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Spielberichte 08/09

PlayOff-Viertelfinale Spiel 6: EHC - Hannover Scorpions 0:2

  • Geschrieben von Martin
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Da ist er also: Der letzte Spielbericht der Saison 08/09.
Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit, wenn ich nach dieser genialen Saison ein letztes Mal ein Spiel der Grizzlies Revue passieren lasse. Doch wenn der letzte Auftritt auch nicht einen Sieg der Grizzlies sah (das wäre auch nur jenseits von Platz 10 oder als Meister möglich...), so trösten mich schon so früh nach dem Saisonende zwei Dinge:
1. Nach dieser unerwartet erfolgreichen Saison bleibt mit dem Pokalsieg ein zählbarer Erfolg, der sich in der Vereinshistorie und im Trophäenschrank sehr gut macht.
2. Ein großer Teil der Mannschaft, die uns so viel Freude bereitet hat, wird auch in den kommenden ein bis zwei Jahren für uns aufs Eis gehen. Die Identifikation mit dem Team wird somit ein gutes Stück vorangetrieben.
Dass die Grizzlies auch bei ihrem letzten Auftritt bis zur letzten Sekunde einfach alles gaben, um das konditionell Unmögliche möglich zu machen, bildete trotz Niederlage einen gelungenen Saisonabschluss. Mit dem Ausfall von drei Verteidigern und zwei Stürmern und den vier Pre-Playoffbegegnungen im Gepäck war der Berg "Hannover" dann am Ende allerdings doch etwas zu steil. Schade!

1.Drittel
In einem vom Bemühen der Grizzlies geprägten Drittel, neutralisierten sich die beiden Teams über weite Strecken.
Während die Hannoveraner bis zur ersten Pause einen Pfostentreffer und 1-2 weitere exzellente Einschussmöglichkeiten vorzuweisen hatten, sah das bei den optisch überlegenen Grizzlies leider anders aus.
Nahezu alles was die Gastgeber bis vor das von Dimitri Pätzold gehütete Tor brachten, blieb im massiven Abwehrbollwerk der Landeshauptstädter hängen. Die teils verzweifelt wirkenden Schüsse aus der Distanz konnte der Goalie der Scorpions relativ mühelos entschärfen, so dass einzig ein ungenauer Schuss von David Danner aus Nahdistanz (13.Min) auf der Habenseite der ernst zu nehmenden Chancen zu verbuchen war.
Mit einem gerechten Unentschieden ging es zum ersten Mal in die Kabinen.

2.Drittel
Mit zunehmender Intensität zeigte sich dann leider die "Qualität" der beiden Hauptschiedsrichter. Während die Strafen zum Auftakt des Drittel noch halbwegs Sinn ergaben, ließen die beiden Herren in Schwarzweiß im Fortgang jegliche Linie vermissen, pfiffen kleinste Rempler (um Aggressionen zu unterbinden?) während vor allem auf Hannoveraner Seite bald "Freistil-Eishockey" zelebriert werden durfte. Ellbogenchecks, Beinstellen, zweimal sogar Kniecheck gab´s unter dem Protest der Grizzly-Fans und des Wolfsburger Trainergespanns zu bewundern.
Wenn man den beiden Zebras in diesem von Strafenchaos und natürlich vermehrten Torsituationen geprägten Drittel etwas gutschreiben durfte, dann dass sie nicht auf einen einzigen der zahlreichen Täuschungsversuche des Flugskorpions mit der Nummer 55 hereinfielen.
Passend zu den zahlreichen, aber eher mäßigen Torchancen fiel das 0:1 der Gäste aus einer eher (un)glücklichen Aktion am Kasten der Grizzlies.
Es war schließlich Vikingstad, der sich den von Olli Jonas im Fallen selbst über die Linie geschobenen Treffer gutschreiben durfte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Partie bereits in der 38.Minute und die Gäste waren - überraschung - in überzahl.

3.Drittel
Die Grizzlies holten jetzt die letzten Kraftreserven aus dem Keller, bissen sich im Schlussabschnitt aber immer wieder die Zähne an der Hannoveraner Defensive aus.
Die Fans honorierten das deutliche Bemühen ihrer erschöpften Helden mit verstärkter Anfeuerung und anerkennenden Gesängen. Man konnte sich nicht des Eindrucks erwehren, dass der Wolfsburger Anhang "seine Jungs" mehr aufmuntern wollte, als dass der Sieg wirklich greifbar geglaubt wurde...
Die wirklich gefährlichen Situationen vor Pätzold blieben jedenfalls aus und als Mitchell im einzigen überzahlspiel des Schlussabschnitts zum 0:2 traf, war rund dreieinhalb Minute vor dem Abpfiff der Drops gelutscht.
Die zuvor ausgesprochene Strafe gegen Danner wirkte, obwohl berechtigt, wie Hohn des Schiedsrichtergespanns in die Gesichter aller in orange - zuvor hatten die Herren Jablukov und Dahle geradezu abartig viele Foulspiele der Gäste durchgehen lassen und es den verzweifelt anrennenden Grizzlies somit zusätzlich schwer gemacht.
Trotzdem konzentrierten sich die heimischen Fans gegen Ende der Partie wieder auf das Feiern des eigenen Teams und baten die Mannschaft nach dem Schlusspfiff sogar zur Raupe - einem Ritual, das seit Jahren eigentlich siegreichen Heimspielen vorbehalten ist.
Eine geniale Saison fand somit ihr Pflichtspielende und wird am kommenden Samstag mit der offiziellen Abschlussfeier dann endgültig in die Geschichte des Wolfsburger Eishockeys eingehen. Und zwar als die (bisher) erfolgreichste!

Mein subjektiver Eindruck:
Was zu befürchten war, trat ein. Das Team war nach den Ausfällen und mit den vier Pre-Playoffspielen in den Knochen nicht mehr in der Lage das Zachsche System zu Fall zu bringen. Eine übung, die unserem Team aufgrund des variableren Spielsystems und den läuferischen Vorteilen in der Saison normalerweise recht gut gelang (5:0; 3:4nv und 5:3!).
Ohne Vorrunde wäre das Ganze vermutlich genau anders herum ausgegangen. Zur Qualität eines Teams gehört aber auch das gute Absolvieren der Vorrunde und dort haben wir in dieser Saison exakt einen Punkt zuviel liegengelassen, um uns die Knochenmühle Pre-Playoffs zu ersparen. Fazit: Selber schuld!
Somit geht der Hannoveraner Sieg aufgrund der besseren Vorrunde absolut in Ordnung. Einzig die fragwürdigen Schiedsrichterleistungen in den letzten beiden Spielen hatten einen Hauch von "das Ende ist vorher klar". Nie schön, wenn einen solche Verdachtsmomente beschleichen, aber wir sind ja nicht beim Fußball oder Handball...

Tor:
Olli wieder mit einer dieser Leistungen, die einem den Abschied nicht ganz so schwer machen. Es tut mir wirklich leid für ihn, dass er im letzten Spiel seiner Karriere zwei so unglückliche Dinger kassierte...aber vielleicht erleichtert ihm das ja ebenfalls den Abschied vom Eishockey.
Schade, dass Dshuni nach der Topleistung im Pokalfinale nicht ein einziges Mal zwischen die Pfosten durfte. Wäre echt spannend gewesen, wenn er in Hannover drauf gedurft hätte.

Verteidigung:
Degon ist ein echtes Monster. Hoffentlich bleibt er trotz aller BILDhafter Wechselgerüchte.
Rekis war durch seine Verletzungspause mit deutlichen Konditionsvorteilen unterwegs - der Rest ließ die schweren Beine doch hin und wieder erkennen.
Tapfer zeigte sich vor allem David Danner, der seinen inneren Schweinehund (und vor allem seinen erschöpften Körper) offenbar noch einmal besser in den Griff bekam und nicht ganz so oft wie zuletzt in Bedrängnis geriet.
Angesichts der Rahmenbedingungen (viele Spiele, nur sechs Mann) insgesamt eine Top-Leistung!

Sturm:
Alle sehr, sehr bemüht. Doch das Fehlen von "Killer-Kenny" war mehr als deutlich zu erkennen. Der Vollstrecker im Slot und der Checker an der Bande fehlte dem Team, auch wenn er in den letzten Partien schon heftige Abnutzungserscheinungen zeigte.
Besonders Johnson und Furchner gruben das Eis der Eisarena noch ein letztes Mal bis auf den Beton um, blieben dabei aber einfach zu ungefährlich vor dem Tor der Gäste.
Einziger negativer Ausrutscher war und bleibt der Playoff-Rohrkrepierer Papineau. Er wirkte über die gesamten 10 Spiele äußerst besorgt über den Abnutzungsgrad seiner Ausrüstung und saß mehr als augenfällig bereits auf gepackten Koffern. Und tschüss! Viel Spaß in der dritten oder vierten Reihe in Mannheim. Ich hätte ihn schon während der Serie gegen Hannover gegen Svensson ausgetauscht.

Fans:
Eine wunderbare Saison geht am Samstag bei der Abschlussfeier nun endgültig zu Ende. Wer danach noch einmal das Team sehen möchte, der kann die Jungs am Montag ab 17.00h ins Rathaus begleiten. Dort werden sich unsere Pokalhelden im goldenen Buch der Stadt verewigen! Wir sehen uns am Samstag und dann heißt es: Sommerpause und gespannt die weiteren Entwicklungen beobachten (Transfers, Ligenzusammensetzung, Spielmodi etc.). Macht´s gut und passt auf Euch auf, damit wir uns im September alle munter und voller Vorfreude wiedersehen! mb

PlayOff-Viertelfinale Spiel 4: EHC - Hannover Scorpions 3:4nV

  • Geschrieben von Martin
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Erneut spielten die beiden Rivalen aus Niedersachsen auf der gesamten Klaviatur der Eishockeyemotionen!
Für beide Fanlager ging es von ekstatischem Jubel bis hinunter zu deprimiertem Kopfschütteln - leider waren es diesmal die Fans der Grizzlies, die am Ende als Letzte den Kopf hängen ließen. Doch man hörte es aus vielen Gesprächen nach dem Schlusspfiff heraus: Auch wenn die Niederlage im vierten Spiel durch so manche Panne zustande kam, waren so ziemlich alle Wolfsburger stolz auf die unbändige Moral ihres Teams und das bisher Geleistete!

1.Drittel
Die Grizzlies kamen wie ein 100m-Läufer aus den Startblöcken und versuchten gleich zu Beginn den bei Zach-Teams so unbeliebten Führungstreffer zu erzielen.
Doch das Anstürmen der Gastgeber fiel nicht nur etwas zu sorglos aus - hinzu kamen ungewohnte Schwächen im Defensivbereich.
Als nach der 7.Minute, nach beeindruckender Anfangsphase des EHC, plötzlich die Scorpions mit 0:2 vorne lagen, sah die Sache plötzlich ganz anders aus.
Jonas hatte beim 0:1 einen noch vor der blauen Linie abgefeuerten Distanzschuss von Sascha Goc bei freier Sicht flach passieren lassen. Wenig später bestraften die Scorpions die komplett aufgerückten Grizzlies mit einem 3 auf 1 Konter zum unhaltbar herausgespielten 0:2 durch Matt Dzieduszycki.
Angesichts der Hannoveraner Abwehrstärke machte sich leichte Depression im Wolfsburger Lager breit...
In der Folge blieben die Gäste das spielbestimmende Team und hatten bis zur ersten Unterbrechung die besseren Chancen auf einen weiteren Treffer!

