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EHC - Düsseldorfer EG 3:2 n.V.

Der lange Weg zurück

Im Kampf um ein etwas besseres Punktekonto trafen die Grizzlys nun auf ihren Ex-Co-Trainer Mike Pellegrims, der als Cheftrainer der DEG sein "Comeback" im Allerpark feierte.
Wie viel er während seiner langen Tätigkeit bei den Grizzlys gelernt hat, offenbarte sein Team dann auch ohne größere Anlaufschwierigkeiten.
Es ist kein Geheimnis, dass der beste Freund unseres Trainers ein ähnliches Spielsystem wie sein Kumpel und ehemaliger Chef spielen lässt und ebenfalls auf Kondition und viel Tempo setzt.
So neutralisierten sich die beiden Kontrahenten über weite Strecken des ersten Drittels und lediglich die eine oder andere Strafe, vornehmlich gegen die Wolfsburger, brachte etwas mehr Gefahr vor eines der Tore.
Die Grizzlys, endlich wieder mit ihrem Kapitän Tyler Haskins am Start, überstanden ihre drei Unterzahlspiele schließlich ebenso wie die Gäste ihrerseits die einzige Powerplaygelegenheit der Hausherren.
Die wenigen größeren Torchancen verhinderten die beiden bestens aufgelegten Torleute, so dass es torlos in die erste Unterbrechung ging.
Das Spiel nahm im Anschluss noch mehr Fahrt auf, beide Teams erhielten nun weitaus mehr Gelegenheiten, endlich den Bann zu brechen und das erste Tor zu erzielen.
Trotzdem dauerte es bis zur 30.Minute, ehe es in der Eisarena zum ersten Mal richtig laut wurde. Nachdem zunächst wieder eher die Torleute, denn die Stürmer geglänzt hatten, vollstreckte Wolfsburgs Fauser im zweiten (und letzten) Powerplay der Gastgeber zum 1:0 für seine Farben. Endlich hatte Düsseldorfs Niederberger keinen Körperteil mehr zwischen Tor und Scheibe bekommen - Fausers One-timer schlug unhaltbar im Gehäuse der Gäste ein!
Die DEG zeigte sich keineswegs geschockt, reagierte mit zusätzlich erhöhter Laufintensität und schnürte die Gastgeber dabei ein ums andere Mal in deren Drittel ein. Nur einem überragenden Jerry Kuhn und extrem harter Defensivarbeit war es zu verdanken, dass der Wolfsburger Vorsprung zunächst halten sollte.
Doch in der 39.Minute sollte den Grizzlys das Glück dann doch einmal komplett abhanden kommen: Gleich mehrfach gelang es den Hausherren nicht, den Puck aus dem eigenen Drittel zu befördern, so dass die Kräfte der Akteure in orange zusehends schwanden. Schließlich gelang es Kammerer einen Schuss der Gäste aus kurzer Distanz unhaltbar in den Giebel abzufälschen...der letztendlich verdiente Ausgleich für Düsseldorf!
Der Schlussabschnitt geriet nun zum zähen Ringen um die Punkte - beide Teams drängten auf die Entscheidung, entblößten dabei aber fast nie die eigene Verteidigungszone. Als den Grizzlys dieser Fauxpas doch einmal unterlief, war auch prompt ein Düsseldorfer allein in Richtung Kuhn unterwegs. Fausers Schlag an die Krücke des enteilten Nowak (50.) deuteten die Referees, sehr zum Ärger der Heimfans, als strafschusswürdig. Nowak sagte artig "Danke" und vollstreckte den folgenden Penalty zur 1:2 Führung für die DEG.
Wer nun glaubte, die wenig erfolgreich in die Saison gestarteten Gastgeber würden nun einknicken, der sah sich getäuscht. Die Grizzlys arbeiteten mit der ihnen eigenen Hartnäckigkeit bis in die Schlussminuten am Ausgleich in dieser äußerst engen und fair geführten Partie. Und er sollte gelingen! Jeremy Dehner konnte per Distanzschuss den teils atemberaubend reagierenden Goalie der Gäste endlich ein zweites Mal überwinden (57.) und schickte die Begegnung damit in die Overtime.
Die sollte nach 45 Sekunden auch schon wieder vorbei sein, denn Mark Voakes demonstrierte einmal mehr sein feines Händchen. Einen zwei auf eins Konter schloss der Magier, scheinbar völlig locker und entspannt, ohne Abspiel in die kurze Ecke ab - die Eisarena explodierte erneut im Jubel der spürbar erleichterten Fans.
Der Grundstein zur Aufholjagd scheint gelegt, nun muss am Sonntag der zweite Schritt folgen, damit die Grizzlys den schweren Saisonauftakt bald als verdaut ablegen können!


