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EHC - Iserlohn Roosters 1:2

Der Heimspielmurks geht weiter

Fast sah es nach Besserung aus - aber leider nur fast. Die Grizzlys schenkten ihren Anhängern zunächst ein furioses Auftaktdrittel, in welchem sie die Gäste aus Iserlohn in Grund und Boden rannten. Minutenlang waren die Roosters damit beschäftigt, irgendwie den Weg aus ihrem Drittel zu finden. Der Wolfsburger Forecheck lief zwanzig Minuten lang mit begeisternder Intensität, aber leider nur mit minimalem Ertrag. Philip Riefers hatte einen starken Auftritt mit seinem ersten Saisontor (6.) gekrönt und die Grizzlys frühzeitig in Führung gebracht. Es sollte das einzige Tor für die Wolfsburger in einer weitestgehend überlegen geführten Partie bleiben!
Wenig später fälschte Höhenleitner einen Dehner-Schuss ans Gestänge ab, dann legte Voakes für seine Reihenkollegen Weiß und Aubin auf, die an Dahm im Roosters-Tor scheiterten. Selbst als dem bestens aufgelegten Goalie der Gäste einmal der Puck durch die Schoner rutschte, war Weiß im Rennen um den Puck nur zweiter Sieger.
So verteidigte der IEC den knappen Rückstand mit Glück und Geschick bis zur ersten Pause und ging wohl reichlich erleichtert in selbige.
Zwar gelang den Gastgebern auch der Start ins Mitteldrittel recht gut, doch schon nach einigen Minuten merkte man den leise voranschreitenden Verschleiß in den Köpfen der Grizzlys. Das kleine bisschen weniger Aufwand sollte an diesem Nachmittag schon reichen, um die Partie zum Kippen zu bringen. Während Wolfsburg seine Überzahlgelegenheiten trotz Dauerdruck nicht zu glasklaren Chancen nutzen konnte, brauchte der Gast aus dem Sauerland nur einen Anlauf. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Jason Jaspers nahm einfach mal im eigenen Drittel Schwung und ließ einfach alle Grizzlys stehen. Auch Torhüter Brückmann ließ er beim trockenen Abschluss (28.) keine Chance und besorgte damit den alles andere als verdienten Ausgleich für seine Farben,
Die Roosters durchlebten in den Folgeminuten prompt ihre einzige wirklich starke Phase und gingen nun ihre offensiven Aktionen etwas zielstrebiger an. Fünf Minuten später sollte der neu entdeckte Offensivdrang erneut Früchte tragen. Wolfsburgs Roach hatte nach Puckeroberung das Spielgerät zu lasch hinter dem eigenen Tor entlang gespielt, Salmonsson nahm selbiges auf und Larsson versenkte den folgenden Pass zur 1:2 Führung. Sprachlosigkeit machte sich auf den Rängen breit - zumindest rund um den Iserlohner Block, der sein Glück kaum fassen konnte.
Das Schlimmste sollte aber noch kommen: Iserlohn lieferte bis zum Schlusspfiff ein fast perfektes Auswärtsspiel zwischen destruktiver Verteidigung und kleinen offensiven Nadelstichen ab. Wolfsburg hingegen rannte sich auch im Schlussabschnitt, nun weniger gefährlich wie im Auftaktdrittel, an der Iserlohner Verteidigung wund und sollte kaum noch brauchbare Einschussgelegenheiten erzeugen. Quälende 20 Minuten verbrachten die, trotz der zuletzt ernüchternden Ergebnisse, über 3000 anwesenden Fans der Grizzlys, bis der Schlusspfiff sie und das sich tapfer bemühende Team erlöste.
Spaß geht anders.


Teamcheck

Tor
Felix mit einer seiner besseren Leistungen in dieser Saison, hatte aber nicht halb so viel zu tun wie sein Gegenüber.
Trotzdem ein Silberstreif am Horizont dieser bisher so traurig verlaufenden Saison für unsere Katze. Meine Prognose: Wenn er dieses Tal durchschritten hat, kommt er noch stärker zurück! Und wenn es bis zur nächsten Spielzeit dauert: Drauf geschissen! Felix, Du schaffst das!

Verteidigung
Individuelle Fehler bringen die Gegentore. So ist das nun mal. Das Bild, das Sharrow und Likens beim 1:1 abgaben, stimmt aber schon etwas nachdenklich. Die Spielsituation sollte den beiden Routiniers jedenfalls bekannt sein.
Dass Roach seine eigentlich gute Leistung mit dem Fehler zum 1:2 zunichte macht, ist da nicht annähernd so tragisch, fehlt dem Deutsch-Kanadier doch die Spielpraxis seiner Kollegen. Oft fehlt Roach (für mich nicht nachvollziehbar) auf dem Spielberichtsbogen, oder verbringt die Spiele nur als Bankwärmer. Generell gefällt mir der Umgang mit dem jungen Verteidiger seitens unseres Trainers als eine der wenigen Ausnahmen so gar nicht. Ihn nach dem Patzer nicht mehr spielen zu lassen - trotz Ausfall von Wurm - ich verstehe es wirklich nicht...
Stattdessen setzte man immer wieder mit Philip Riefers auf einen Spieler, der seit Jahren auf der Stelle tritt und nun schon in die zweite, wenig berauschende Saison in Wolfsburg geht.

Sturm
Besagter Riefers spielt eines der wenigen wirklich guten Drittel im Dress der Grizzlys. Das ist die gute Nachricht des Spiels. Der sonst eher mit der Aggressivität eines Gänseblümchen ausgestattete Riefers zeigte beim 1:0 echten Biss und Zug zum Tor, stand beim Rebound dadurch goldrichtig. Auch sein Distanzschuss lies seine zweifellos vorhandenen Qualitäten zum wiederholten Male durchscheinen. Leider baute der Wolfsburger Stürmer in der Folge genauso schnell wie seine Kollegen ab und konnte kaum noch Akzente setzten. Einzig die Reihe um Mark Voakes konnte über die gesamte Dauer der Partie so etwas wie Torgefahr ausstrahlen. Der Rest, vielleicht mit Ausnahme von Fabio Pfohl, leider einfach nur harmlos und ineffektiv. Kreps hat noch längst nicht wieder an seine letzte Form anschließen können und Furchis Tor gegen Köln scheint leider auch nur ein Strohfeuer gewesen zu sein.
Auch in diesem Mannschaftsteil erhoffe ich mir, zumindest in der kommenden Saison, ein festes Einbinden von Alex Karachun, dessen kraftvolle Spielart mir momentan doch irgendwie fehlt. Keine Tore schießen können andere jedenfalls mittlerweile genauso gut. mb

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