2.Drittel
Die Gastgeber kamen nun wesentlich sortierten aus der Kabine, zeigten sich um eine kontrollierte Spielgestaltung bemüht.
Doch zunächst blieb Hannover gefährlich, setzte sogar durch Kathans Pfostenknaller schon nach zwei Minuten das nächste große Ausrufezeichen im Drittel des EHC.
Erst eine eigene überzahl brachte die Gäste dann kurioserweise ins Straucheln: Dem wiedergenesenen Rekis gelang der vom Wolfsburger Anhang euphorisch gefeierte "Shorthander" zum 1:2 Anschluss (25.Min)!
In den folgenden 10 Spielminuten hatten die Scorpions vermutlich genau jenes Glück, welches ihnen im Pokalfinale so gefehlt hatte. Die Wolfsburger schossen aus allen Lagen, zwangen vom eigenen Anhang frenetisch angepeitscht die Gäste zu minutenlangen Abwehrschlachten...und hatten viel, viel Pech.
Unglücklicher Höhepunkt der vielen erfolglosen Chancen der Grizzlies stellte bereits kurze Zeit nach dem Anschlusstreffer ein Lattenkracher dar, der zu allem überfluss von Pätzolds Hinterkopf NICHT den Weg ins Tor fand und von den nachrückenden Stürmern NICHT über die Linie gedrückt werden konnte.
Um der Dramatik den nächsten Kick zu geben, waren es dann erneut die Scorpions, die eine gegnerische Druckphase mit einem eiskalten Konter zum 1:3 durch Eric Schneider abschließen konnten (36.Min).
Ein Treffer, der nicht nur ein unglaublicher Schlag ins Moral-Kontor der Grizzlies war, sondern darüber hinaus in seiner Entstehung deutliche Ermüdungserscheinungen bei den Gastgebern offenbarte. David Danner klebte förmlich in Höhe der Mittellinie am Eis und konnte dem davoneilenden Schneider nicht folgen; Jonas glänzte nicht wirklich durch Beweglichkeit und ließ sich, sehenswert, umkurven.
Wiederum mit zwei Toren Rückstand ging es in die Kabinen.

3.Drittel
Wolfsburg hatte mit dem Spiel längst nicht abgeschlossen.
Der nächste Sturmlauf startete - wiederum zunächst mit mäßigem Erfolg. Die Scorpions wehrten sich bis Mitte des Spielabschnitt weiterhin vorbildlich, blieben gefährlich.
Doch als in der 52.Minute endlich durch Magowan der 2:3 Anschluss fiel, kippte das Kräfteverhältnis auf dem Eis endgültig. Die Gäste schienen nun zu verkrampfen, verloren im Bemühen das Ergebnis über die Zeit zu bringen offensiv sogar komplett den Faden.
Gleich zweimal gerieten die Scorpions im Eifer der Schlussphase in Unterzahl...und bezahlten dafür!
Erst in der vorletzten Spielminute, Jonas hatte nach einer Auszeit bereits das Eis verlassen, gelang den Grizzlies das letztlich hochverdiente Tor zum 3:3 Ausgleich durch einen Alavaara-Hammer aus dem Rückraum. Die Halle stand Kopf, die Mannschaft von Toni Krinner drückte weiter aufs Gas! Folge: Nächste Strafe gegen Hannover und ein überzahlspiel zum Auftakt der anstehenden Verlängerung.

Verlängerung
Am Ende stellte auch die Verlängerung ein Spiegelbild der gesamten Partie dar: Die Grizzlies stürmten, blieben mit ihren Schüssen meist in der kompakten Gästeabwehr hängen und kassierten durch nachlassende Kraft und Unaufmerksamkeit (okay, ne Menge Pech war auch dabei) den K.O. durch Hlinkas 3:4 in der 65.Minute. Ein Abpraller kam von der Bande hinter dem Tor direkt auf den auf der unbewachten Seite des Grizzlygehäuse lauernden Scorpion, der blitzschnell zustach.
Das Spiel ging also leider nach Hannover, doch beeindruckt hatten beide Teams!

Mein subjektiver Eindruck:
Oh, oh. Unsere Jungs haben augenscheinlich mächtig Substanz gelassen. Die Energieleistung im letzten Drittel konnten einige, wenn auch wenige, schon ab dem mittleren Spielabschnitt nicht mehr mitgehen.
Begeistert bin ich allerdings nach wie vor von diesem Team. Dieser unglaubliche Wille dürfte sogar einem Hans Zach eine gehörige Portion Ehrfurcht abverlangen. Trotzdem will ich seine lobenden Worte zum Ende der Serie nicht hören, sondern ein Halbfinale mit den Grizzlies gegen die Eisbären sehen!
Das erste Drittel allerdings...AUA! Das war an Blauäugigkeit kaum zu überbieten, was die Grizzlies vor allem nach dem 0:1 so zeigten.
Insgesamt sollte der Trainer personell, im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten, jetzt reagieren.
Milley (angeschlagen) oder Papineau (will sich nicht weh tun) sollte für Svensson weichen. Im Gegenzug darf sich David mal ein oder zwei Spiele erholen...zwei Gegentreffer aus konditionellen Gründen sollten Grund genug sein.

Tor:
Jonas, wie wir ihn leider auch kennen - Kappe zum 1.Tor, unglücklich beim 3.Treffer, insgesamt mit den Beinschonern und beim Aufstehen zu unbeweglich. Wirkte etwas müde und weniger aufmerksam als zuletzt.
Dshuni in Hannover und Jonas dann wieder etwas frischer in Wolfsburg wäre schön...dran glauben tue ich aber nicht.

Verteidigung:
Erst zweimal Macholda mit zu lässiger Arbeit nach hinten - zusammen mit insgesamt zu offensivem Stellungsspiel des Teams zwei Gegentore.
Dann Danner konditionell völlig am Ende, kann erst Schneider nicht folgen, dann den spielentscheidenden Angriff über rechts nicht unterbinden - zwei Gegentore.
David zeigt nicht erst in diesem Spiel, dass er mittlerweile nichts mehr zuzusetzen hat. In der momentanen Verfassung DARF man ihn nicht aufstellen! Svensson MUSS ins Team zurück, da Genze offenbar nicht mehr fit wird.
Der Rest solide, aber mit viel zu wenig Playoff-Hockey! Der dicke Goc brauchts definitiv etwas härter, sonst kommt der auf dumme Ideen, wie man ja bisher eindrucksvoll vorgeführt bekam!
Positiv überrascht hat mich eigentlich nur Rekis, der sich mit einer guten defensiven Vorstellung und gleich mal einem Tor und einem Assist zurückgemeldet hat.

Sturm:
Erste Reihe = Totalausfall, wenn...ja wenn da nicht Kenny wäre.
Papineau mit 1a Basketballvorstellung - ist wohl im Geiste schon Mannheimer. Vielleicht sollte ihm mal jemand stecken, wie man in Mannheim spielt und in welcher Reihe er dort mit so einer Einstellung landet.
Milley bemüht, aber offenbar gehandicapt. Braucht - im Tausch mit Svensson - vielleicht einfach mal ne Pause. Insgesamt war unser Paradeblock für uns gefährlicher als für den Gegner (Papineau mit +/- -4!!!). Da wird´s ganz schwer, überhaupt ein Spiel zu gewinnen.
Ansonsten stimmt die Einstellung bei allen...nur mehr überblick und weniger Laufarbeit wären wohl ganz hilfreich.

Fans:
Druckvoller Start ins Spiel. Nach den zwei unsäglichen Gegentreffern dauerte es leider etwas länger, bis wir wieder in Schwung kamen. Vom letzten Drittel bis zum traurigen Schluss dann wieder richtig Stimmung in der Bude. Da die Gästefans diesmal mehr zu feiern hatten, durften sie sich diesmal sogar auf Premiere hören. ;) mb

PlayOff-Viertelfinale Spiel 2: EHC - Hannover Scorpions 3:2

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 5388

Das war Playoff-Hockey!
Hart, kämpferisch und bis zur letzten Minute mit voller Konsequenz von beiden Teams durchgezogen. Auch wenn die zahlreichen fragwürdigen Entscheidungen des schwachen Schiedsrichtergespanns die Partie zu entscheiden drohten, fand dieser Eishockeykrimi am Ende in den Grizzlies den verdienten Sieger.
Durch den 1:1 Ausgleich in der Serie wird es nun garantiert ein fünftes Spiel am kommenden Sonntag in Hannover geben. Gewinnt der EHC noch ein zweites Mal, so winkt den Wolfsburger Fans sogar ein drittes Heimspiel!

1.Drittel
Die Gäste aus Hannover präsentierten sich zu Beginn ungewohnt offensiv und setzten Wolfsburg umgehend stark unter Druck. Die Grizzlies hielten ihrerseits offensiv dagegen, machten in der vierten Minute allerdings den ersten wichtigen Fehler der Partie:
Nach einem völlig verunglückten Wechsel sah sich Grizzly-Verteidiger Danner zwei gegnerischen Angreifern gegenüber und versäumte es sich in den Passweg zu legen. Folgerichtig hatte Herperger kaum Mühe den Querpass von Schneider zur 0:1 Führung einzuschieben.
Die Gastgeber zeigten sich wenig geschockt und hielten das Tempo weiter hoch. Doch trotz zahlreicher Chancen - u.a. in zwei überzahlspielen - wollte der Puck einfach nicht über die Linie des von Pätzold hervorragend gehüteten Scorpionsgehäuses.
Während die Härte, wie auch schon im ersten Aufeinandertreffen, vor allem auf Gästeseite absolut playoffwürdig war, konnte dieses Prädikat für die beiden Hauptschiedsrichter keinesfalls vergeben werden. Was im Laufe der Begegnung gerade auf die körperbetont spielenden Wolfsburger (Degon und Magowan) an Stock- und Crosschecks einhagelte war insgesamt weit jenseits des Erträglichen. Doch die Grizzlies durften sich bis zum Schlusspfiff darauf verlassen: Ein Stock im Gesicht oder am Kopf eines Wolfsburgers gibt keine Strafe...

2.Drittel
Die, angesichts der beeindruckenden Defensivleistung der Gäste, leicht frustrierten Heimfans hatten kaum ihre Plätze eingenommen, da sprangen sie auch schon wieder auf.
Gleich mit dem ersten Wolfsburger Angriff fiel nach gerade einmal 17 Sekunden der 1:1 Ausgleich!
Marvin Degon hatte seinen eigenen Abpraller im Winkel des Hannoveraner Tors unterbringen können und so die Stimmung auf den (heimischen) Rängen tüchtig angeheizt.
ärgerlich, dass mit dem Ende des ersten Powerplay der Gäste bereits der nächste Gegentreffer fiel. Die Scorpions hatten auf den Ausgleich mit deutlich verstärkter Aktivität in Richtung Grizzly-Tor geantwortet und durch Sascha Goc per Schlagschuss (27.Min) die erneute Führung erzielen können.
In Sachen Effektivität wirkten die Gäste bis dahin jedenfalls deutlich ausgereifter als die immer wieder vorm Scorpionstor hängen bleibenden Hausherren.
Diese Feststellung konnte man nach drei weiteren vergebenen überzahlgelegenheiten nur doppelt und dreifach unterstreichen. Und wenn der Puck dann doch mal drin war (39.Min), hatte der hinter dem Torhüter der Scorpions stehende Schiri die Güte in Vertretung seines wesentlich besser postierten Kollegen die Situation abzupfeifen, bevor der freiliegende Puck über die Linie bugsiert werden konnte...der Wolfsburger Anhang kochte vor Wut! Und das zu Recht...

