verwandeln können - es war zum Verrücktwerden. In der 53.Minute hatte der Eishockeygott dann wohl doch ein Einsehen und Likens' Schuss wurde durch Fauser so unangenehm abgefälscht, dass der Puck über Franzrebs Schoner ins Gehäuse hoppeln konnte. Mit letzter Kraft retteten sich die Grizzlys in die Verlängerung, in der sie fatalerweise auf ihren besten Skater verzichten mussten. Lucas Lessio hatte sich ohne größere gegnerische Einwirkung in der Schlussphase der Partie verletzt und das Eis reichlich wütend verlassen müssen. Nach gerade einmal 41 Sekunden Overtime machte Lapierre im Nachstochern den Sack zu und sicherte Berlin damit den zweiten Punkt und die Revanche für die Niederlage in Berlin - mit exakt dem gleichen Ergebnis.    

1:0 Bittner (Rech - Fauser) 6.Min
2:0 Olimb (Machacek) 7.Min SH 4-5
2:1 Ortega (Labrie - Olver) 8.Min PP 5-4
3:1 Festerling (Lessio - Casto) 9.Min
4:1 Busch (Button - Olimb) 19.Min
4:2 Noebels (Ortega - McKiernan) 30.Min PP 5-3
4:3 Kettemer (Ortega - Olver) 30.Min PP 5-4
4:4 Noebels (Pföderl - Sheppard) 46.Min
4:5 Labrie (Müller - Braun) 48.Min
5:5 Fauser (Likens - Pfohl) 53.Min
5:6 Lapierre (McKiernan - Ferraro) 61.Min

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