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EHC - Adler Mannheim 6:2

Die Gala zum Jubiläum

Nach dem zuletzt äußerst gelungenen Auftritt in Straubing gastierte nun mit den Adlern einer der Titelfavoriten in der Eisarena Wolfsburg. Doch auch wenn dieses Spiel durchaus einen sehr wichtigen Punkt in der aktuellen Saison darstellten mochte, stand zunächst einmal ein Akteur der Grizzlys besonders im Rampenlicht. Sebastian Furchner wurde von Verein, Oberbürgermeister und Fans anlässlich seines 900. DEL-Spiels ausgiebig geehrt. Während die Offiziellen ihm ein Trikot mit der Zahl 900 überreichten, gestalteten die Fans der Wolfsburger Fankurve eine Choreographie zu seinen Ehren, die als Zeitleiste seiner bisherigen Karriere gestaltet war. Der Jubilar zeigte sich dann auch sichtlich gerührt und gab in Interviews rund um das Spiel das 1000. Spiel als sein persönliches Ziel zu erkennen. Da Furchi bekanntlich ein Mann der Tat ist, ließ er in den folgenden 60 Minuten Eishockey ebensolche sprechen und versüßte sich selber den ohnehin schönen Abend mit einem Tor, einem Assist und natürlich dem Sieg gegen den Gast aus Mannheim.
Dass es am Ende so deutlich für seine Grizzlys ausging, lag allerdings auch an einer gehörigen Portion Feiertagsglück, das den Gastgebern vor allem im Auftaktdrittel hold war.
Denn da spielte erst einmal der Gast aus der Quadratestadt munter auf und traf bei diversen Gelegenheiten entweder das Tor nicht, oder scheiterte an Wolfsburgs Brückmann. Bis zur Mitte des Drittels zeigten sich die Grizzlys dabei zwar lauffreudig und stark verbessert, konnten aber vor dem Tor der Adler nicht viel bewirken. Einzig das Glück des Tüchtigen hatte den Gastgebern bis dahin den überraschenden Führungstreffer ermöglicht: Bei Wurms Schuss in die Rundung (6.) hatte sich Endras auf den Weg hinter sein Gehäuse gemacht, um den Puck dort in Empfang zu nehmen. Der Puck nahm allerdings dank eines Bandenfehlers die Abzweigung vor das Adler-Tor, prallte vom Pfosten direkt auf die Kelle des nachrückenden Aubin - 1:0 für Wolfsburg praktisch aus dem Nichts!
Einige Minuten lang hielten die Gäste ihren Druck im Anschluss noch aufrecht, dann kippten die Spielanteile komplett in Richtung der wie besessen laufenden und checkenden Grizzlys.
Furchners viel umjubeltem 2:0 aus der 13.Minute ließen die Gastgeber wenig später (17.) auch noch den dritten Treffer durch Mulock, nach schöner Vorarbeit durch Proft folgen.
Mannheim traf kurz vor der Pause noch den Pfosten, dann ging es zum ersten Mal in die Kabinen. 3:0 gegen Mannheim - da war doch was? Doch die gruseligen Gedanken an das Halbfinale der Saison 14/15 sollten schnell verfliegen.
Wie mit Raketenantrieb versehen kamen die Grizzlys aus der Pause und spielten die Adler geradezu an die Wand. Dem schnellen 4:0 durch Kapitän Haskins (22.) folgte ein fast 20-minütiger Sturmlauf der Gastgeber, der lediglich von einer Strafe gegen Jeremy Dehner (25.) kurz unterbrochen wurde. Die Adler konnten nun einfach nicht mehr Schritt halten und wanderten gleich reihenweise auf die Strafbank. Frust spielte dabei langsam aber sicher eine entscheidende Rolle auf Seiten der überfordert wirkenden Gäste: Die Stockfouls nahmen sicht- und für Wolfsburgs Spieler spürbar zu.
Im dritten Anlauf gelang es den Hausherren schließlich diese Vergehen zu bestrafen und mit Aubins zweitem Treffer (36.) auch im Powerplay etwas Produktives abzuliefern. Das Glück blieb den nun auf einer Euphoriewelle durch die Halle schwebenden Grizzlys dabei weiter treu: Noch vor dem zweiten Pausentee trafen sowohl der Mannheimer NHL-Neuzugang Desjardins, als auch Christoph Ullmann jeweils nur das Torgestänge - die Adler blieben weiter torlos.
Das Debakel für die Gäste, die im Tor nun Endras gegen Pickard getauscht hatten, hätte noch viel schlimmer ausfallen können...doch Wolfsburg schonte nun deutlich seine mageren Kraftreserven und stellte auf Sparflamme um.
Nach einigen Minuten bemerkten die Adler offenbar die sich bietende Gelegenheit zur Ergebniskorrektur und die Anzahl ihrer Chancen stieg. Johnsons 5:1 in der 48.Minute hatte schon fast etwas von einem Sonntagsspaziergang, was die Gastgeber offensichtlich aber auch realisierten. Folglich zogen die Grizzlys noch einmal ein wenig die Zügel an, erzielten ihrerseits durch Foucault (53.) noch einen zweiten Powerplaytreffer, bevor auch Mannheim einmal in Überzahl einen Erfolg vermelden durfte. Larkins 6:2 stellte knapp zwei Minuten vor dem Ende dann auch den Endstand diese unterhaltsamen Partie dar. Nach einem der legendären Mannheimer Comebacks hatte es bis dahin zu keinem Zeitpunkt ausgesehen - die Gäste hatte einfach einen gebrauchten Tag erwischt, die Grizzlys das genaue Gegenteil.
Zur Feier des Tages zelebrierte das Wolfsburger Team die traditionelle Raupe endlich wieder einmal als Ganzes und die Fans ließen Jubilar Furchner noch einmal kräftig hochleben. Ein rundum gelungener Feiertag fand sein würdiges Ende.