3.Drittel
Wer jetzt glaubte, dass dem Team von Coach Krinner die Puste ausgehen würde, der erlebte mit fortschreitender Spielzeit eine bemerkenswerte überraschung. Obwohl dem EHC vier hart umkämpfte Partien gegen Augsburg in den Knochen steckten, konnten die Gastgeber tatsächlich auch jetzt noch einen Gang hochschalten. Die Gäste antworteten auf den Dauerdruck der Grizzlies weiterhin mit einer Flut von Stockfouls, die ausnahmslos keine Strafwürdigung fanden.
Kurios daher auch die Situation, die schließlich in der 45.Minute zum hochverdienten Ausgleich führte:
Eine der vielen auf engstem Raum geführten Kampfszenen vor dem Hannoveraner Tor schien mit einem mehr als deutlichen Stockcheck mitten ins Gesicht eines Wolfsburger beendet, denn einer der beiden Referees hatte abgepfiffen...oder doch nicht? Wenige Augenblicke später brandete eher zögerlicher Torjubel auf und auch das Personal der Anzeigentafel zeigte sich überrascht. Erst mit einiger Verspätung erschien dort das 2:2 durch Jason Ulmer, der den Puck aus dem Gewusel vor Pätzolds Kasten in die Maschen gestochert hatte.
Erstaunlich: Die Scorpions blieben eine überzeugende Antwort schuldig, konnten keine konditionellen Vorteile ausspielen und waren am Ende der regulären Spielzeit mit dem Unentschieden mehr als gut bedient.

Verlängerung
Das Nervenspiel erreichte seinen Höhepunkt!
Der EHC drückte weiter auf die Tube, ging mit dem Laufpensum weit über die Schmerzgrenze und verbuchte fast schon haarsträubend viele Hochkaräter vor Pätzold. Hannover hingegen hielt mit viel Härte und Kampf dagegen und lauerte auf die wenigen, aber brandgefährlichen Kontergelegenheiten, die sich den Gästen boten. Das Spiel stand ganze 15 Minuten auf des Messers Schneide, ehe Mike Green die Arena mit seinem Treffer zum 3:2 schließlich zur Explosion brachte!
Zuvor hatten die Grizzlies ganze viermal den Puck aus bester Position nicht hinter Pätzold unterbringen können und die eigenen Anhänger fast in den Wahnsinn getrieben. Wahnsinnig war am Ende aber nur noch die Freude auf Seiten der Gastgeber, die in dieser Saison - wie ihre Gäste - in diesem Duell zu Hause unbesiegt blieben.

Mein subjektiver Eindruck:
Das Anrennen gegen die genial organisierte Abwehr der Scorpions hatte irgendwie etwas Ermüdendes. Es verlangt einem Team jedenfalls schon eine gehörige Portion Masochismus ab, wenn es gegen den Zachschen Beton etwas erzwingen will. Hoffentlich hat die Partie auch die Gäste etwas Kraft gekostet, sonst könnte die Serie durchaus aus dem Gleichgewicht geraten. Am Ende wirkten die Hannoveraner schon etwas verlangsamt...das muss für die kommenden Spiele leider nichts bedeuten.
Schön anzusehen wird´s wohl immer nur dann, wenn den Grizzlies ein Führungstreffer gelingt. Spannend wird´s aber in jedem Fall bleiben, da bin ich mir sicher!

Tor:
Jonas mit gutem Stellungsspiel und guter Schonerarbeit bei Flachschüssen. 2 oder 3 Schüsse hat er sogar gefangen...glaube ich jedenfalls.
Insgesamt betrachtet hat sich das Team auf ihn eingestellt und räumt entsprechend auf. Trotzdem bleibe ich dabei: Mit Daniar, der zur Seite klärt oder auch mal was fängt, können die Grizzlies schneller auf Angriff umschalten.

Verteidigung:
Insgesamt eine vorbildliche Leistung unserer verbliebenen sechs Verteidiger. Selbst Danner, der beim 1:0 ziemlich amateurhaft wirkte, machte in der Gesamtschau einen ordentlichen Job.
Wie schon am Freitag in Hannover überragte allerdings ein Grizzy alle anderen Abwehrspezialisten: Marvin Degon. Abgeklärtes Passspiel unter Druck, gezieltes Körperspiel ohne dumme Strafen und offensiv ungemein durchschlagskräftig! Eine Erkenntnis, die einige Scorpionsspieler wohl auch aus der ersten Begegnung mitgenommen hatten. Der Wolfsburger Ausnahmeverteidiger nahm am Ende des Spiels vermutlich einiges an Schlägerresten in seiner Ausrüstung mit in die Kabine...
Gegen eine Rückkehr eines der beiden fehlenden Verteidiger hätte ich allein aus Konditionsgründen allerdings nichts einzuwenden.

Sturm:
Schwer zu bewerten gegen eine Bollwerk wie das der Scorpions. Was ohne Zweifel dürftig war, war die Chancenverwertung. Aber nachdem wir im Pokalfinale wohl das Scheibenglück für gleich mehrere Partien aufgebraucht haben, muss es halt auch mal ohne letzteres gehen.
Auffällig auf Wolfsburger Seite eigentlich nur zwei Akteure.
Magowan - wie immer eigentlich - ein absoluter Aktivposten, der das Körperspiel liebt. Wenn der kernige Kanadier allerdings schon zum Schiedsrichter fährt, um sich über die ewigen Stockchecks der Gäste zu beschweren, dann will das wirklich etwas heißen. Habe ich bisher in dieser Form erst ganz selten bei ihm, der nach gegnerischen Checks meist grinsend wieder aufsteht, beobachten können!
Als zweiter, man höre und staune: Gregg Johnson! Da schau her - der meist eher unauffällig spielende Johnson entpuppt sich als Play-off Spieler, der in der Hitze des Gefechts erst richtig aufblüht. Schon in der Serie gegen Augsburg drehte die Wolfsburger Arbeitsbiene mächtig auf legte ein schier unglaubliches Laufpensum gepaart mit überraschender Durchsetzungskraft hin. Wenn er nicht immer wieder Probleme mit Knieentzündungen hätte, wäre Johnson momentan auf dem besten Weg zur Vertragsverlängerung!

Fans:
Nach dem schnellen Führungstreffer hatten die rund 600 Hannoveraner natürlich etwas Oberwasser, was sich im Laufe der Partie schön in die Waage brachte. Da man die anderen Fans in unserer Halle (wie in so ziemlich allen modernen Hallen) nur hören kann, wenn man selber weitestgehend ruhig bleibt, werden die Meinungen hier natürlich mal wieder weit auseinander gehen.
Die Zahl 3154 fand ich bei, laut ticketonline, rund 2800 verkauften Sitzplatzkarten allerdings schon recht lustig. Da haben sich die 350 Stehplatzfans aber mächtig breit gemacht...mb

Schiris:
Alle 30-40 Spiele gibt´s diese Kategorie mal - man ist ja abgehärtet.
Diesmal ist es mir aber ein Bedürfnis zu betonen, dass der EHC eine erneute Ansetzung dieser beiden Pfeifenkasper beim DEB abbiegen sollte. Ich weiß - man macht sich damit keine Freunde. Aber gesunde Playoff-Härte hat was mit Körpereinsatz zu tun, nicht mit Stockchecks zum Kopf. Des Weiteren zeigten die beiden HSR, dass sie mit der Doppelbelegung nichts anzufangen wissen. Da wurde teilweise entschieden, als ob man alleine in der Verantwortung stehen würde. Sprich: Miese Positionierung und viel zu häufig Fehlentscheidungen vom schlechter postierten Schiri. Unwürdig.

EHC - Augsburger Panther PPO 1+2

  • Geschrieben von Martin
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Zwei Spiele gegen die Panther aus Augsburg liegen nun hinter uns. Das Fazit dieser beiden Begegnungen fällt dabei recht ernüchternd aus:
Die Grizzlies präsentierten sich während des kompletten ersten Spiels völlig indisponiert und zahnlos, wussten im zweiten Aufeinandertreffen dann ebenfalls kaum zu überzeugen. Erst am Ende der Freitagspartie deuteten die Gastgeber so etwas wie Dominanz an, die prompt zu überzahlspielen und Toren führte.
Was durchweg imponierte, war vielmehr das konsequente Forechecking und die gute Laufarbeit der Gäste, die jeglichen Wolfsburger Spielaufbau zu unterbinden wussten und die Verteidiger der Gastgeber reihenweise hinter deren Tor an die Bande nagelten. Tief spielen, Verteidiger durch harten Check vom Puck trennen und nach etwaigem Puckverlust vor den Grizzlies wieder im eigenen Drittel positionieren - diese Marschroute ging 100 Spielminuten fast perfekt auf.
Erst im letzten Drittel des Doppelgastspiels schien den Panthern Puste und Disziplin langsam abhanden zu kommen. Die Grizzlies dürfen nach der Spielpause am Samstag zumindest im ersten Spiel in Augsburg wohl nicht auf eine weitere Phase wie zum Ende von Spiel 2 hoffen. Vielmehr liegt es jetzt bei Team und Trainer des EHC einen Fahrplan zu erstellen, der den Bayern deutlich mehr abverlangt als die ersten beiden Spiele.
Erst wenn man die Panther dazu bringt den Aufwand für ihr effektives Forechecking deutlich erhöhen zu müssen, werden vielleicht auch im dritten Spiel Möglichkeiten für die spielerische überlegenheit der Grizzlies geschaffen.
Physisch, das muss man einfach mal so festhalten, sind die Augsburger unserem Team jedenfalls deutlich überlegen. Nur wenige Spieler auf Seiten der Wolfsburger (allen voran Kenny) konnten dem Körperspiel der Gäste wirklich etwas entgegen halten - da taten sich eindeutig Kriterien für die wenigen, aber wichtigen Neu-Verpflichtungen zur nächsten Saison auf!

Tor:
Jonas in zuletzt gewohnter Form. Mit vielen sehenswerten Reaktionen hielt er die Grizzlies zweimal im Spiel und (wie gewohnt) kaum einen Puck fest. Das Team zeigt sich mittlerweile gut auf seine abartig vielen Rebounds eingestellt - durch die verstärkte Aufräumarbeit vor dem eigenen Tor tendiert die Zahl der Konter allerdings gegen Null. Das Team steht insgesamt für effektives Umschalten von Abwehr auf Angriff zu tief.

Verteidigung:
Mit Marvin Degons Auftritt steht und fällt nicht nur ein großer Teil des Grizzly-Powerplays. Erst gegen Ende von Spiel Nr.2 zeigte Wolfsburgs Ausnahmeverteidiger seine Qualitäten - das muss in den nächsten Begegnungen definitiv mehr werden!
Kinch etabliert sich als DER Aufräumer für Olli Jonas, hat stets den eigenen Slot im Auge und rettete unseren Goalie mehrmals vor besten Nachschussgelegenheiten.
Insgesamt zeigte die Abwehr äußerst solider Arbeit - lediglich beim 0:1 im zweiten Spiel fehlten einem echt die Worte...
Einen muss man allerdings wirklich herausheben: Spätestens im Freitagsspiel überzeugte David Danner mit vorbildlichem Einsatz und vor allem mit jeder Menge Mut zur Lücke: Die Schüsse, die der Wolfsburger Verteidiger allein im letzten Spielabschnitt blockte, waren vermutlich mit spielentscheidend.

Sturm:
Schwer zu beurteilen, da die Angriffsabteilung insgesamt gut vom Gegner kontrolliert wurde.
Gut, Kenny ist eigentlich nie wirklich auszuschalten, doch selbst in seinem Fall zeigten die Augsburger weitaus mehr Aufmerksamkeit als fast alle Gegner in dieser Spielzeit.
Neben vielen Akteuren, die zwar sehr willig arbeiteten und ihr Bestes versuchten, fiel einer allerdings eher negativ auf: Publikumsliebling Papineau schien in beiden Partien mit den Gedanken schon in Mannheim zu sein. Kaum einmal blitzte seine Genialität auf, in seiner Reihe wirkte der Spielmacher eher als Bremse. Zum Glück zeigte der zuletzt komplett abgetauchte Milley ansteigende Form, so dass für die erste Reihe vielleicht noch Hoffnung besteht.

