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Irres 7:6 n.V. - Die Enttäuschung weicht dem Stolz!

Mit einem Wahnsinnsfight verabschieden sich die Grizzlys aus der laufenden Saison. Ein Mittelstürmer und gerade einmal drei Sturmreihen standen den Gästen bei ihrem dritten Auftritt in der Mercedes-Benz Arena zur Verfügung. Nachdem der erste Druck der Eisbären erfolgreich überstanden war, drehte Wolfsburgs Mini-Kader (ohne Kapitän und fünf weitere Leistungsträger aus dem Sturm) mächtig auf. Gleich im ersten Anlauf konnte das Wolfsburger Powerplay die Führung durch Tyson Mulock bejubeln (11.) znd war bis Drittelende plötzlich die spielbestimmende Mannschaft. Die Eisbären konnten zwar mit viel Glück durch Buchwieser (19.) ausgleichen, doch die Grizzlys blieben in Fahrt. Wenige Sekunden vor der ersten Pause markierte Robbie Bina das 1:2 und schickte sein Team somit gut gelaunt in die Kabine. Und der Optimismus der Männer in orange sollte noch einen zusätzlichen Grund bekommen: Erneut Mulock (24.) war es, der den Wolfsburgern sogar das 1:3 bescherte. Doch bei aller Freude - der kleine Kader schien nun langsam seinen Tribut zu fordern. Fiel der Anschlusstreffer (28.) der Gastgeber noch im Powerplay, so offenbarte sich spätestens im Nachgang ein Energiedefizit bei den Grizzlys. Fast schon spielerisch leicht konnten die Eisbären durch Buchwieser (30.) und Noebels (36.) ihre erste Führung in dieser abwechslungsreichen Partie erzielen. Als dann im Schlussabschnitt das 5:3 durch Aubry (50.) fiel schienen die immer langsamer agierenden Gäste komplett ausgeknockt. In einem letzten Akt der Verzweiflung wollte Wolfsburgs scheidender Coach Pavel Gross schon früh (57.) den Goalie für einen sechsten Feldspieler ziehen...und ließ ihn erstmal drin. Denn dann wurde es richtig wild! Die Grizzlys zeigten ihrem langjährigen Trainer noch einmal eindrucksvoll, was sie gemeinsam im Laufe der Jahre zum Markenzeichen der Organisation gemacht haben: Unbändiger Wille und eine Arbeitsmoral, die ihresgleichen sucht! Innerhalb von 18 Sekunden stellten die wie um ihr Leben kämpfenden Wolfsburger durch Foucault (57.) und Riefers (58.) den Ausgleich her, versetzten damit die bereits den Halbfinaleinzug feiernde Arena in absolute Schockstarre. Selbst, als eine Minute später das schier Unfassbare geschah und die Eisbären durch Noebels (59.) erneut den Sieg fest in den Händen zu halten schienen, gaben sich die Männer von der Aller nicht geschlagen. Ganze 14 Sekunden währte der Freudentaumel der Heimfans, dann schlug der überragende Kris Foucault ein zweites Mal zu - Ausgleich zum 6:6!
Die Achterbahnfahrt ging also in die Verlängerung - mit dem besseren Ende für die Gastgeber, die dominanter und frischer aus der Kabine gekommen waren. Nach etwas mehr als zwei Minuten entschieden die Eisbären durch Burkarts Treffer zum 7:6 Endstand Spiel und Serie für sich und warten nun auf ihren Halbfinalgegner.
Bei den Grizzlys wich die Enttäuschung über das Aus und die so bizarr von Verletzungen geprägte Saison nur langsam dem Stolz über das, was man nicht nur in diesem Spiel mit einem stark dezimierten Kader vollbracht hatte.
Neben der schier überragenden Torhüterleistung beeindruckten auf Wolfsburger Seite fast alle (mehr oder weniger) einsatzfähigen Akteure in den letzten Wochen mit unglaublicher Hingabe. Allen voran Akteure wie Kris Foucault, der seit seinem Comeback unter deutlich sichtbaren Schmerzen trotzdem einfach alles in die Waagschale warf und sogar noch zum echten Faktor im Viertelfinale wurde.
Bleibt neben dem Stolz und der Freude über eine derart charakterstarke Mannschaft nur der etwas wehmütige Blick zurück auf eine lange Zeit der Stabilität in Wolfsburg. 10 Jahre Play-offs: Das ist neben der hervorragenden Arbeit unseres Managers vor allem auch ein Verdienst unseres nun nach Mannheim wechselnden Trainers!

Wir sagen: 

Danke, Pavel! Für eine geile Zeit und für all Deine Arbeit und Leidenschaft, die Du unserem Lieblingsclub gegeben hast.
Wir wünschen Dir und Deiner Familie auch weiterhin alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg
...und natürlich viele Niederlagen gegen Dein ehemaliges Team.
Mach es gut, man sieht sich!

0:1 Mulock (Foucault - Dehner) 11.Min PP 5-4 
1:1 Buchwieser (Fischbuch - Jahnke) 19.Min 
1:2 Bina (Aubin - Furchner) 20.Min
1:3 Mulock (Höhenleitner) 24.Min
2:3 Petersen (Dupont - Hördler) 28.Min PP 5-4
3:3 Buchwieser (Müller - Backman) 30.Min
4:3 Noebels (Richmond - Aubry) 36.Min
5:3 Aubry (Baxmann) 50.Min
5:4 Foucault (Mulock - Höhenleitner) 57.Min
5:5 Riefers (Karachun - Allen) 58.Min
6:5 Noebels (Müller - Aubry) 59.Min
6:6 Foucault (Furchner) 59.Min
7:6 Burkarts (MacQueen - Wissmann) 63.Min

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