Teamcheck

Tor
Die "Katze" wird mit viel Geduld und Vertrauen zurück in die Spur geführt. Sein erstes Spiel komplett ohne größere Unsicherheit und mit jeder Menge sehenswerter Saves. Wenn sich diese Form stabilisieren sollte, haben wir in den nächsten Wochen zwei Goalies in Topform. Passend zum sich abzeichnenden Aufwärtstrend!

Verteidigung
Die fünf gelernten Verteidiger plus Aushilfe Riefers lieferten eine gute Partie ab. Wenn das ganze Team schnelle Beine hat und diszipliniert zurückarbeitet, macht sich das natürlich in diesem Bereich deutlich bemerkbar.
Sehr konzentriert und lediglich im Schlussabschnitt, wie das ganze Team, ein wenig zu entspannt. Angesichts des strammen Programms und der Ausfälle aber vertretbar.

Sturm
Furchi packt zur Feier des Tages nochmal den Turbo aus und furchnert was das Zeug hält. Mit einem Tor und einem Assist feiert der Wahl-Wolfsburger sein 900.Spiel auf seine Weise. Wobei die Abteilung "Attacke" schon in Straubing andeutete, das sich da langsam alte Mechanismen wieder einfinden. Neuzugang Kreps, mit einem unglaublichen Handgelenkschuss bewaffnet, überzeugt mit viel Spielintelligenz, 4 Punkten aus 4 Spielen und +4 bisher auf ganzer Linie. Dazu präsentiert sich auch die um Proft formierte 4.Reihe immer besser in Form und bringt mit dem durchsetzungsfähigen Karachun und Mulocks Schussfähigkeiten einiges mehr als nur Spielstandsverwaltung an den Start.
Dass nun auch Haskins und Aubin in Richtung Topverfassung unterwegs sind, sollte die Wartezeit auf Mark Voakes zumindest etwas weniger schmerzhaft gestalten. Er und Pfohl noch im Kader - ich kann es kaum erwarten! mb

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