Teamcheck

Tor
Jerry Kuhn brilliert weiter mit unglaublichen Reflexen. Selbst den abgefälschten Schuss zum 1:1 hätte er fast noch antizipiert - einfach überragend!
Nur die Rituale während der Feierlichkeiten müssen wohl noch trainiert werden ;)

Verteidigung
Wurm und Roach deutlich verbessert! Armin mit einigen guten Rettungsaktionen, Roach mit verbesserten Offensivaktionen und durchaus geschickterem Zweikampfverhalten hinter dem eigenen Tor. Einmal leider wieder der (Versuch eines) Pass durch den eigenen Torraum - wo lernt man so einen Quatsch? Bei Jeff Likens?
Damit gleich zum Chefchaot der Grizzlys. Bei aller Spiellaune und technischen Fähigkeiten unser Nummer 9: Diese unglaublich dämlichen Strafzeiten müssen aufhören! Gegen ein Top4-Team hätten wir die erste Pause nicht torlos erlebt...
Krupp und Ankert beim Penalty leider nicht so optimal positioniert, sonst mit einer tadellosen Leistung. Alles überragender Mann an diesem Abend natürlich Jeremy Dehner, der an allen drei Toren aktiv beteiligt war. Hat's einfach drauf, der Jeremy.

Sturm
Der Kapitän ist wieder auf der Brücke! Zwar wirkte die 10 noch ein wenig müde, doch seine Anwesenheit tat seiner Reihe, die sowohl beim 1:0 (PP) als auch beim 2:2 auf dem Eis war, sichtbar gut.
Während die gut funktionierende Reihe um den Magier weiter auf ihren Knipser (#11) wartet, wirkte der gut aufspielende Foucault in seiner Reihe weiter etwas verschwendet. Während Höhi mit ungewohnten Konzentrations- und Luftlöchern im Abschluss auffiel, blieb Dixon blass wie eh und je. Insgesamt gibt mir die Nummer 18 weiter als einzige Personalie des Sommers Rätsel auf. Weder im Slot, noch beim Bully stellt Dixon bisher einen Mehrwert dar und als Spielmacher ist er mir eigentlich auch nie so extrem aufgefallen. Ein paar brauchbare Spiele im Finale - das war es auch schon.
Die vierte Reihe, in der Try-out Carter Proft diesmal keine Einsatzzeit bekam, machte ihren Job gut, hielt den Gegner meist gut in Schach.
Insgesamt fehlt mir mit Fabio Pfohl hier aber einfach ein zweites spielerisches Element in unserer Arbeitertruppe! Allein Mark Voakes bringt in die, mehr oder weniger eingespielten, Abläufe überraschende Elemente und kann auch mal im Alleingang eine Situation brandgefährlich lösen. Foucault hat sicherlich ebenfalls Möglichkeiten in diese Richtung, scheint aber seinen festen Platz in einer funktionierenden Reihe immer noch zu suchen.
Ich warte hier, wie gesagt, auf unsere Nummer 95 und hoffe auf mehr Effektivität bei Foucault! mb

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