header
Log in
A+ A A-

Wolfsburg erkämpft einen Punkt in Berlin

In einem wilden Auftaktdrittel verbrauchten beide Kontrahenten offenbar bereits ihr gesamtes Zielwasser. Bereits in der dritten Minute nutzten die Gastgeber einen unglücklich geblockten Schuss im Nachfassen zum 1:0 durch Marcel Noebels. Die Antwort der keineswegs geschockten Wolfsburger ließ allerdings keine 30 Sekunden auf sich warten: Alex Karachun vollendete eine schöne Kombination seiner überzeugend aufspielenden Reihe mit Eric Valentin und Marcel Ohmann und schob völlig unbedrängt zum schnellen Ausgleich ein (3.). Direkt im Anschluss an ihr erstes Powerplay gingen die Gäste aus Niedersachsen sogar durch Alex Weiß (9.) in Führung, der sich dabei für sein robustes Spiel im Slot mit einem Abstauber belohnen konnte.
Reichlich unglücklich lief es dann bei der Entstehung des erneuten Ausgleichs für die Eisbären: Ein Berliner Spieler hatte zuvor beim Versuch seinen Schläger zu befreien, Wolfsburgs Cassels das Spielgerät durchs Gesicht gezogen - direkt vor den Augen eines der Hauptschiedsrichter. Während sich Cassels noch aufrappelte und den Weg zur Bank antrat, erzielten die Gastgeber, praktisch mit einem Mann mehr, den zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhaften Ausgleich (12.). Doch auch von diesem Tiefschlag erholten sich die geläutert wirkenden Grizzlys wieder und konnten so im Laufe der Partie fast durchgängig auf Augenhöhe mit Berlin agieren. Ein Umstand, der nach den letzten Wochen nicht als selbstverständlich angesehen werden kann. Zwar blieben sich die Wolfsburger in den folgenden zwei Dritteln plus Verlängerung und Penaltyschießen in Sachen Chancenverwertung weiter "treu", doch die kämpferische Leistung war bei allen Akteuren eines Grizzlys würdig. Da sich beide Teams vor dem teils sogar leeren Kasten in Sachen Abschluss-Schwäche einen echt harten Fight lieferten, musste am Ende das Penaltyschießen für Erlösung sorgen. Zwei Treffer für Berlin und zwei Fahrkarten für Wolfsburg spiegelten dabei wohl vor allem die psychische Verfassung der beiden Teams wieder. Es bleibt ein langer Weg für die Grizzlys, die mangels spielerischer Qualität in der Offensive (Elkins, Albert, Foucault und Möchel fehlen weiterhin) weiter auf die "Kampfkarte" setzen müssen. Eigentlich nichts Neues in Wolfsburg -  in dieser Reinkultur aber doch ein wenig gewöhnungsbedürftig...

1:0 Nöbels (Aubry - Hördler) 3.Min
1:1 Karachun (Ohmann - Valentin) 3.Min
1:2 Weiß (Dehner - Aubin) 9.Min
2:2 Jahnke (Dupont - Rankel) 12.Min
3:2 Kettemer - PS