Fans:
Fünf Drittel lang bemühte sich ein Teil der Anwesenden, mit bescheidenem Erfolg, um ein wenig Antrieb für das wenig begeisternde Geschehen auf dem Eis.
Wenn es einmal gelang Stimmung in die Bude zu bringen, blieb die Reaktion auf dem Eis jedenfalls kaum erkennbar - frustrierend für beide Seiten.
Erst, als im letzten Drittel des Freitagspiels der Funke vom Eis auf die Ränge übersprang, war die ernüchternde Zuschauerzahl endlich vergessen... mb

EHC - Krefeld Pinguine 4:1

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 6004

Der EHC marschiert weiter Richtung Play-offs und bringt dabei nach Frankfurt nun auch Krefeld in die Bredouille. Nach dem 4:1 der Grizzlies im letzten Heimspiel der Hauptrunde 08/09 müssen nun auch die Pinguine um die direkte Play-off Teilnahme bangen. Der letzte Spieltag verspricht für alle Vereine zwischen dem 5. und 10.Platz der spannendste der bisherigen Saison zu werden, da selbst Hamburg auf Platz zehn noch theoretische Chancen auf den fünften Rang hat.
Natürlich war den rund 2700 Zuschauern anzumerken, dass sie dank des fantastischen Pokalspiels der ganzen Sache zwar glücklich, aber auch etwas entspannter gegenüber standen. Den Spielern der Grizzlies hingegen schien der Pokalsieg die Sache eher zu erleichtern: Mit viel Konzentration und durchaus abgeklärt kontrollierten sie den Gast fast über die gesamte Spieldauer.

1.Drittel
Die Grizzlies zeigten sofort, dass sie sich keineswegs auf dem Triumph des vergangenen Dienstags ausruhen wollten. Körperlich präsent und hochkonzentriert nahmen sie das Team aus Krefeld auf dem Eis in Empfang und zwangen den Gästen ihren Spielrhythmus auf. Folgerichtig erspielte sich Wolfsburg eine ganze Reihe von brandgefährlichen Chancen, von denen schließlich Topstürmer Magowan eine zum hochverdienten 1:0 aus dem Slot abschließen konnte (17.Minute). Den Pinguinen hingegen gewährten die Gastgeber im Laufe des ersten Drittels fast ausschließlich Torschüsse aus weniger aussichtsreicher Position; obendrein nötigte der Wolfsburger Druck die Gäste zu so mancher unerlaubten Aktion, so dass ein Großteil des Auftaktdrittels in überzahl der Grizzlies ablief.
Dass es am Ende des Spielabschnitts nur 1:0 durch Magowans überzahltreffer stand, war in erster Linie der überragenden Leistung des Gästekeepers Langkow geschuldet, der eindeutig einen Sahnetag erwischt hatte.

2.Drittel
Es hätte eigentlich das Drittel der Gäste werden können, denn die Strafenverteilung wurde seitens der Hauptschiedsrichter nun mehr in Richtung Wolfsburg vorgenommen. Auch wenn die Zuteilung der "Denkpausen" nicht immer die Zustimmung des Publikums fand - einen wirklichen Grund sich aufzuregen hatten die Fans der Grizzlies eigentlich nicht. Grund dafür war die, trotz Unterzahl, nochmals erhöhte Spielkontrolle der Gastgeber, die letztlich sogar in einem Shorthander zum 2:0 gipfelte.
Justin Papineau hatte nach knapp 30 gespielten Minuten einmal wieder demonstriert, was ihn bei den Fans so beliebt macht: Nach schöner Vorarbeit durch Rekis und Magowan, degradierte der kanadische Puckkünstler die Krefelder Hintermannschaft zu Statisten und versenkte das Spielgerät per Rückhand in den Maschen.
Sichtlich entnervte Pinguine antworteten mit einer ersten wirklich überzeugenden Druckphase, doch die endlich gefährlicher werdenden Torschüsse waren allesamt sichere Beute des Wolfsburger Goalies.
Kaum war Wolfsburg nach einer weiteren Unterzahl (32.-34.Minute) wieder komplett, war es dann aber auch schon wieder vorbei mit der Krefelder Herrlichkeit. Die Gäste fanden chancentechnisch bis zum Ende des Drittels fast nicht mehr statt; die Partie verflachte.
Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle die 24.Spielminute bleiben: Nach einem Konter der Grizzlies hatte Gästekeeper Langkow einen Save per Hechtsprung dargeboten, wie man ihn lange nicht mehr in der Eisarena gesehen hat. Insgesamt personifizierte der Krefelder Goalie auch nach dem zweiten Spielabschnitt den Grund für die - aus Gästesicht - erträgliche Führung der Wolfsburger.

3.Drittel
Bereits in der Auftaktminute bot sich mit der Strafe gegen Stephenson eine gute Ausgangssituation für weitere Grizzly-Dominanz. Doch die Gastgeber ließen es nun deutlich entspannter angehen, kamen folglich kaum in Powerplay-Aufstellung und vergaben auch im Anschluss an diese überzahl mehrfach die Möglichkeit weiter zu erhöhen.
Zur Mitte des Schlussabschnitts verstanden es die Pinguine dann auch - man möchte fast sagen: "Endlich!" - mit dem gebotenen Freiraum etwas anzufangen. Deutlich öfter gelang den Gästen der eine oder andere wirklich gefährliche Schuss aufs Grizzlygehäuse, während Wolfsburg im Sturm fast nur noch durch Konter stattfand. Beim Stand von 2:0 eine durchaus gefährliche Herangehensweise...
...und genau das sollte sich ab der 57.Minute fast noch rächen!
Lynn Loyns gelang gegen einen defensiv reichlich sorglos agierenden EHC der 2:1 Anschlusstreffer und veranlasste Dshunussow zu einem mittleren Wutanfall. Verständlich, denn für den jungen Wolfsburger Goalie wäre es nach einer hervorragenden Leistung der dritte shut out der Saison gewesen!
Was folgte blieb allerdings ein Spiegelbild der gesamten Partie: Die Pinguine mühten sich nach Strafe gegen Wolfsburg mit sechs Feldspielern und ohne Torwart um den Ausgleich - die Grizzlies behielten übersicht und Kontrolle, verpassten den Gästen mit zwei Treffern ins verlassene Gehäuse den endgültigen Knockout.
3:1 durch Ulmer, der den Puck mit der Rückhand und viel Gefühl aus dem eigenen Drittel im Gästetor unterbringen konnte (59.Min).
4:1 durch Alavaara, der den letzten verzweifelten Versuch der Gäste eiskalt beendete (60.Min).

Mein subjektiver Eindruck:
Wirklich beeindruckend, wie nüchtern die Grizzlies den Einstieg in den Ligenspielbetrieb hinbekamen. Hochkonzentriert und streckenweise recht humor- und schnörkellos übernahm das Team sofort die Kontrolle und zeigte sich nur gegen Ende etwas zu selbstsicher.
Offenbar hat man einen Weg gefunden, dem Gegner eine Menge harmloser Abschlussgelegenheiten anzubieten und im Gegenzug die weitaus gefährlicheren Chancen zu erarbeiten. Das fühlt sich, wie zuletzt gegen Hannover gesehen, für den Gegner vermutlich ziemlich bescheiden an!
Wenn man diese Strategie konservieren könnte, wäre das eine gute Grundlage für die anstehenden Play-off Begegnungen und ist sicherlich auch gegen die Duisburger Rumpftruppe nicht die verkehrte Strategie.
Dass das Team die Endorphin-Dusche des Pokalgewinns so souverän zu den Akten legen konnte, stimmt mich jedenfalls sehr hoffnungsfroh.

Tor:
Dshuni kommt ganz groß in Fahrt! Nach der schlottrigen Rückkehr gegen Kassel platzt der Wolfsburger Goalie nun fast vor Selbstbewusstsein. Die Balance zwischen Kontrolle und Risikobereitschaft bekommt er bei teils spektakulären Aktionen bestens hin und zeigt auch bei verdeckten Schüsse gute Bewegungsmuster. Hat in den letzten Partien alles entschärft, was die taktisch gut aufgelegte Grizzlyabwehr zuließ.
Besonders positiv: Daniar betreibt aktive Reboundkontrolle, indem er den abprallenden Schüssen eine seitliche abgelenkte Richtung mitgibt. Das erleichtert die Aufräumarbeit der Verteidigung enorm und verhindert viel unnötige Gefahr vor dem eigenen Kasten.

Auch wenn Olli Jonas laut Trainer gegen Duisburg wieder zwischen die Pfosten soll, um sich für die Play-offs "aufzuwärmen". Angesichts der momentanen Verfassung unserer Nr.30 ist die Torhüterfrage für die wichtigste Phase der Saison noch längst nicht entschieden!

Verteidigung:
Keine wirklichen Ausreißer in der gesamten Defensive.
Danner wirkt gelegentlich etwas erschöpft, wenn er hoch engagiert, aber zu langsam, neben dem eigenen Tor wühlt.
Degon bringt momentan weder im Aufbauspiel noch an der blauen Linie das, was man bisher von ihm gewohnt war - defensiv weitestgehend aber gut drauf und an der Bande mit gutem Durchsetzungsvermögen.
Dank der Unterstützung der Kollegen aus dem Sturm ist die Defensive momentan ohne jegliche Sorgen und Jan-Axel Alavaara zahlt es der Offensivabteilung mit jeder Menge Schützenhilfe zurück. Sehr schön!

Sturm:
Mit Ulmer, Magowan und Papineau machen momentan gleich drei Grizzlies einen recht effektiven Job in der Offensive. Alle anderen können sich vor allem die beeindruckende Spielkontrolle ans Revers heften, da die taktischen Vorgaben offenbar sehr diszipliniert umgesetzt werden.
Dank seiner unglaublichen Leidenschaft und dem damit verbundenen Vorbildcharakter, hat sich unser Kapitän Tim Regan die Vertragsverlängerung mittlerweile mehr als verdient. Sicherlich einer der entscheidenden Faktoren, um schnell wieder aus dem Tief zu kommen!
Zwei, bei denen zwar die Einstellung, aber bei weitem nicht die Spielübersicht stimmt, haben sich in den letzten Spielen zunehmend herauskristallisiert:
Morczinietz vergeigt in der Vorwärtsbewegung momentan fast alles, spielt teilweise übermotiviert und chaotisch, kommt bei 1 auf 1 Situationen so gut wie nie am Gegner vorbei und ist im Abschluss völlig glücklos. Mehr überblick und weniger Marathonlauf, bitte!
Höhenleitner macht hingegen deutlich mehr richtig, zeigt im gegnerischen Drittel leider zunehmend autistische Tendenzen. Seine Sturmpartner sind mittlerweile sichtbar genervt - und das zurecht! Das eine oder andere Abspiel vor dem Tor hätte uns in den letzten Spielen sicherlich viel nervenschonender über die Runden bringen können...Christophs Vollstreckerqualitäten rechtfertigen ein derart eigensinniges Vorgehen einfach nicht!
Zu guter letzt (recht viel Kritik in einer so guten Phase - ich weiß...) kommt Sorgenkind Nr.1: Norm Milley. In den letzten 10 Spielen verzeichnete der kanadische Flügelstürmer ganze zwei Assists und wusste darüber hinaus auch spielerisch in keiner Weise zu überzeugen. Reihenweise Abspielfehler und kaum offensive Durchsetzungskraft...hoffentlich kommt er zu den Play-offs wieder in Fahrt, sonst ist die Effektivität seiner Reihe langfristig in Gefahr!

Fans:
Nach dem Pokalfinale merkte man schon einen deutlichen Spannungsabfall - völlig verständlich. Gut, dass das Team sich davon nicht anstecken ließ. Was mich allerdings sehr beunruhigt ist, dass im Gegensatz zu den Sitzplätzen die Stehplätze so unheimlich schlecht gefüllt sind. Wenn das so bleibt, wird das in den kommenden Heimspielen echt hart. Können uns ja nicht ständig Hannoveraner die Sitzplätze wegkaufen... mb

EHC - Iserlohn Roosters 4:2

  • Geschrieben von Martin
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Rechtzeitig zum Endspurt um die entscheidenden Punkte präsentieren sich die Grizzlies bärenstark.
Neben der momentan starken Form des EHC spielte natürlich auch die Belastung der beiden Kontrahenten in den vergangenen acht Tagen eine ausschlaggebende Rolle.
Während die Roosters bereits stolze drei Partien in den Beinen hatten, mussten die Gastgeber in der Vorwoche lediglich auf heimischem Eis gegen Titelverteidiger Berlin bestehen (was auch eindruckvoll gelang).
Nach einem eher seltsamen ersten Drittel bekamen die rund 1700 Zuschauer doch noch einen richtigen Fight mit dem viel beschworenen Play-off Charakter zu sehen...und mit Wolfsburg obendrein einen würdigen Sieger.

1.Drittel
Das Spiel hatte kaum angefangen, da war es für einen Wolfsburger auch schon wieder vorbei. Ausgerechnet Sascha Genze, seines Zeichens stets einer der fairsten Spieler der gesamten Liga, fiel einer der eher sinnfreien Regelungen im Eishockeysport zum Opfer: Der pauschalen Spieldauerstrafe bei Fouls mit Verletzungsfolge, in diesem Fall hoher Stock, die auch bei kleinsten Kratzern zum Tragen kommt. Während sein "Opfer" Michael Wolf sich schnell vom anstrengenden Reklamieren erholt zeigte und munter weiterspielen konnte, musste der Wolfsburger Routinier das Spiel in zivil verfolgen.
Die folgende überzahl blieb, wie das gesamte erste Drittel, eher harmlos. Nach etwas über der Hälfte der Strafe dezimierten sich die Gäste durch sechs Feldspieler dann recht ungeschickt selber, im Laufe des Drittels machten es ihnen die Gastgeber dann mit der gleichen Strafe nach - alles ohne zählbaren Effekt und immer mit dem schalen Geschmack eines etwas verhaltenen Spiels garniert.
Besonders das zweite überzahlspiel der Gäste (13.-15.Min) sah erschreckend unkonzentriert aus; die Hausherren hatten während dieser zwei Minuten mehr Puckbesitz als die Roosters, spielten geradezu Katz und Maus mit den Sauerländern.
Das Ganze durchsetzt mit unzähligen ungeahndeten Wechselfehlern auf beiden Seiten - fertig war ein eher unattraktiver Spielauftakt. Lediglich die Wolfsburger Druckphase vor der ersten Pause machte da etwas Appetit auf mehr.

2.Drittel
Auftakt mit umgekehrten Vorzeichen: Nun waren es gleich zwei Roosters, die innerhalb der ersten beiden Spielminuten auf die Strafbank wanderten und Wolfsburgs Powerplay ins Spiel brachten. Leider mit dem gleichen Ergebnis, wie es zuvor das der Gäste erbracht hatte.
Und es kam noch schlimmer. Als die Grizzlies gerade anfingen die Partie in den Griff zu bekommen, gelang Christian Hommel nach knapp fünf gespielten Minuten die 0:1 Führung für die Geflügelfraktion auf dem Eis. An einem Wolfsburger Verteidiger vorbei und durch die Schoner von Olli Jonas fand der Puck seinen Weg zum zweiten Schockmoment der Begegnung aus Heimsicht.
Es dauerte einige Minuten, bis die Gastgeber sich von diesem unglücklichen Gegentreffer erholt zeigten und den Druck wieder etwas erhöhen konnten. Passend zum ersten Drittel fiel der Ausgleich gegen den bis dahin überragend haltenden Stefaniszin allerdings nicht durch eine gewagte Kombination, sondern eher kurios durch einen Torwartfehler.
Ken Magowan schlenzte kurz hinter der blauen Linie von links außen locker Richtung Tor, vermutlich um den Puck tief zu spielen, der Roostersgoalie hielt den Handschuh rein, der Puck fand den Weg über den Innenpfosten ins Tor (33.Min). Die Halle war schier entzückt über dieses nette Geschenk und "Kenny" konnte die Ausmaße, die sein Torriecher mittlerweile zu nehmen scheint, kaum fassen. Anders wollen wir sein Grinsen und auch das eines allseits bekannten Geschäftsführers mal nicht deuten...
Die Grizzlies hatten nun endlich Blut geleckt, setzten energisch nach und zwangen die Roosters in die Defensive. Fehler auf Fehler folgte nun bei den Gästen und so war es nur wenig verwunderlich, dass Danner und Hospelt das 2:1 (35.Min) gegen drei verteidigende Gästespieler erzielen konnten. Den Doppelpass auf engstem Raum hatte Aushilfsstürmer Danner zum vielumjubelten Führungstreffer abgeschlossen, der damit in ungewohnter Rolle seinen zweiten Saisontreffer markieren konnte.
Trotz erneuter überzahlsituation und einigen hochkarätigen Chancen blieb es bei diesem denkbar knappen Ergebnis.

3.Drittel
Strafen gab es im letzten Abschnitt zwar keine mehr, doch das Spiel hatte längst die erwartete Intensität aufgenommen.
Als Magowan in der 44.Minute mit dem 3:1 seinen Doppelpack und die alleinige Führung in der Torjägerrangliste klarmachte, schien die Partie zur Einbahnstraße werden zu können. Nach ersten Reaktionsversuchen der zunehmend in konditionelle Engpässe geratenden Iserlohner, nahmen die Grizzlies das Heft fest in die Hand und hätten es wohl nicht wieder hergegeben, wenn...ja, wenn da nicht nach langer Zeit einmal wieder eine Scheibe in der Eisarena zu Bruch gegangen wäre. "übeltäter" war diesmal Marvin Degon, der in der 55.Minute mit einem satten Schlagschuss statt die Maschen des Tores die dahinterliegende Scheibe gesprengt hatte. Für beide Teams ging es kurzzeitig zum Warten in die Kabinen.
Für die ausgepumpten Roosters ein seltener Glücksfall, der den Gästen die dringend benötigte zweite Luft bescherte.
Spürbar schneller agierten die Hähne nach Wiederanpfiff und konnten den allzu sorglos anstürmenden Wolfsburgern doch tatsächlich noch den 3:2 Anschlusstreffer einschenken.
Bob Wren schloss einen ebenso langen wie sehenswerten Sololauf mit der Umkurvung von Jonas und dem Tor für die Gäste ab.
Logische Konsequenz: Iserlohn machte noch einmal mächtig Alarm, nahm den Torhüter vom Eis und probierte die Begegnung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln doch noch zu drehen.
Die Grizzlies hingegen spielten von diesem Moment an das Ganze wohl überlegt und mit der nötigen Kühle zu Ende. Allen Provokationen widerstanden die Männer von Toni Krinner und Pavel Gross gelassen und konnten mit Furchners empty-net goal 21 Sekunden vor dem Schluss endgültig alles klar machen.

Mein subjektiver Eindruck:
Das erste Drittel wirkte von beiden Seiten viel zu nervös. So viele Wechselfehler in einem Drittel durfte man wohl lange nicht mehr bei uns bewundern. Trotz der frühen Dauerunterzahl fanden die Teams irgendwie nicht zur richtigen Einstellung - wer weiß, was (zumindest zu Beginn) für ein lauwarmes Kringelgedrehe das Spiel ohne die Spieldauer gegen Genze geworden wäre...
Das 0:1 war dann eher eine Erlösung als ein Rückschlag - danach ging´s endlich richtig zur Sache.
Wirklich bemerkenswert, wie konzentriert unser Team nach der Olympia-Quali auftritt. Ich bleibe bei meiner Prognose: Am Sonntag wissen wir in Sachen Play-offs vermutlich Bescheid. Es wäre zudem mehr als wünschenswert, wenn wir gegen Krefeld und die - offenbar auf Bewerbungstour befindlichen - Füchse keine Punkte mehr bräuchten. Holen kann man die Punkte für eine bessere Platzierung dann ja trotzdem...

Tor:
Jonas mit guter Leistung. Wurde beim zweiten Treffer mal wieder Opfer seiner Langsamkeit am Boden, der Pokecheck kam zudem viel zu spät. Dem standen allerdings einige wirklich sehenswerte Saves gegenüber, die Wolfsburg stets im Spiel hielten. Vielleicht findet Wolfsburgs Keeper rechtzeitig zu seinen letzten Play-offs zur Bestform zurück. Zumindest würde es ins Gesamtbild der Mannschaft passen.

Verteidigung:
Insgesamt gute Arbeit. Das Konzept mit fünf Ausländern geht bisher gut auf - mit Genze und auch mit Macholda als Ergänzung. Für ein Bewerbungsvideo taugte Petrs Vorstellung allerdings noch nicht; gegen Kassel hat er nun erneut die Möglichkeit sich zu empfehlen.

Sturm:
Man darf momentan eigentlich kaum jemanden hervorheben, so ausgeglichen ist die Aufopferungsbereitschaft aller Akteure. Auch Spieler, die in der laufenden Saison kaum glänzen konnten, hängen sich bis zur letzten Sekunde voll rein - ein Glücksfall für uns!

Okay, einen muss man in diesen Tagen einfach erwähnen: Ken Magowan, momentaner Torschützenkönig der Liga, rockt das Eis wie kein anderer. Ich habe es bereits zu Beginn der Saison beobachtet und kann mich nur wiederholen: Dieser Junge reißt das gesamte Team mit seiner Art mit. Wir verdanken ihm weit mehr als die 27 (!) Tore, die er bisher für uns geschossen hat. Ein absoluter Hammer, dass wir ihn noch zwei weitere Jahre bei uns haben!

Fans:
Na, ja. Der Anfang war, wie das Spiel, nicht so berauschend. Im Laufe des Spiels fand ich die Stimmung sehr gelungen und ich denke, dass wir gerade am Ende dem Team über die Runden geholfen haben. 1700 Zuschauer ist allerdings auch für einen Dienstag etwas sehr enttäuschend...zumindest wenn es um so viel geht. Was soll´s - nächsten Dienstag ist ja bereits ausverkauft, auch wenn vielleicht ein paar Bauern mehr als nötig unsere Halle "beehren" werden. mb
 

EHC - Eisbären Berlin 3:2

  • Geschrieben von Martin
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Die Grizzlies geben auf der Zielgeraden noch einmal Gas!
Im vierten Anlauf gelingt den Wolfsburgern endlich ein Sieg gegen den Meister aus Berlin. Kein Punkt in der laufenden Saison wäre wohl besser für dieses Erfolgserlebnis gewesen als der jetzige, denn die Konkurrenz um Platz 10 punktete fast ausnahmslos ebenso.
In einem durchgehend von beiden Seiten intensiv geführten Spiel hatten die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber diesmal das bessere Ende für sich. Wer das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Eisarena miterlebt hatte, empfand wohl so etwas wie Genugtuung, dass die Punkte diesmal - etwas glücklich - allesamt in Wolfsburg blieben.

1.Drittel
Der Auftakt gestaltete sich aus Sicht der Gastgeber durchaus positiv. Die Grizzlies stiegen mit hohem Tempo ins Geschehen ein, waren in den ersten 10 Minuten mehr als gleichwertig und verbuchten neben dem ersten Tor auch die Mehrzahl an Torchancen.
Nach gut vier Minuten war Jason Ulmer bereits die 1:0 Führung gelungen, nachdem seine Reihe die Eisbärenabwehr scheinbar mühelos ausgespielt hatte - es sollte allerdings einer der wenigen Momente bleiben, in denen die Grizzlies keine Mühe zu haben schienen.
Denn die Antwort der Berliner wurde schnell mehr als deutlich sichtbar: Die Eisbären drehten spätestens ab Mitte des Drittels stark an der Geschwindigkeitsschraube, spielten zunehmend ihre individuelle Klasse aus und zwangen die Gastgeber bis zur ersten Pause in eine packende Abwehrschlacht.
Neben dem Ausgleich durch Walker in der 12.Minute verzeichneten die Gäste zwei Pfostenschüsse und zahlreiche weitere gefährliche Situationen vor dem von Oliver Jonas gehüteten Kasten. Lediglich ein Break von Jason Ulmer setzte auf Wolfsburger Seite noch einmal ein Ausrufezeichen, doch sein Abschluss landete über Pfosten und Latte wieder vor dem Kasten von Rob Zepp - HSR Aumüller bemühte zudem den Videobeweis, entschied dann korrekt auf "kein Tor".
Etwas glücklich für Wolfsburg ging es mit 1:1 in die Kabinen.

2.Drittel
Die Grizzlies kamen taktisch verbessert zurück aufs Eis. Zwar drückte Berlin weiter aufs Tempo, doch das Backchecking der Wolfsburger Stürmer rettete Abwehr und Jonas nicht nur einmal vor einem weiteren Gegentreffer aus dem Slot. Immer wieder räumte die fleißig zurücklaufende Angriffsabteilung der Gastgeber Rebounds vor dem leeren Kasten beiseite und verdammte damit die Berliner Angriffsbemühungen zu einer insgesamt fruchtlosen Vorstellung.
Die Anzahl der Grizzly-Chancen hingegen stieg wieder und in der 26.Minute durfte in der Eisarena wieder gejubelt werden:
Im zweiten Powerplay der Begegnung verwandelte Jan-Axel Alavaara mit einem krachenden Blueliner in den Winkel des Eisbärengehäuses zum 2:1!
Die Gäste reagierten erneut und verstärkten ihre Bemühungen - doch die geschlossene Arbeitsleistung des Wolfsburger Teams und ein wenig Glück bewahrte die Grizzlies vor dem erneuten Ausgleich.

3.Drittel
Geschickt verteidigten die Gastgeber ihre knappe Führung, blieben dabei aber immer gefährlich. Viele klare Chancen erspielten sich allerdings beide Seiten nicht mehr.
In den letzten sieben bis acht Minuten der Begegnung nahm dieses gefährliche Spiel dann dramatische Formen an: Während die Eisbären nicht nur einmal vor dem leeren Tor nicht verwandeln konnten, vergab auf Seiten der Grizzlies allein Morczinietz zwei glasklare Chancen die Partie endgültig zu entscheiden. Zunächst brachte sich der Wolfsburger Stürmer nach einem Alleingang vor Rob Zepp selber aus dem Gleichgewicht und landete statt auf der Torschützenliste auf seinem Allerwertesten, wenig später geriet er bei einem 2 auf 1 Konter derart ins Grübeln, dass er sich weder zum Schuss noch zum rechtzeitigen Querpass durchringen konnte.
Wie so oft im Sport wird das Auslassen von großen Chancen bestraft - in diesem Fall fast exakt eine Minute vor dem Ende. Das Wolfsburger Publikum hatte sich in Feierlaune bereits zu standing ovations erhoben, die Eisbären spielten ohne Torhüter 6 gegen 5 Powerplay...und verwandelten durch Pederson zum späten 2:2 Ausgleich. Der unbedrängt an der blauen Linie abgefeuerte Schlagschuss fand zielsicher sein Ziel und traf Mannschaft und Fans der Grizzlies mitten ins Herz. Lähmendes Entsetzen und Enttäuschung machten sich in der Halle breit - der Berliner Anhang feierte indes den durchaus verdienten Ausgleich. Allerdings feierten die Gäste nur exakt neun Sekunden...
Während alle Orangenen in der Halle noch mit Kopfschütteln beschäftigt waren, packte ein sichtbar wütender Papineau die Hörner aus und machte den last minute Traum doch noch wahr.
Völlig unbeeindruckt stürmte der Wolfsburger Ausnahmecenter direkt nach dem Wiederanpfiff auf Eisbärenverteidiger Regehr zu, nahm diesem wie selbstverständlich den Puck ab und stürmte allein auf Zepp im Berliner Kasten zu. Der ausgetanzte Goalie der Gäste konnte dem Rückhandheber nur noch entgeistert hinter schauen - die Halle hingegen drohte zu explodieren!
Mit 3:2 blieben nicht nur die drei wichtigen Punkte in Wolfsburg, sondern auch ein tüchtiger Adrenalin- und Motivationsschuss für Fans und Spieler. Endlich eine späte Entscheidung für und nicht gegen die stets kämpfenden Grizzlies!

Mein subjektiver Eindruck:
Nach gutem Anfang wirkte das schon ein wenig steif, was unsere Jungs zunächst gegen die Berliner Angriffsmaschinerie ablieferten. Zum Glück fand das Team über eine deutliche Steigerung im geschlossenen Defensivverhalten zu etwas Kontrolle, sonst hätten die Eisbären uns spätestens im Mittelabschnitt komplett überrannt. Am Ende war dann aber auch eine Menge Glück erforderlich, um die hart erkämpften Punkte doch noch in der Eisarena zu behalten.
Insgesamt scheint das Team für die heiße Phase der Saison bereit zu sein - ob es für das gesetzte Ziel reichen wird, wissen wir vermutlich schon am nächsten Sonntag. Nach den Spielen gegen Iserlohn (Di.), Kassel (Do.) und in Frankfurt (So.) dürfte wohl klar sein, was die Saison noch bringt. Dann folgt der Pokalkracher gegen Hannover...spannende Zeiten brechen nun für alle Wolfsburger Eishockeyfans an!

Tor:
Oliver Jonas bleibt zwar der König der Abpraller, aber das Team hat Laufwege und Stellungsspiel offenbar rechtzeitig zum Saisonfinale auf ihn abgestimmt.
Schöne Reaktionen und ein wenig Glück bescherten dem scheidenden Wolfsburger Goalie den heiß ersehnten Sieg gegen einen seiner Ex-Clubs.

Verteidigung:
Mit großen Problemen zwischen der 10. und 20. Spielminute. Als die Unterstützung aus der Angriffsabteilung kam, hatte man den Top-Sturm der Liga einigermaßen im Griff.
Gemessen an der Klasse des Gegners eine Top-Leistung, besonders Svensson gab praktisch eine Empfehlung für die "5 Ausländer in der Verteidigung"-Strategie ab.

Sturm:
Papineau kommt langsam wieder in die Form, die er als Anführer der ersten Reihe braucht. Ulmer ist jetzt offenbar wieder eher für die zweite Reihe zwischen Furchner und Morczinietz vorgesehen. Wie lange letzterer allerdings noch der Versetzung in die vierte Reihe entgehen kann, ist mittlerweile eine berechtigte Frage. Zu Beginn schien Andy noch unverkrampft, zockte mit Ulmer und Furchi im gegnerischen Drittel ohne größere Komplikationen. Gegen Ende wurde er dann aber fast zur tragischen Figur, als er gleich zweimal schier unerträglich ins Grübeln kam, anstatt die Spielsituation konsequent zu Ende zu spielen. Der Alleingang hatte schon etwas vom "legendären" Gorgenländer-Penalty...
Insgesamt verdiente sich die Sturmabteilung allein durch ihre Defensivleistung einen Orden, wobei Papineau mit seinen technischen Kabinettstückchen und natürlich dem hammermäßigen 3:2 dem ganzen auch einen Hauch von internationaler Klasse verpasste.

Fans:
Das erste Drittel noch ein bisschen reserviert, dann aber doch eine sehr fröhliche Veranstaltung, die dem Team sicherlich sehr geholfen die drei Punkte in Wolfsburg zu behalten. Klasse! mb

EHC - Augsburger Panther 4:5

  • Geschrieben von Martin
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Es sollte der erste Sieg nach zuletzt drei Niederlagen gegen starke Gegner werden, um somit den Kampf um Platz 10 offen zu halten. Am Ende stand der EHC nach hartem Kampf gegen Augsburg mit leeren Händen da und darf sich langsam mit dem Gedanken eines frühen Saisonendes beschäftigen. Mit 45 Spielen hat Wolfsburg mehr Begegnungen auf dem Konto als seine direkten Konkurrenten, dafür aber lediglich nur noch einen Punkt mehr als Hamburg und Iserlohn - alle anderen liegen bereits vor dem Team von Coach Toni Krinner. Angesichts der immer stärker werdenden Freezers scheint eine Niederlagenserie der Roosters zusammen mit einigen überraschenden Punktgewinnen für Wolfsburg die einzige positive Variante zu sein, die momentan noch eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat.

1.Drittel
Die Partie startete wie erwartet mit viel Pfeffer und einer engagiert aufspielenden ersten Reihe der Grizzlies. Die Panther konterten die erste Druckphase der Gastgeber bereits in der ersten Minute mit dem Anzetteln einer kleinen Rauferei vor ihrem umkämpften Gehäuse. Neben der zu diesem Zeitpunkt angezeigten Strafe wegen Beinstellens verteilte der Referee allerdings lediglich je zwei weitere Strafen wegen übertriebener Härte auf beiden Seiten, so dass das Verursacherprinzip - wie so oft in Deutschlands höchster Liga - ohne Beachtung blieb. Die berechtigte 2 + 10 Strafe wegen Checks gegen Kopf- und Nackenbereich blieb ebenso aus wie die wohl beabsichtigte Abschwächung der Angriffsbemühungen der Grizzlies durch das anfängliche Hinausnehmen der ersten Reihe (Magowan und Papineau mit je 2 Minuten).
Obwohl die Wolfsburger im ersten Drittel gerade einmal eine überzahl mehr als die Gäste zu verzeichnen hatten, ging das Drittel nach Spielanteilen mehr als deutlich an die Grizzlies. Das war es dann aber auch an positiven Meldungen diesen Spielabschnitt betreffend.
Während die Grizzlies sämtliche Einschussmöglichkeiten vergeigten - und das waren so einige...- nutzten die Panther ihre Chancen eiskalt aus:
0:1 durch Murphy, der den Abpraller gegen Kinch und Alavaara erobert und nur noch einzuschieben braucht (15.Min).
0:2 wiederum durch Murphy bei angezeigter Strafe (18.Min).
Als die Gäste kurz vor der Pause noch den Pfosten trafen, blieben nach dem ersten Drittel viele Fragezeichen auf den Rängen zurück. Wolfsburg hatte gearbeitet, das Spiel bestimmt und lag trotzdem mit zwei leichtfertig hergeschenkten Toren zurück - ein typisches Sonntagnachmittag-Spiel (gähn) drohte.

2.Drittel
Doch es sollte alles andere als besinnlich weitergehen.
Was folgte war die große Piechaczek-Show - Eishockey geriet zur Nebensache. Wolfsburgs Anhänger waren praktisch das gesamte Drittel damit beschäftigt sich über die großzügige Strafenbemessung gegen ihr Team und das teils haarsträubend dilletantische Verhalten der Linesmen aufzuregen, anstatt dem Drama auf dem Eis die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.
Konnten die Grizzlies in ihrer ersten Unterzahl sogar den Anschlusstreffer zum 1:2 durch Gregg Johnson verzeichnen (29.Min), so sollte sich diese aufkeimende Hoffnung nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Rekis schnell zerschlagen.
Der Hauptschiedsrichter hatte sich beim Beinstellen des Letten für Verletzungsfolge entschieden - offenbar ist der Mann Orthopäde. Der Gefoulte spielte jedenfalls munter weiter, Piechaczek schickte prompt mit Kinch noch einen Grizzly mit einer strittigen Entscheidung hinterher und hatte im Anschluss, was er offenbar so geniest: Die volle Aufmerksamkeit des Publikums.
Die Panther zeigten sich in dieser Phase, zum Leidwesen der über 2000 Zuschauer, erneut sehr effektiv in ihrer Chancenverwertung und erzwangen so etwas wie eine Vorentscheidung:
1:3 bei doppelter überzahl durch Collins (33.Min)
1:3 bei einfacher überzahl durch Murphy (34.Min)
Hätte Papineau acht Sekunden vor Drittelende nicht die einzige überzahl der Grizzlies in diesem Drittel für seine Farben zum 2:4 nutzen können, der Dramaturgie der Piechaczekschen Festspiele wäre wohl glatt das I-Tüpfelchen im letzten Spielabschnitt versagt geblieben.
Hätte Toni Krinner auf die Gesänge des eigenen Anhangs gehört, wäre es erst gar nicht zu letzterer gekommen (Toni, nimm die Jungs vom Eis...).

3.Drittel
Es dauerte nicht lange, da waren sich die Heimfans sicher - "Charly hat was draufgelegt!" schallte es durchs Rund.
Geradezu lachhaft versuchte das gestreifte Strafzeitenmonster die Statistik wieder gerade zu rücken, ließ die Augsburger mit teils unglaublichen Regelauslegungen fast 14 Minuten in Unterzahl verbringen.
Die Grizzlies traten zwar, wie seit längerem leider gewohnt, in überzahl wenig überzeugend auf, trafen aber auch auf vorbildlich in Unterzahl agierende Gäste.
Trotzdem gelang es den Gastgebern in einer dramatischen Aufholjagd den Spielstand auszugleichen...die erstmalige Führung wollte jedoch nicht gelingen.
Nachdem Magowan in einfacher überzahl und bei angezeigter Strafe zum 3:4 getroffen hatte (46.Min), dauerte es bis zur 50.Minute, bis Degon eine schöne Kombination bei 5 gegen 3 zum Ausgleich verwerten konnte.
Das Spiel schien zugunsten der Grizzlies zu kippen, doch wie bereits erwähnt: Der Führungstreffer wollte nicht gelingen.
Diesen konnten dann leider doch wieder die Gäste aus Bayern für sich verbuchen und wem fiel wohl zu Beginn der 55.Minute, im einzigen überzahlspiel für die Gäste, mit unglaublich viel Dusel der Puck vor den Schläger? Richtig! Mark Murphy machte mit seinem vierten Treffer alles klar.
Den Schock, den dieses Tor in den Reihen der Wolfsburger auslöste, wurde das Team des EHC bis zum Schluss nicht mehr wirklich los. Augsburg brachte die knappe Führung schließlich geschickt über die Zeit, erntete die Früchte einer vor allem im ersten Spielabschnitt überzeugenderen Torausbeute.

Mein subjektiver Eindruck:
Das Spiel war eigentlich nach 20 Minuten entschieden. Die One-Man-Show der Piechazecke bewahrte uns alle vermutlich vor einem äußerst langweiligen Eishockeyabend. Nachteil an der ganzen Sache: Als Eventfan würde ich mich fragen, wofür ich eigentlich Eintritt bezahlt habe, wenn am Ende der Schiri das Spiel macht. Als hochgradig Eishockeysüchtiger hingegen nimmt man derartigen Mist ja fast resigniert in Kauf...
Benachteiligt wurde eigentlich keine der beiden Mannschaften - Wolfsburgs desaströse Vorstellung im eigenen Drittel hatte ihre verheerende Wirkung, wie beschrieben, nach 20 Minuten bereits getan.

Tor:
überragend wäre angesichts der fünf Gegentore wohl etwas hoch gegriffen. Keine wirklichen Fehler bei Jonas, doch Treffer wie Nr.1 und 4 haben andere Goalies schon gehalten...
Ob Daniar momentan so ein Goalie ist, wird er wohl in einigen der restlichen Spiele zeigen dürfen. Von der angekündigten "Festlegung" auf einen Torhüter kann ich momentan jedenfalls nichts merken...es sei denn Daniars Einsatz gegen Hamburg war die Ausnahme. Dann allerdings...

Verteidigung:
Degon und Rekis überzeugten.
Der Rest wirkte nicht so souverän, wie es in der entscheidenden Phase der Saison erforderlich ist. Die Geschenke des ersten Drittels gehen ausnahmslos auf die Kappe der Verteidigung, die im eigenen Drittel jeglichen überblick verlor.
Am Ende entschied das tapsige Defensivverhalten von Alavaara, Kinch und Genze die Partie.

Sturm:
Außer Magowan und Ulmer gefiel mir da kaum wer.
Wenn Gregg Johnson auffällig spielt, dann stimmt generell was nicht im Team...
Der Rest spulte, teils sehr engagiert, sein einfallsloses Laufprogramm runter und bewirkte gegen agile Augsburger mal so was von gar nix - äußerst peinliche Vorstellung!
In Sachen Powerplay muss sich der Trainer langsam aber sicher Nachfragen gefallen lassen, was genau man im Training einstudiert...mit Schießen und Bewegen hat das augenscheinlich nichts zu tun.

Fans:
Der Schiri weckte uns aus der Totenstarre nach dem 0:2 - das war aber auch das einzig Positive, was der Pfeifenmann zustande brachte. Ansonsten war die Anfeuerung eigentlich ganz okay - vor allem, weil ich seit langem mal wieder das Gefühl hatte, dass die Unterstützung nichts auf dem Eis auslöste. Sehr frustrierend. mb
 

EHC - Adler Mannheim 1:2nV

  • Geschrieben von Martin
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Auch der vierte Anlauf gegen die Adler aus Mannheim blieb nur teilweise von Erfolg gekrönt. Wie schon im ersten Heimspiel konnten die Grizzlies nach hartem Kampf nur einen Punkt in der Eisarena behalten, zeigten dabei aber erneut eine beeindruckende Leistung gegen den Finanzgiganten aus der Kurpfalz.
Nach vier Siegen in Folge ging damit eine kleine, aber im Kampf um Platz 10 wichtige, Serie zu Ende, die es nun in Hamburg und/oder Krefeld fortzusetzen gilt.

1.Drittel
Nur kurz war die Anfangsüberraschung der Gäste - schon nach wenigen Minuten war das Chancenplus der Grizzlies vergessen und ein schnelles, spannendes Spiel entwickelte sich. Die Gäste, die bei ihrem letzten Auftritt in Wolfsburg eher glücklich zwei Punkte entführen konnten, präsentierten sich mit dem Messer zwischen den Zähnen. Mit konsequentem Körperspiel, enormer Laufarbeit und hohem Tempo versuchten die Adler Wolfsburg frühzeitig aus dem Spiel zu drängen - doch die Gastgeber präsentierten sich kaum weniger aggressiv und hatten mit Oliver Jonas einen überragenden Rückhalt auf ihrer Seite.
Ganze 16 Schüsse parierte der Wolfsburger Goalie, der sein Team damit im Spiel hielt, das in der 19.Minute sogar durch einen überzahlkracher von Marvin Degon mit 1:0 in Führung gehen konnte. Sieht man einmal von Bouchards Sissy-Diver vorm eigenen Tor (7.Min) ab, nötigte die Leistung der Adler den Anwesenden höchsten Respekt ab - die Führung der Grizzlies zur Pause war, bei aller Sympathie, mehr als glücklich.

2.Drittel
Wieder gehörte der Auftakt des Drittels den Grizzlies. Von einigen guten Szenen vor Gästekeeper Brathwaite gehörte Sebastian Furchner die Beste: Einen Angriff über die rechte Seite schloss er mit einem sehenswerten Rückhandschuss ans Lattenkreuz ab (23.Min).
Als jedoch eine Minute später Corbet per Bauerntrick zum 1:1 ausgleichen konnte, nahm erneut das Team von Dave King das Szepter in die Hand. Von nun an waren es die Grizzlies, die enormen Aufwand betreiben mussten, um dem Angriffsdruck der Adler stand zu halten. Spätestens zur Mitte des Drittels merkte man den Gastgebern diesen Aufwand deutlich an: Die Laufwege wurden ökonomischer, das Forechecking dosierter und Olli Jonas hatte alle Hände voll zu tun, um einen Rückstand zu verhindern.
Mit einem immer noch etwas schmeichelhaften 1:1 ging es zum zweiten Mal in die Kabinen - es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Mannheims Frische auszahlen würde...

3.Drittel
Es dauerte zweieinhalb Minuten, dann kam der entscheidende Pfiff vom bis dahin gut pfeifenden HSR Klau, der den Mannheimer Jason King wegen hohem Stock mit Verletzungsfolge zum Duschen schickte und den Grizzlies fünf Minuten überzahl bescherte. Das vielzitierte "Blut auf dem Eis" oder eine Verletzung anderer Art konnte aber wohl nur der Referee ausmachen. Beobachtungen oder Fotos, die eine Verletzung bei Sascha Genze dokumentieren würden, sind bisher nicht zu orten.
Zum Leidwesen der Heimfans gelang es dem EHC in der folgenden überzahl nicht wirklich den Mannheimer Goalie standesgemäß zu fordern, so dass die Hoffnung auf einen dreifachen Punktgewinn spätestens mit der Strafe gegen Tim Regan zu Beginn der 47.Minute dahinschwand.
Es folgten drei weitere Strafen gegen Wolfsburg unter teilweise schwer verständlicher Ignoranz gegenüber weiteren Mannheimer Verfehlungen. HSR Klau demontierte sich mit dieser schwer nach Konzession riechenden Linie praktisch selber, wirkte der hohen Intensität der Partie nicht mehr gewachsen.
Nach einem von Wolfsburger Unterzahl und Abwehrschlacht geprägten letzten Drittel ging es schließlich in die Verlängerung. Wie als Fingerzeig gedacht, blieb ein deutliches Haken gegen einen Grizzly in der Schlusssekunde ungeahndet...das Unglück nahm seinen Lauf.

Verlängerung
Man merkte den Gastgebern die Erleichterung über den Punktgewinn zunächst deutlich an und eigentlich fehlte gleich zu Beginn der Verlängerung nur ein wenig Glück, um die Punkteteilung ungerecht, aber erfreulich zu gestalten. Beim Schuss des bärenstark aufspielenden Furchner fehlte vielleicht ein einziger Zentimeter, um den Puck statt an den Pfosten ins Tor zu befördern. Zwei Minuten später kam, was kommen musste: Methot vollendete einen Angriff gegen zunehmend erschöpft wirkende Grizzlies zum 1:2 - unnötig zu erwähnen, dass in der Zwischenzeit der Arm des Referees bei weiteren Regelwidrigkeiten der Mannheimer unten blieb.
So blieb es für die Gastgeber am Ende bei einem schwer erkämpften Punkt und leider auch ein wenig unnötigem Frust.

Mein subjektiver Eindruck:
Mein lieber Schwan - war das eine starke Vorstellung der Adler. Ich habe wohl selten so oft zur Anzeigetafel geschaut und erstaunt den Kopf geschüttelt. Wenn man nun bedenkt, dass wir alle drei Punkte hätten holen können, obwohl die Adler das klar bessere Team waren - Schade!
Ich glaube der Referee hat sich nach der Spieldauerstrafe irgendwie unwohl gefühlt, anders kann ich mir seinen Leistungsknick ab dem letzten Drittel nicht erklären. Irgendwie völlig unpassend zu einer derart hochklassigen und intensiven Eishockeypartie.
Generell geht mir dieses "Am Ende müssen die Strafzeiten gleichmäßig verteilt sein" - Gepfeife im deutschen Eishockey gepflegt auf den Sack. Einen guten Schiedsrichter erkennt man eben nicht an ausgeglichener, sondern an angemessener Strafenverteilung. Ich frag mich echt, wer diese Art der Spielleitung propagiert bzw. fördert.
Was mir aber am wichtigsten erscheint ist, dass unsere Jungs sich nicht von der mageren Torausbeute aus dem Tritt bringen lassen. Mit Hamburg und Krefeld warten nun Gegner, gegen die sie bereits ihre Treffsicherheit bewiesen haben. So gesehen kam diese Begegnung vielleicht ein oder zwei Spieltage zu früh.

Tor:
Olli mit einer Bombenvorstellung. Wenn er den Bauerntrick zum 1:1 verhindert, muss man ihn auf Händen vom Eis tragen! So bleiben beeindruckende 42 Saves und die Erkenntnis, das Olli kein übertorwart ist, aber nach wie vor zu weit überdurchschnittlichen Leistungen im Stande ist.
Ich finde den Gedanken beide Torhüter zu behalten nach wie vor nicht zu abwegig. Daniar könnte sich weiter steigern und Olli könnte ihn bei seiner Entwicklung weiter absichern. Voraussetzung ist, meiner Meinung nach, dass beide Goalies sich mit einer entsprechenden Rollenverteilung anfreunden könnten.

Verteidigung:
Degon weiter granatenstark. Wenn er weiter so aufspielt, wird es tatsächlich sehr schwer ihn zu halten.
Ansonsten machten eigentlich alle Verteidiger einen guten Job, auch wenn am Ende Konzentration und Kraft sichtbar schwanden. Nach der anstrengenden Auswärtstour absolut in Ordnung.

Sturm:
Furchner dreht weiter auf und überzeugt mit platzierten Schüssen - ich hätte schwören können , dass ihm noch ein Tor gelingt. Doch nach dem Lattenkreuz war es schließlich doch nur der Pfosten. Weiter so, Furchi! Die Dinger gehen vielleicht bald schon wieder alle rein.
Der Rest des Teams präsentierte sich lauf- und kampfstark, wobei das Forechecking gegen Mitte des Spiels stark nachließ und damit den Adlern die ihrer Spielstärke entsprechenden Spielanteile zufallen ließ.
Einziger Aufreger bleibt für mich Andy Morczinietz. Besonders in den letzten Wochen fällt er mir durch häufige Puckverluste beim Versuch sich im gegnerischen Drittel festzusetzen auf, wobei seine körperliche Präsenz mehr als arm wirkt. Außer ein paar garbage goals und viel gutem Willem bzw. Einsatz bleibt da nicht viel Positives. Es muss endlich gelingen ihn sinnvoll einzubauen!
Ansonsten gibt´s nichts Gravierendes auszusetzen - an unseren Möglichkeiten gemessen, war das schon in Ordnung (Powerplay ausgenommen).

Fans:
Die Stimmung war eigentlich ganz okay. Gerade im letzten Drittel war auch schön zu erkennen, dass das Team den zusätzlichen Kick benötigte, um sich in Dauerunterzahl zum Punktgewinn zu kämpfen - die Kräfte waren in dieser Phase nämlich schon merklich geschwunden!
über die Zuschauerzahl braucht man wohl nicht mehr zu diskutieren - in dieser Phase der Saison und nach den zuletzt gezeigten Leistungen einfach nur enttäuschend. mb

 

EHC - Ingolstadt Panther 6:2

  • Geschrieben von Martin
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Die Festspielwochen in der heimischen Eisarena gehen weiter. Mit sechs eigenen Treffern in einem äußerst wichtigen Spiel gegen Ingolstadt räumten die Grizzlies auch die letzten Zweifel aus dem Weg: Die Torfabrik der Liga ist wieder in Betrieb!
Lediglich der Meister aus Berlin konnte bisher mehr Tore für sich verbuchen. ähnliches gilt für die Punkteausbeute vor heimischer Kulisse: Hier führen die Scorpions mit 47 Punkten vor den Grizzlies mit 42 Punkten. Wäre da diese Auswärtsbilanz nicht...
Mit dem gestrigen 6:2 lieferte Wolfsburg obendrein nicht nur eine äußerst unterhaltsame Eishockeypartie ab, sondern verschaffte sich im Kampf um Platz 10 wertvollen Vorsprung gegenüber den Panthern, die neben Hamburg als härtester Konkurrent um die Teilnahme an den Pre-Play-offs gelten.

1.Drittel
Gegen die mit nur vier Stammverteidigern angereisten Gäste legten die Grizzlies gleich das entsprechende Tempo vor, das man braucht, um einen dezimierten Gegner müde zu spielen.
Während die Panther den Kampf im Bereich Körperspiel voll aufnahmen und dort auch häufig ihre Vorteile hatten, dominierte Wolfsburg im läuferischen und vor allem spielerischen Bereich.
Dementsprechend verbuchten die Gastgeber die deutlich besseren Einschussmöglichkeiten, von denen sie auch zwei zum Torerfolg nutzen konnten.
Nach etwas mehr als sieben Spielminuten war es Magowan, der in gewohnt lässiger Art aus zentraler Position zum 1:0 verwandelte. Offenbar hatte es sich noch nicht bis Ingolstadt rumgesprochen, dass der Wolfsburger Torjäger jeden Freiraum vor dem Tor zuverlässig zu nutzen weiß...
Beim zweiten Treffer war es wiederum Magowan, der seinem Teamkollegen Milley zum 2:0 auflegte (17.Min) - die Panther wirkten gegen Wolfsburgs neu formierte erste Reihe (Ulmer für den erkrankten Papineau) erneut leicht überfordert.
Da die durchaus vorhandenen Chancen der Gäste alle ihre Endstation bei EHC-Keeper Dshunussow fanden, ging es äußerst frohen Mutes und mit fast zwei vollständigen verbleibenden überzahlminuten zum ersten Mal in die Kabinen.

2.Drittel
...und es brauchte lediglich 42 Sekunden, um diese überzahl zu etwas Zählbarem zu nutzen!
Der zuletzt mit einer 20-minütigen Denkpause versehene Sebastian Furchner war es, der dem schwächelnden Powerplay der Grizzlies - zumindest statistisch - ein wenig auf die Beine half. Das 3:0 wirkte auch zu diesem frühen Zeitpunkt schon wie eine Vorentscheidung - zu überzeugend waren die Hausherren bis dahin gegen die nicht gerade als Tormaschine verschrienen Gäste aufgetreten.
Doch die Panther gaben keineswegs auf und durften bereits in der 26.Minute ihrerseits einen, wenn auch etwas glücklichen, Treffer zum 3:1 bejubeln. Während Alavaara bei der Abwehrarbeit dem eigenen Goalie unglücklich die Sicht nahm, vollstreckte Waginger durch Freund und Feind zum ersten Tor für die Gäste.
Das Drittel gestaltet sich von da an durchaus ansehnlich, witterten die Ingolstädter Spieler doch wieder Morgenluft und setzten in der Folgezeit offenkundig einige Kräftereserven frei.
Tore fielen allerdings keine mehr, obwohl beide Mannschaften sich reichlich Einschussgelegenheiten erspielten. Wobei die Chancenverwertung auf Seiten der Gastgeber doch wieder ein wenig an die längst überwundene Schwächephase des letzten Jahres erinnerte...

3.Drittel
Die Gäste-Druckphase zu Beginn des Drittels überstand der EHC mit ein wenig Glück ohne Gegentreffer. Besonders während einer zweiminütigen überzahl zwischen der 43. und 45.Minute waren die Panther nah am Anschlusstreffer, fanden aber letztendlich keinen Weg die Scheibe im Tor der Grizzlies zu platzieren.
Moralisch entsprechend deprimierend wirkte sich dann wohl der zweite Treffer von Sebastian Furchner für die Gäste aus, der in der 46.Minute diagonal auf Waites Tor zu fuhr und den Puck aus Halbdistanz flach am Keeper der Gäste vorbeirutschen ließ. Die Freude beim Publikum war angesichts dieser Vorentscheidung natürlich entsprechend groß.
Als dann sechs Minuten vor Schluss der grandios aufspielende Ulmer im Nachstochern das 5:1 erzielte, waren die Würfel entgültig gefallen. Da half der postwendend erzielte zweite Treffer der Gäste durch Milroy auch nichts mehr. Im dritten Nachschuss konnte der Ingolstädter Stürmer die Ergebniskorrektur für die Panther erfolgreich abschließen - Wolfsburgs Abwehr weilte zu diesem Zeitpunkt vermutlich bereits gedanklich in der Ehrenrunde.
Den Schlusspunkt unter diese aus Grizzlysicht sehr erfreuliche Partie setzte in der 57.Minute dann Andreas Morczinietz, der mit einem Abstauber das 6:2 markieren konnte.

Mein subjektiver Eindruck:
Ich war, ehrlich gesagt, sehr überrascht mit welcher Selbstverständlichkeit den Panthern Paroli geboten wurde. Die Mannschaft hat wie gewohnt gefightet, aber dass sie die Effektivität der vergangenen Heimspiele auch gegen Ingolstadt durchhalten konnte, war schon beeindruckend. Natürlich wiegen die Ausfälle der Panther sehr schwer, doch immerhin zeigten beide Teams, dass ihnen die Bedeutung dieser Partie mehr als bewusst war. Wenn aus den beiden Begegnungen in Straubing und Nürnberg irgendwie insgesamt drei Punkte entführt werden können, dann hat das EHC-Schiff wohl entgültig Fahrt in Richtung Pre-Play-offs aufgenommen. Vielleicht fängt der eine oder andere ja schon mal an darüber nachzudenken, welcher Gegner vermutlich auf uns wartet, wenn wir die Pre-Playoffs überstehen würden...naaaa, hat jemand eine Idee?
Na, ja. Ein paar Spiele sind´s ja noch - schaun mer mal.

Tor:
Dshuni mit einer ordentlichen Partie, bekam bei den eher biederen Aktionen der Panther allerdings wenig Gelegenheit zu glänzen. Beide Gegentreffern gehen fast zu 100 Prozent auf die Kappe der Abwehr, so dass man von einer fehlerlosen Vorstellung sprechen kann. Was bleibt ist die unerklärliche Tendenz der Grizzlies mit Daniar im Tor öfter zu gewinnen.

Verteidigung:
Degon legte endlich wieder eine echte Glanzleistung hin. Bei allen eigenen Treffern auf dem Eis und an dreien direkt beteiligt. Insgesamt sehr präsent und auffällig.
Rekis wieder solider und unauffälliger als zuletzt - bei Arvids ein gutes Zeichen!
Macholda und Alavaara bildeten das schwächste Verteidigerpaar auf dem Eis. Bei beiden Gegentreffern dürfen sie sich die Hauptschuld gutschreiben: Alavaara entweder ungeschickt oder zu spät im Slot, Macholda sonst wo unterwegs - nur nicht in der Nähe des Tors.
Danner und Kinch solide, Svensson nur mit zwei Wechseln zum Gewöhnen am Ende.

Sturm:
Ulmer harmonierte - überraschung, überraschung! - auch mit Magowan und Milley sehr gut, wirkte bis in die Haarspitzen motiviert und gab nebenbei seine Bewerbung als 1.Reihe-Center für 09/10 ab. Wenn Magowan zentral frei zum Schuss kommt, kann man momentan getrost schon mal die Arme zum Jubeln hochnehmen. Habe ich schon erwähnt, dass Kenny ne coole Sau ist?
Meine Prognose bezüglich Furchi vom letzten Dienstag ist ja bereits in Erfüllung gegangen - sehr wichtig, mehr sage ich dazu nicht.
Hospelt machte einen guten Job zwischen Furchner und Morczinietz, der trotz Tor weiterhin etwas ungeschickt wirkt und im Abschluss irgendwie ungelenk wirkt.
Höhenleitner, Green und Regan rannten den Gegner erneut erfolgreich kaputt, diesmal leider ohne Torerfolg. Besonders Tim wirkt allerdings nicht immer so, als wäre er voll auf der Höhe des Geschehens. Johnson bestenfalls unauffällig.

Fans:
Richtig warm wurde das Publikum nicht. Die Gründe dafür sind mir nicht wirklich klar - am Spiel kann´s eigentlich nicht gelegen haben.
Weiterhin bemerkenswert, wie dem Team Anfeuerung sichtbar hilft, wenn die Partie zu verflachen droht. Tore auf Knopfdruck gibt´s natürlich nicht, aber es macht schon wirklich Laune dieses Team nach vorne zu peitschen. Daher sollte in den kommenden Wochen der eine oder andere (mehr) über seinen Schatten springen. Problematisch ist allerdings, dass wir mittlerweile ein so schlechtes Verhältnis von Sitz- zu Stehplätzen haben. Ich habe das Gefühl es wird immer leerer auf den Stehplätzen! mb